Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Die Kirche, ein Hindernis?

Wer die Kirche von außen betrachtet, als eine weitere menschliche Institution ohne Glauben an Christus, wird sie immer als "rückständig", als nicht mehr zeitgemäß, kurzum als Hindernis für den Genuss des Leibes und des Lebens betrachten.

Celso Morga

29 de März de 2023

Kirche St. Peter
Der Petersplatz und die Basilika (Unsplash / Xavier Coiffic)

Einige der Informationen, die die öffentliche Meinung über die Kirche erreichen, vermitteln ein problematisches, wenn nicht gar negatives Bild der Kirche: MissbrauchDas Neue, die Dissonanz mit den heutigen Anforderungen der Gesellschaft, der modernen Kultur, den aktuellen Trends und Lebensstilen. 

Aus dieser Perspektive erscheinen die Kirche und das Christentum im Allgemeinen als Hindernis, als Hindernis für den "Fortschritt". Es ist normal, dass Christen dieses soziale und kulturelle Umfeld spüren, das versucht, den christlichen Glauben zu verstecken, zu überlagern oder ihm gegenüber gleichgültig zu sein. 

Das darf uns nicht erschrecken, nicht beunruhigen, nicht beeindrucken und schon gar nicht dazu verleiten, unseren Glauben zu verstecken. In aller Einfachheit, ohne die Ruhe zu verlieren, müssen wir in allen Umgebungen, in denen sich unser Leben als Christen entfaltet, nach dem leben, was wir glauben. Der Herr hat uns bereits gewarnt, dass es Widerstände geben würde, dass der christliche Glaube nicht immer mit Frieden angenommen werden würde. Was nicht passieren darf, ist, dass wir uns zurückziehen, dass wir Komplexe haben oder dass wir unser Christsein verbergen. 

Sie greift zum Beispiel die Zölibat oder die christliche Lehre über die menschliche Sexualität oder die Rolle der Frau in der Kirche, aber letztlich ist es der christliche Glaube, der auf dem Spiel steht und angegriffen wird. Diejenigen, die die Kirche von außen beurteilen, als eine weitere menschliche Institution ohne Glauben an Christus, werden sie immer als "rückständig", nicht auf der Höhe der Zeit, kurz gesagt, als ein Hindernis für den Genuss des Leibes und des Lebens betrachten. 

Wir stehen an der Schwelle zur Karwoche, und die Kirche wird einmal mehr das Kreuz Christi als Quelle des Heils, des Glücks und des Lebens verkünden. Dies ist das Paradoxon des Christentums. Wer die Kraft des eigenen Verlangens, autonom und individualistisch, als einzigen Weg zum Glück wählt, braucht weder Gott noch eine Erlösung, noch eine Vermittlung zwischen Gott und Mensch. Aber diese Wahl, wenn man sie auf die Spitze treibt, lässt den Menschen allein und unterwirft ihn seinem Verlangen, das letztlich "sein Gott" ist. Für diejenigen, die diese Wahl treffen, ist Christus überflüssig, die Kirche ist überflüssig und die Priesterschaftweil der ewige Wert der Person zunichte gemacht wird.

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