Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Identität und Zuhören, um in der Gesellschaft wieder relevant zu werden

300 kirchliche Kommunikatoren treffen sich vom 2. bis 4. Mai zu einem Seminar in Rom, das von der Universität vom Heiligen Kreuz organisiert wird.

Loreto Rios

23. April 2023

Rom-Seminar
Poster des Seminars "Relevanz und Zuhören".

Zum dreizehnten Mal in Folge treffen sich vom 2. bis 4. Mai rund 300 institutionelle Kommunikatoren aus Dutzenden von Diözesen in aller Welt (Kommunikationsleiter, Sprecher der Bischofskonferenzen und Bischöfe, Akademiker und Journalisten) in Rom zu einem Fachseminar, das dem Thema Relevanz, Identität und Zuhören gewidmet ist, d.h. wie man "...kommuniziert und kommuniziert".Vermittlung der christlichen Botschaft in der Vielfalt der zeitgenössischen Stimmen".

Die Initiative wird von der Fakultät für institutionelle Kommunikation der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz organisiert und ist einer der Schwerpunkte ihres Ausbildungsprogramms, das seit der Gründung der Schule vor 26 Jahren alle zwei Jahre wiederholt wird.

Die Idee, die diesjährige berufliche Reflexion dem Kontext zu widmen, in dem wir leben und der durch eine Vielzahl von Stimmen gekennzeichnet ist, die die Möglichkeit haben, sich frei zu äußern, entspringt dem Bewusstsein, dass diese Dynamik nicht nur die Möglichkeiten des Dialogs bereichert, sondern oft auch Verwirrungen und Spannungen hervorruft, die es zu bewältigen gilt.

Ausweitung der Debatte

"Neben der Fülle an Informationen gibt es eine öffentliche Agenda, in der oft bestimmte Themen aufgedrängt werden, die wie schwarze Löcher andere, für den Einzelnen und die Gesellschaft ebenso grundlegende Themen verdrängen, bei denen die Kirche das Gespräch bereichern könnte", erklärt Professor José María La Porte, Mitglied des Organisationskomitees des Seminars.

In diesem Zusammenhang haben die Kommunikationsbüros der Kirche die schwierige Aufgabe, "die Debatte zu erweitern, um nicht in vorgefassten Meinungen gefangen zu sein", die sie oft daran hindern, die Themen in ihrer ganzen Breite zu behandeln.

Das Hauptreferat wird von La Porte, Professor für Grundlagen der institutionellen Kommunikation an der Universität vom Heiligen Kreuz, gehalten; seine Rede wird als Rahmen für das gesamte Seminar dienen: "Wiedergeburt der eigenen Identität in einem säkularisierten Kontext".

Die Wiederentdeckung der Identität

Gerade die Wiederentdeckung der Identität ermöglicht es den Kommunikatoren, das Wesentliche ihrer Botschaft wiederzuentdecken und so ihren Auftrag, zum Wohl der Welt beizutragen, ebenso fruchtbar zu machen wie andere soziale Akteure.

Das Seminar umfasst mehrere Podiumsdiskussionen mit Fachleuten, die sich mit Themen wie der Überwindung der Polarisierung, der Wertschätzung von Mitarbeitern und Freiwilligen und der Verknüpfung der eigenen Identität mit dem von Ihnen angebotenen Kommunikationsdienst befassen.

Fallstudien werden sich auch mit der Bewältigung institutioneller Krisen, der Fähigkeit zum Zuhören, den Beziehungen zu Journalisten, dem Management von Großveranstaltungen und der Relevanz der sozialen Medien befassen.

Audienz bei Papst Franziskus

Am Mittwoch, den 3. Mai, werden die Seminarteilnehmer auf dem Petersplatz zu einer Generalaudienz mit Papst Franziskus zusammenkommen, an die sich unmittelbar ein Treffen mit den Leitern des Dikasteriums für Kommunikation anschließt.

Während des Seminars wird auch der berühmten amerikanischen Filmreihe "..." Raum gegeben.Die Auserwählten", das sich um das Leben von Jesus von Nazareth dreht. Executive Producer und CEO Derral Eves wird anwesend sein und erklären, wie er dieses "Abenteuer", das durch Crowdfunding unterstützt wird, begonnen hat.

Die Initiative ergreifen

Mit Spannung erwartet werden auch die Vorträge von Professor Gema Bellido (University of the Holy Cross) zum Thema "kontextuelle Intelligenz", d. h. die Fähigkeit, Themen und Perspektiven zu erkennen, die sich in der Gesellschaft abzeichnen und zu denen ein relevanter Beitrag geleistet werden sollte.

In diesem Sinne wird Jim Macnamara von der Technischen Universität seine Sichtweise darüber darlegen, wie man die Herausforderung, eine "zuhörende Organisation" zu sein, meistern kann.

Schließlich wird Juan Manuel Mora, Direktor des Zentrums für Universitätsverwaltung und Reputation an der Universität Navarra und Vizekanzler für Kommunikation an der Universität vom Heiligen Kreuz, die Veranstaltung mit einem Bericht darüber abschließen, wie man "die Initiative ergreifen kann, um relevant zu sein".

Kurzum, eine Fülle von Themen, die einmal mehr den Wunsch in den Mittelpunkt stellen, mit Leidenschaft zu kommunizieren und der Kirche und der Welt zu dienen.

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