Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Maria, Hilfe der Christen

An jedem 24. Mai feiern wir Maria, die Hilfe der Christen, mit Dankbarkeit, weil die Gottesmutter immer auf die Bitten ihrer Kinder eingeht.

Rafael Mosteyrín

24 de Mai de 2025

Maria, Hilfe der Christen
Maria Hilfe der Christen, gemalt von Tomás Andrés Lorenzone (Wikimedia Commons)

Die Geschichte ist voll von Beispielen für Bitten an unsere Mutter, die Jungfrau Maria, die mit einem wirksamen Schutz für ihre Kinder beantwortet wurden. Der Titel der Jungfrau Maria als Hilfe der Christen ist mehr als vier Jahrhunderte alt. Er ist auch einer der Litaneien die am Ende des Gottesdienstes gebetet werden Rosario.

Christen bei Lepanto

Im Jahr 1571 forderte Papst Pius V. alle Christen auf, insbesondere den Rosenkranz zu beten. Er schlug vor, dass sie die Gottesmutter unter dem Titel Auxilio de los Cristianos (Hilfe der Christen) anrufen sollten. Ziel war es, dass das christliche Heer unter der Führung von Johannes von Österreich die Schlacht gegen die Türken im Mittelmeer gewinnen würde. Konstantinopel befand sich seit 1453 in türkischer Hand. Damit beherrschten sie den Mittelmeerraum und bedrohten die Eroberung Roms.

Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit des Feindes besiegte die christliche Flotte die Türken bei Lepanto am 7. Oktober 1571. Im darauffolgenden Jahr richtete Pius V. für denselben Tag ein jährliches Fest zu Ehren der Heiligen Jungfrau unter dem Namen "Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz" ein.

Osmanen und Bonaparte

Etwas mehr als ein Jahrhundert später, im Jahr 1683, als Wien von den osmanischen Türken belagert wurde, rief auch Papst Innozenz XI. zum Rosenkranzgebet auf, wiederum unter dem Titel Hilfe der Christen. Die Schlacht begann am 8. September, dem Tag, an dem wir das Fest Mariä Geburt feiern. Vier Tage später, am Fest des Heiligen Namens Mariens, endete die Schlacht glücklich mit einem neuen Sieg für das Christentum.

1804 begann Napoleon Bonaparte, der zum Kaiser von Frankreich ausgerufen wurde, mit der Verfolgung der Kirche. Papst Pius VII. exkommunizierte ihn. Doch 1809 stürmt Napoleon den Vatikan, verhaftet den Papst und bringt ihn in Ketten nach Fontainebleau. Dort hielt er ihn fünf Jahre lang gefangen. Der Papst versuchte, die ganze Kirche dazu zu bewegen, zu Unserer Lieben Frau, der Helferin der Christen, für seine Freilassung zu beten.

Mit Hilfe des Rosenkranzes wurden die Wünsche des Papstes wieder einmal erfüllt. Am 24. Mai 1814 dankt Napoleon ab. Noch am selben Tag konnte der Papst nach Rom zurückkehren. In seiner ersten Amtshandlung rief er das Fest der Maria, Hilfe der Christen, aus. Seitdem feiern wir jeden 24. Mai Maria, die Helferin der Christen, mit Danksagung.

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