Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Lesungen für das Hochfest der Himmelfahrt des Herrn

Andrea Mardegan kommentiert die Lesungen zur Himmelfahrt des Herrn und Luis Herrera hält eine kurze Videopredigt. 

Andrea Mardegan

12 de Mai de 2021

Die Himmelfahrtserzählung in der Apostelgeschichte beginnt mit einer vertrauten Szene: Jesus sitzt mit den Aposteln bei Tisch. Der Autor ist Lukas, der in seinem Evangelium die Erscheinungen des auferstandenen Jesus immer mit dem Tisch in Verbindung bringt. Die beiden in Emmaus erkennen ihn am Tisch, als er das Brot bricht; dann, im Obergemach, liegt der entscheidende Beweis für die Jünger in der Portion gebratenen Fischs, die er vor ihnen isst. Und auch hier, am Tisch sitzend, ein Zeichen von Gemeinschaft und familiärer Normalität. Er gibt ihnen genaue Anweisungen: Sie sollen dort bleiben, bis sie die Taufe aus der Höhe empfangen. Sie versuchen, zur rechten Zeit zu kommen, aber es gelingt ihnen nicht: Sie fragen ihn, wann er das Reich Israel wieder aufbauen wird, und merken nicht, dass dies eine Aussicht ist, die es in den letzten drei Jahren nie gab, geschweige denn jetzt. 

Jesus übergeht die Bemerkung geduldig und vertraut darauf, dass der Heilige Geist sie erleuchtet, aber er leitet sie an: Ihr sollt meine Zeugen sein, von Jerusalem bis ans Ende der Welt. Zeugnis ablegen scheint wenig zu sein, aber es ist viel. Der Zeuge riskiert sein Leben. Jesus ist derjenige, der dann das Mehr geben wird. 

Als er verschwindet und in den Himmel aufsteigt, bleiben sie wach: Die Engel, obwohl Experten im Himmel, geben nicht vor, geistlich zu sein, sie sagen ihnen, dass sie in den Dingen der Erde sein müssen, sich dem Zeugnis widmen und die Welt mit der Botschaft Christi erfüllen. Hört nicht auf, zum Himmel aufzuschauen! Sie kehren nach Jerusalem zurück, um durch den Heiligen Geist gestärkt zu werden. Johannes Paul II. predigte bei einer Himmelfahrtsmesse: "Sein Herabsteigen ist unabdingbar, das innere Eingreifen seiner Macht ist unabdingbar. Ihr habt nicht mit euren Ohren auf die Worte von Jesus von Nazareth gehört. Ihr seid ihm nicht durch die Straßen von Galiläa und Judäa gefolgt. Sie haben ihn nach der Auferstehung nicht auferstehen sehen. Ihr habt ihn nicht in den Himmel auffahren sehen. Doch ... ihr müsst Zeugen sein für Christus, gekreuzigt und auferstandenZeugen dessen, der 'zur Rechten des Vaters sitzt'...". 

In der Kraft des Heiligen Geistes können wir den universellen Auftrag erfüllen: "Geht in die ganze Welt und verkündet das Evangelium jeder Kreatur". Die Verheißungen in den Worten Jesu für diejenigen, die glauben, sind voller Optimismus: "Diese Zeichen werden die begleiten, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Zungen reden, sie werden Schlangen in ihre Hand nehmen, und wenn sie Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden, sie werden den Kranken die Hände auflegen, und sie werden geheilt werden".. 

Haben wir nicht vielleicht im Laufe der Jahrhunderte die Bedeutung dieser Worte geschmälert? Der Geringste im Himmelreich ist größer als Johannes der Täufer, sagte Jesus. Machen wir uns, indem wir auf Jesus hören, die unermessliche Würde unserer christlichen Berufung bewusst. 

Predigt zu den Lesungen von Christi Himmelfahrt

Der Priester Luis Herrera Campo bietet seine nanomiliaeine kurze, einminütige Reflexion zu diesen Lesungen.

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bibel

Der Blick Jesu auf unser "Heute". 31. Sonntag in der gewöhnlichen Zeit (C)

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