Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Weder lauwarm noch fanatisch. Sechster Sonntag der Osterzeit (C)

Joseph Evans kommentiert die Lesungen für den Sechsten Sonntag der Osterzeit (C) am 25. Mai 2025.

Joseph Evans

22 de Mai de 2025

Der Heilige Geist wirkt in der Kirche auf vielfältige Weise. Er leitet die Kirche in alle Wahrheit (Joh 16,13), aber, wie wir im heutigen Evangelium sehen, "erinnert" er die Kirche auch an die Worte Christi: "Der Paraklet, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe..

Dieses Gedenken an Jesus wirkt auf zweierlei Weise: Es erinnert uns daran, wie anspruchsvoll sein Ruf ist (z. B. Mt 16,24; 19,21), aber auch daran, wie verständlich er ist. Gottes Gegenwart in unseren Seelen - "Wir werden zu ihm kommen und uns bei ihm niederlassen".- ist beunruhigend und tröstlich zugleich: "Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und lasse sich nicht beunruhigen".. Die Botschaft des Evangeliums ist ebenso weit von Fanatismus wie von Lauheit entfernt.

Und diese ruhige und ausgewogene Haltung Jesu wird in der heutigen ersten Lesung in einer historischen Entscheidung der frühen Kirche deutlich, die sowohl radikal als auch vernünftig war. Einige Konvertiten vom Judentum zum Christentum hatten "gestört". Konvertiten aus dem Heidentum, indem sie darauf bestanden, dass sie sich beschneiden lassen und alle rituellen Praktiken des jüdischen Gesetzes übernehmen mussten. In gewissem Sinne mussten sie Juden sein, um Christen zu sein, behaupteten diese Leute. Aber die Apostel trafen sich und erörterten diese Frage und erließen ein wichtiges Dekret. Zunächst einmal stellten sie klar, dass diejenigen, die "Sie haben euch mit ihren Worten aufgewühlt und euren Geist beunruhigt". hatte kein Mandat von ihnen: "ohne unseren Auftrag". dies zu tun. Und dann verkünden sie ihre Entscheidung, die einen klaren Bruch mit dem Judentum darstellt (in diesem sehr radikalen Sinne), während sie gleichzeitig einige Überzeugungen respektieren, die Judenchristen zutiefst empfunden hätten: die Ablehnung des Götzendienstes, des Verzehrs von Tierblut und erwürgten Tieren sowie der sexuellen Unmoral. Der erste und der letzte Punkt liegen auf der Hand, die beiden mittleren waren eher jüdische Ernährungsvorstellungen jener Zeit, die die Apostel respektierten (so glaubten die Juden beispielsweise, dass das Leben eines Lebewesens in seinem Blut enthalten ist, so dass der Verzehr des Blutes eines Tieres in gewisser Weise als Versuch angesehen wurde, Macht über sein Leben zu erlangen, die eigentlich nur Gott hat). Die Entscheidung war also letztlich ein vernünftiger Kompromiss, der die grundlegende moralische Lehre bekräftigte und gleichzeitig die Anliegen der Zeit respektierte. Dies ist immer der Ansatz der Kirche: Sich an Christus zu "erinnern" bedeutet, sowohl radikal als auch vernünftig zu sein, indem man ewige und unveränderliche Werte bekräftigt, aber auch für kontingente Werte empfänglich ist.

El milagro de la nieve

El «milagro de la nieve» que hoy recuerda Santa María la Mayor

Teresa Aguado Peña

Papst Mariä Himmelfahrt Jungfrau Castelgandolfo

Der Papst besingt in Mariä Himmelfahrt die Liebe und die Reinheit der Seele.

Redaktion Omnes

Eclipse

María, el eclipse y la ceguera de amor

Antonio Moreno

Merydemaría

MerydeMaria, joyas católicas de una joven emprendedora: «La Virgen María es la protagonista absoluta»

Teresa Aguado Peña

Coronación de la Virgen

El día que el Cielo se quedó sin aliento

Paloma López Campos

El verdadero Rey. Cristo Rey (C)

Joseph Evans

Las pruebas de cada día. Domingo XXXIII del tiempo ordinario (C)

Joseph Evans

Celebrar al obispo de Roma. Dedicación a la basílica de Letrán (C)

Joseph Evans

Die Existenz des Fegefeuers. Allerseelenfest (C)

Joseph Evans

“Plan de estudios” para la santidad. Todos los Santos (C)

Joseph Evans