Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Zum Lob der Exzellenz

Die Entscheidung für eine Bildung, die Nachfrage und Anstrengung ablehnt, wird unweigerlich zu einem Absinken des Bildungsniveaus der Schüler führen, mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft der Zukunft.

Javier Segura

4. April 2022

Bildungsexzellenz

Die Regierung hat soeben die königlichen Dekrete zur Regelung des Unterrichts in der obligatorischen Sekundarschule (ESO) verabschiedet. Das Thema ist aus den buntesten Gründen in die Presse gekommen, wie z. B. das Verschwinden des chronologischen Geschichtsunterrichts oder die viel gepriesene emotionale und feministische Erziehung, die alle Bereiche durchdringen soll, einschließlich des Mathematikunterrichts mit einer geschlechtsspezifischen Perspektive. Auch das Verschwinden der philosophischen Studien in der ESO und das Aushungern des Fachs Religion wurden wiederholt hervorgehoben.

Jeder dieser Aspekte ist von entscheidender Bedeutung und sollte bei der Analyse der derzeitigen pädagogischen Reform berücksichtigt werden. Es gibt jedoch einen Aspekt, der dem gesamten Gesetz zugrunde liegt und der von großer sozialer Bedeutung ist. Es ist die Option für eine Bildung, die Nachfrage und Anstrengung ablehnt, was unweigerlich zu einem Absinken des Bildungsniveaus der Schüler führen wird, mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft der Zukunft.

Die Tatsache, dass es keine Höchstzahl an nicht bestandenen Prüfungen (bisher zwei) gibt, die ein Student bestehen kann, ist keine Anekdote. Es liegt nun im Ermessen des Schulpersonals, ob ein Schüler trotz einer beliebigen Anzahl von Fehlversuchen in die nächste Klasse versetzt wird. Natürlich ist den Familien und Schülern klar, dass das Gesetz dies zulässt und dass der "Schuldige" für die Nichtförderung des Schülers nicht der Schüler ist, weil er nicht lernt, sondern das Zentrum, die Lehrer, weil sie dies nicht zulassen, obwohl es in ihrer Macht steht. Ähnlich verhält es sich mit den Euphemismen, mit denen ein Schüler ein Jahr nicht "wiederholt", sondern in ihm "bleibt". Oder die Abschaffung von Nachholprüfungen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine pädagogische Mentalität, die den Schüler nicht stigmatisiert. Dies geht einher mit einem äußerst besorgniserregenden sozialen Ansatz, nämlich dass niemand die Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Die Schuldigen sind immer andere. Es ist immer jemand anderes, der meine Probleme lösen muss. Letztendlich ist natürlich der Staat die andere Person, die für mein Wohlergehen sorgen muss.

Ein Erwachsener ist jemand, der die Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Aber es scheint, dass wir in einer Gesellschaft von Heranwachsenden leben und dass dieses Modell mit diesem Bildungsvorschlag aufrechterhalten wird.

Wir bewegen uns auf eine Gesellschaft zu, in der die Kluft zwischen Menschen, die zwei Arten von Bildung erhalten haben, immer größer wird. Auf der einen Seite wird es diejenigen geben, die sich für eine Bildung entscheiden, die durch harte Arbeit das Beste aus den jungen Menschen herausholt, die freie, autonome, erwachsene Menschen formt. Und auf der anderen Seite eine Bildung, die auf einer Gleichmacherei von unten nach oben basiert, die sie in ihrer Mittelmäßigkeit verharren lässt, was der Vorschlag unserer derzeitigen Verantwortlichen für diese Bildungsreform ist.

Es wird Schulen geben, die einen Antrag von Eltern annehmen, die sich für ihre Kinder anstrengen wollen, und andere, die von der Regierung mit ihren Inspektionsteams an der Spitze gezwungen werden, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, bei der alle den Kurs bestehen, bei der aber nichts passiert.

Bei Pedro Salinas kann ich mich nur daran erinnern, dass derjenige, der liebt, der gute Erzieher, sich nicht mit der Mittelmäßigkeit des geliebten Menschen zufrieden gibt, sondern will, dass er das Beste aus sich herausholt, auch wenn es ihn etwas kostet, auch wenn es weh tut.

Verzeihen Sie mir, dass ich so nach Ihnen gesucht habe
so unbeholfen, in dir
in Ihnen.

Verzeihen Sie mir manchmal den Schmerz.
Es ist nur so, dass ich die
aus dir dein bestes Ich zu machen.

Die, die Sie nicht gesehen haben und die ich sehe,
durch deine Tiefen zu schwimmen, mein Schatz.
Und nimm es
und sie so hoch halten, wie der Baum sie hat
der Baum hat das letzte Licht
die die Sonne gefunden hat.

Und dann
würde ihn suchen, von oben.
Um ihn zu erreichen
über dich klettern, weil ich dich liebe,
die nur deine Vergangenheit berühren
mit den rosafarbenen Spitzen deiner Füße,
dein ganzer Körper ist angespannt, bereits aufsteigend
von Ihnen an sich selbst.

Möge meine Liebe dann beantwortet werden durch
das neue Geschöpf, das Sie sind.

Pedro Salinas. La voz a ti debida. 1933

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