Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Materniphobie: keine Mütter, keine Väter, keine Kinder

Es ist unbestreitbar, dass es in unserer Gesellschaft eine Strömung gibt, die versucht, jedes positive Zeichen von Mutter- oder Vaterschaft auszulöschen.

Maria José Atienza

30 de Juni de 2021

Foto: Tim Mossholder / Unsplash

Der Vorschlag der britischen Pro-LGBT-Vereinigung Stonewall, den Begriff "Mutter" durch "gebärender Elternteil" zu ersetzen, stieß (Gott sei Dank) bald auf massiven Widerstand, selbst aus Kreisen, die man als Sympathisanten der Sache bezeichnen könnte. Es ist im Übrigen ein Zufall, dass die Vereinigung seit langem im Fadenkreuz der britischen Gesellschaft steht, da ihre Aufforderungen und Forderungen an die öffentlichen Einrichtungen "eine Art 'Kultur der Angst' unter den Arbeitnehmern hervorrufen, die mit der Gender-Ideologie in ihren mittlerweile unzähligen Varianten nicht einverstanden sind".

Man kann mit Sicherheit sagen, dass es in unserer Gesellschaft mehr als nur ein paar Beispiele für einen mutterfeindlichen Trend gibt, der versucht, jedes positive Zeichen von Mutterschaft oder Vaterschaft auszulöschen. Beispiele dafür sind die Misshandlung derjenigen, die Kinder haben, am Arbeitsplatz oder die Artikel, die jede Katastrophe auf die Anzahl der Kinder schieben und die Wunder eines Lebens ohne "Familienlasten" preisen, bis hin zu Gesetzesvorschlägen, die, als angebliche Gleichheit getarnt, nichts anderes sind als die Auferlegung einer effektiven Diskriminierung für jede natürliche Familie - männlich oder weiblich -, aus deren Beziehungen ein oder mehrere Kinder geboren werden.

Die Abschaffung des Wortes Mutter oder Vater aus unserer Sprache ist keine einfache Änderung des Vokabulars, sondern ein Versuch, die Natur der Dinge zu verändern. Wie Charles J. Chaput betont: "Die Bedeutung von Begriffen wie "Mutter" und "Vater" kann nicht geändert werden, ohne dass dasselbe auf subtile Weise mit der Bedeutung von "Kind" geschieht. Genauer gesagt geht es um die Frage, ob es eine höhere Wahrheit gibt, die bestimmt, was eine Person ist und wie Menschen leben sollten, jenseits dessen, was wir tun oder was wir als menschlich bezeichnen".

Der Verzicht auf den Bezug zu unserem Ursprung, zu den Spendern unseres Lebens - körperlich, geistig und sozial -, denn unsere Eltern sind die ersten Erzieher der Gesellschaft, verbirgt auf nicht sehr subtile Weise eine egoistische Vorstellung von totaler Autonomie, losgelöst von allen anderen, denen wir etwas schulden, in diesem Fall die Prämisse aller Rechte, nämlich das Leben. Der Mensch wird als eigenständiges Wesen wahrgenommen: Es gibt keinen Vater und keine Mutter, die als Bedingung für das Leben wahrgenommen werden, sondern lediglich eine Abfolge von persönlichen Entscheidungen und Gefühlen, die außerhalb eines natürlichen Ökosystems das Leben, die Persönlichkeit, die Beziehungen, das Geschlecht usw. formen.

Wir leben in einer Gesellschaft des "Nicht-Seins", sondern des Fühlens, und wie der britische Psychiater und Schriftsteller Theodore Dalrymple in seinem Essay "Toxic Sentimentality" feststellt, ist die Frage nicht, ob es Gefühle geben sollte oder nicht, sondern "wie, wann und in welchem Ausmaß sie ausgedrückt werden sollten und welchen Platz sie im Leben der Menschen einnehmen sollten". Gefühle, die nicht auf Vernunft und Wahrheit beruhen, können wie ein Orkan über uns hinwegfegen, so dass wir sogar unsere Ursprünge vergessen und aus falscher Nächstenliebe Wahrheiten auslöschen, die für das menschliche Glück unerlässlich sind, sei es in der Politik, in der Kultur, in der Bildung oder im Gespräch beim Sonntagsessen.

Benedikt XVI. unterstreicht in Caritas in veritate dass "ohne Wahrheit die Nächstenliebe in bloße Sentimentalität verfällt. Die Liebe wird zu einer leeren Hülle, die willkürlich ausgefüllt wird. Dies ist das fatale Risiko der Liebe in einer Kultur ohne Wahrheit. Es ist eine leichte Beute für die Emotionen und kontingenten Meinungen der Subjekte, ein Wort, das missbraucht und verzerrt wird und am Ende das Gegenteil bedeutet". Das ist vielleicht die Krux unserer Gesellschaft, in der die Eroberung von "Freiheiten um jeden Preis" zu ebenso unwürdigen Gefängnissen geworden ist, in denen versucht wird, die Tatsache zu verbergen, dass wir die Kinder von Vätern und Müttern sind, die in aufrechter Weise auf das empfangene Erbe der wirklichen Freiheit reagieren müssen.

El milagro de la nieve

El «milagro de la nieve» que hoy recuerda Santa María la Mayor

Teresa Aguado Peña

Papst Mariä Himmelfahrt Jungfrau Castelgandolfo

Der Papst besingt in Mariä Himmelfahrt die Liebe und die Reinheit der Seele.

Redaktion Omnes

Eclipse

María, el eclipse y la ceguera de amor

Antonio Moreno

Merydemaría

MerydeMaria, joyas católicas de una joven emprendedora: «La Virgen María es la protagonista absoluta»

Teresa Aguado Peña

Coronación de la Virgen

El día que el Cielo se quedó sin aliento

Paloma López Campos

José Molero

José Molero: “Lo importante es poner en manos de cada niño la historia adecuada en el momento oportuno”

Maria José Atienza

Investieren nach katholischer Soziallehre, vier Jahre nach der Veröffentlichung von Mensuram Bonam.

Investieren nach katholischer Soziallehre, vier Jahre nach der Veröffentlichung von Mensuram Bonam.

Maria José Atienza

Papst Angelus

Leo XIV. ruft zur Suche nach Lösungen für Frieden, Stabilität und Gerechtigkeit für Ceuta auf. 

Maria José Atienza

Governorat des Vatikanstaates.

Neues Grundgesetz für den Vatikanstaat: größere technische und organische Präzision für die Regierung Leos XIV.

Maria José Atienza

josetxo vera

José Gabriel Vera: “La mejor comunicación de la Iglesia es la de la santidad de vida”

Maria José Atienza