Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Erwachen zu Gott. Zweiter Sonntag in der Fastenzeit (C)

Joseph Evans kommentiert die Lesungen für den zweiten Fastensonntag (C) am 16. März 2025.

Joseph Evans

13 de März de 2025

Der Schlaf spielt eine wichtige Rolle in den beiden großen Episoden der heutigen Lesungen. Im Evangelium erblicken Petrus, Jakobus und Johannes nach einer Zeit des Schlafes die göttliche Herrlichkeit Christi bei der Verklärung. Und in der ersten Lesung, kurz bevor Gott einen Bund mit Abraham schließt, wird uns gesagt, dass "ein tiefer Schlaf [le] eingedrungen".. Es scheint, als ob die göttliche Herrlichkeit in unserem schwachen und gefallenen menschlichen Zustand mehr ist, als wir ertragen können. So wie unser Körper unter extremen Bedingungen zu versagen beginnt, so scheint auch unsere Seele zu versagen. scheitern in der Gegenwart der göttlichen Macht. Kein Wunder also, dass wir eine besondere Gnade, die Erhöhung unserer Natur, brauchen, um das selige Bild im Himmel zu genießen.

Das Evangelium sagt: "Petrus und seine Gefährten schliefen ein, aber sie wachten auf und sahen seine Herrlichkeit und die beiden Männer, die bei ihm waren".. Die Fastenzeit verlangt auch, dass wir zu Gott aufwachen, dass wir aus unserer Trägheit aufwachen, um seine Herrlichkeit besser zu sehen. Diese Herrlichkeit ist so herrlich, dass Petrus fast im Delirium zu sein scheint und zu Jesus sagt ("Ich wusste nicht, was ich sagte".), ihr Wunsch, die Erfahrung zu verlängern.

Die zweite Lesung spricht ebenfalls von Herrlichkeit und stellt zwei mögliche Formen der Herrlichkeit gegenüber: eine irdische, schlechte Herrlichkeit, die derer, die sich in ihrer Schande rühmen und eine "ihr Gott, der Schoß"und die wahre Herrlichkeit des Himmels, wo Jesus "wird unseren niedrigen Leib nach dem Muster seines herrlichen Leibes umgestalten".. Wir mögen unserem Körper frönen und schändliche Vergnügungen und Berühmtheiten suchen, die uns in die Hölle führen werden: "Sein Verbleib ist ungewiss".. Oder wir können unseren Körper unterwerfen, besonders in der Fastenzeit, in der Hoffnung auf seine ewige Verherrlichung im Himmel. Selbstverliebtheit macht uns nur faul für die Dinge Gottes. Richtige Selbstverleugnung macht uns aufmerksamer für das Geistige.

Die heutige Lesung ermutigt uns also, aus der Lethargie der geistlichen Schläfrigkeit - wie oft sind wir in unserem Gebet schläfrig und abgelenkt - und aus der Trägheit der Selbstverliebtheit herauszukommen, um die Herrlichkeit Gottes zu erleben. Wir können sie auf der Erde erahnen, wie die drei Jünger auf dem Berg, aber der volle Genuss kommt erst im Himmel. Wie der heutige Psalm uns sagt: "Ich hoffe, die Freude des Herrn im Land des Lebens zu genießen".

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