Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Papst erklärt den Namen von Leo XIV. für die Revolution der künstlichen Intelligenz

Bei seinem ersten offiziellen Treffen mit dem Kardinalskollegium würdigte Papst Leo XIV. seinen Vorgänger und erläuterte die aktuellen Herausforderungen für die Kirche.

Javier García Herrería

10 de Mai de 2025

Löwe xiv IA
©CNS photo/Vatican Media

Heute Morgen traf Papst Leo XIV. zum ersten Mal offiziell mit dem Kardinalskollegium zusammen. Die Audienz begann mit einem gemeinsamen Gebet auf Latein, dem Pater noster y Ave Maria. In seiner Ansprache bedankte sich der Heilige Vater für die Begleitung der Kardinäle in einem schmerzhaften, aber gnadenreichen Moment des Übergangs. "Der Herr, der mir diese Aufgabe anvertraut hat, lässt mich mit der Last dieser Verantwortung nicht allein", sagte er und betonte den Wert der kirchlichen Gemeinschaft.

In seiner Würdigung seines Vorgängers verwies Leo XIV. auf die Figur des Franziskus als Beispiel für Hingabe und Einfachheit: "Die Beispiele vieler meiner Vorgänger, wie Papst Franziskus selbst, mit seinem Stil der totalen Hingabe an den Dienst und der nüchternen Wesentlichkeit des Lebens, haben dies gut gezeigt".

Der neue Papst schlug vor, das jüngste Konklave und den Tod von Franziskus als einen österlichen Moment zu betrachten, "eine Etappe in dem langen Exodus, durch den der Herr uns weiterhin zur Fülle des Lebens führt".

Bekenntnis zum Zweiten Vatikanischen Konzil

Im Mittelpunkt seiner Rede bekräftigte Leo XIV. sein Festhalten an dem vom Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleiteten Weg der kirchlichen Erneuerung und zitierte die Evangelii gaudium von Franziskus als Leitfaden für diese Phase.

Er wies insbesondere auf die Bedeutung des Primats Christi, der missionarischen Bekehrung, der Kollegialität und Synodalität sowie des Dialogs mit der heutigen Welt hin.

Erläuterung des Namens

In einer bedeutsamen Geste enthüllte er den Grund für die Wahl seines Pontifikalnamens: "Gerade weil ich mich berufen fühlte, diesen Weg zu gehen, habe ich daran gedacht, den Namen Leo XIV. anzunehmen. Es gibt mehrere Gründe, aber der wichtigste ist, dass Papst Leo XIII. mit der historischen Enzyklika Rerum novarumDie Kirche bietet heute allen ihr Erbe der Soziallehre an, um auf eine weitere industrielle Revolution und auf die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz zu reagieren, die neue Herausforderungen für die Verteidigung der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Arbeit mit sich bringen".

Papst Leo XIV. macht deutlich, dass sein Pontifikat den großen technologischen und sozialen Veränderungen unserer Zeit, insbesondere denjenigen, die mit den globalen Auswirkungen der Technologie verbunden sind, Aufmerksamkeit schenken wird.

Ein Wunsch für die Welt

Zum Abschluss seiner Botschaft, Leo XIV. Er erinnerte an die Worte des heiligen Paul VI., die im Saal wie ein universeller Appell widerhallten: "Möge eine große Flamme des Glaubens und der Liebe die ganze Welt erfüllen und alle Menschen guten Willens erleuchten".

Ein Wunsch, der sich in Gebet und konkretes Engagement verwandeln müsse: "Mögen dies auch unsere Gefühle sein, und mögen wir sie mit der Hilfe des Herrn in Gebet und Engagement umsetzen".

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