Vier Frauen treten zurück, um weiterhin am Synodalweg teilzunehmen

Die vier Delegierten wollen nicht mitverantwortlich sein für das Abdriften des synodalen Weges, der die Lehre der Kirche in Frage gestellt und die Warnungen des Vatikans und des Papstes selbst ignoriert hat.

Bild von José M. García Pelegrín

José M. García Pelegrín

22 de Februar de 2023

2 min de lectura
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In einem offenen Brief, der in der Tageszeitung Die Welt, Katharina Westerhorstmann, Professorin für Theologie, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Marianne Schlosser sowie die Journalistin Dorothea Schmidt - die sich schon bei früheren Versammlungen besonders kritisch über das Abdriften des Synodalweges geäußert hatten - erklären die Gründe für ihren Rücktritt als berufene Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz auf der Der Synodale WegDas Ziel der Der Synodale Weg war es, das Thema sexueller Missbrauch. Im Laufe der Arbeit dieses Prozesses wurden jedoch zentrale katholische Lehren und Überzeugungen in Frage gestellt. Wir sehen uns nicht in der Lage, diesen Weg fortzusetzen, der unseres Erachtens in die Kirche in Deutschland sich mehr und mehr von der Weltkirche zu distanzieren".

Sie haben daher beschlossen, an der fünften und letzten Vollversammlung, die vom 9. bis 11. März stattfinden wird, nicht teilzunehmen. Die Teilnahme an einem Prozess, "bei dem die wiederholten Interventionen und Klarstellungen der vatikanischen Behörden und des Papstes selbst ignoriert wurden", würde für sie bedeuten, die Verantwortung für die Isolierung der Kirche in Deutschland gegenüber der Weltkirche zu übernehmen.

Die Unterzeichner verweisen auf "Entscheidungen der letzten drei Jahre, die wesentliche Grundlagen der katholischen Theologie, Anthropologie und kirchlichen Praxis nicht nur in Frage gestellt, sondern neu formuliert und in einigen Fällen völlig neu definiert haben".

Sie beklagen auch, dass in den Sitzungen der Der Synodale Weg "schwerwiegende Einwände zugunsten der derzeit geltenden kirchlichen Lehre nicht berücksichtigt wurden". Besonders beunruhigt sind sie über "die Art und Weise, wie der Antrag auf geheime Abstimmung während der letzten Synodenversammlung abgelehnt wurde und die Ergebnisse der namentlichen Abstimmung im Internet veröffentlicht wurden".

Als letzten Grund für diese Entscheidung führen sie "die Tatsache an, dass Der letzte Brief Romsvom 16. Januar 2023, unterzeichnet von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und den Kardinälen Luis Ladaria und Marc Ouellet, ist den Mitgliedern der Synodenversammlung noch nicht übermittelt oder direkt zur Kenntnis gebracht worden".

Es handelt sich um ein Schreiben, das "ausdrücklich vom Papst selbst gebilligt wurde und daher rechtsverbindlich ist", und das sich auf ein zentrales Ziel der Synodaler Weg, die Schaffung der sogenannten Synodalrat. Obwohl der Brief des Vatikans ausdrücklich feststellte, dass der Synodalweg nicht die Kompetenz hat, einen Synodalrat zu gründen, wurde in der Tagesordnung der Fünften Versammlung die Einrichtung einer Synodalkommission festgehalten, "deren erklärtes Ziel nichts anderes ist als die Konstituierung des Synodalrats".

In dem offenen Brief der vier Delegierten heißt es weiter, dass dies kein Einzelfall sei, sondern dass auch andere Delegierte ignoriert worden seien. Roms Interventionen, die sie in ihrem Schriftsatz auflisten. Sie haben daher Zweifel an der Behauptung, dass die Entscheidungen des Synodalweges "innerhalb der Ordnung der katholischen Universalkirche bleiben und das Kirchenrecht respektieren werden".

Der Brief der vier Frauen schließt mit dem Hinweis auf "die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Erneuerung der Kirche, die auch strukturell relevant ist"; eine solche Erneuerung sei aber nur möglich, "wenn man durch Raum und Zeit in der kirchlichen Gemeinschaft bleibt und nicht mit ihr bricht".

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