Papst Franziskus denkt über "zuversichtliche Erwartung" nach

In seiner Angelus-Meditation sprach Papst Franziskus über die Geduld des Herrn mit den Gläubigen und griff dabei auf das Gleichnis vom Samenkorn im Evangelium zurück.

Bild von Paloma López Campos

16 de Juni de 2024

2 min de lectura
Papst Franziskus

Papst Franziskus spricht am 12. Juni 2024 zu den Gläubigen auf dem Petersplatz (CNS Photo / Lola Gomez)

In seiner Meditation über die AngelusPapst Franziskus hat über die "zuversichtliche Erwartung" nachgedacht und dabei das Gleichnis von der Saat des Evangelium des Tages.

Wie ein Sämann, so der Papst, "legt der Herr in uns die Saat seines Wortes und seiner Gnade ab, gute und reiche Saat, und dann wartet er geduldig, ohne aufzuhören, uns zu begleiten". Während dieser Zeit "wacht der Herr weiterhin mit dem Vertrauen eines Vaters über uns". Gleichzeitig wartet er, weil er "geduldig" ist, "dass die Saat aufgeht, wächst und sich entwickelt, bis sie die Frucht der guten Werke trägt".

Gleichzeitig, so Franziskus, "gibt uns der Herr ein Beispiel: Er lehrt uns auch, das Evangelium mit Zuversicht zu säen, wo immer wir sind, und darauf zu hoffen, dass die Saat, die wir gesät haben, aufgeht und in uns und in den anderen Früchte trägt".

In diesem Sinne versicherte der Papst, dass sehr oft, "jenseits des Anscheins, das Wunder bereits im Gange ist und zu gegebener Zeit reiche Früchte tragen wird".

Wie üblich schloss der Heilige Vater seine Überlegungen mit einigen Fragen für das persönliche Gebet: "Lasse ich zu, dass das Wort Gottes in mir sät, säe ich meinerseits das Wort Gottes mit Vertrauen in die Umgebungen, in denen ich lebe, bin ich geduldig im Warten oder bin ich entmutigt, weil ich die Ergebnisse nicht sofort sehe? Und vertraue ich alles gelassen dem Herrn an, während ich gleichzeitig mein Bestes tue, um das Evangelium zu verkünden?

Papst Franziskus unterstreicht die Notwendigkeit des Friedens

Nach dem Angelusgebet bat der Bischof von Rom um einen Applaus für den neuen Seligen "Michele Rapaz, Priester und Märtyrer, Hirte nach dem Herzen Christi, treuer und großherziger Zeuge des Evangeliums, der sowohl die Verfolgung durch die Nazis als auch durch die Sowjets erlebt hat".

Der Papst rief erneut zum Frieden auf und erinnerte an die "Zusammenstöße und Massaker, die im Westen der Demokratischen Republik Kongo stattgefunden haben". Er erwähnte auch die Konflikte in der Ukraine, im Heiligen Land, im Sudan, in Myanmar und "an allen Orten, wo die Menschen unter dem Krieg leiden".

Schließlich richtete der Papst Grüße an alle "Römer und Pilger". Unter den Anwesenden auf dem Petersplatz waren unter anderem "Gläubige aus dem Libanon, Ägypten und Spanien", aus England, Polen, Carini, Catania, Syrakus und Padua.

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