Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

"Menschenrechte hängen nicht von Quoten ab".

Francisca Pérez-Madrid, Professorin für Staatskirchenrecht, vertritt die Auffassung, dass ein Vergleich der Leitlinien für religiöse Verfolgung mit den Leitlinien für die Verfolgung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Identität eine gewisse Ungleichheit der Grundsätze zeigt.

Maria José Atienza

31 de Januar de 2022

Francisca Pérez-Madrid

Francisca Pérez-Madrid, Professorin für Staatskirchenrecht an der Universität Barcelona, entwickelte diese Idee in ihrem Vortrag "El asilo en los supuestos de persecución religiosa y en los de orientación sexual. Ein Vergleich".

Die Konferenz stand im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die von der Fakultät für Kirchenrecht der Universität von Navarra anlässlich des Festes des Heiligen Raymond von Peñafort organisiert wurden.

Er wies darauf hin, dass es derzeit 70 Millionen gewaltsam vertriebene Menschen in der Welt gibt, von denen nur 3,5 Millionen Asyl beantragen. Eine Tatsache, die man sich vor Augen halten sollte: Die Zahl der verfolgten Christen liegt weltweit bei über 300 Millionen.

In diesem Sinne verteidigte der Professor für Staatskirchenrecht die Notwendigkeit, die Leitlinien des Hohen Kommissars für religiöse Verfolgung und die Leitlinien für Verfolgung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Identität zu überarbeiten und zu aktualisieren, da "letztere mit einer breiteren und flexibleren Perspektive die prekäre Situation des Antragstellers berücksichtigen und von den Behörden eine proaktive Sichtweise bei der Bewertung der faktischen Voraussetzungen verlangen. Im Gegensatz dazu gehen die Leitlinien zur religiösen Verfolgung von einer gewissen Unwahrscheinlichkeitsvermutung gegenüber möglichen Ansprüchen aus.

Für Francisca Pérez-Madrid ist es daher notwendig, die Überlegungen der akademischen Literatur, rechtswissenschaftliche Beiträge und eine personenzentrierte Perspektive einzubeziehen, um eine "Differenzierung des Niveaus des internationalen Schutzes in Abhängigkeit vom Verfolgungsmotiv" zu vermeiden.

"Die Menschenrechte hängen nicht von Zahlen oder Quoten ab", verteidigte Francisca Pérez-Madrid, "wir alle haben das Recht auf Freiheit, auf Sicherheit und natürlich auf Religionsfreiheit.

Außerdem ist Francisca Pérez-Madrid der Ansicht, dass dies den wirksamen Schutz jedes Menschen gewährleisten würde, dessen Leben, Freiheit und Sicherheit bedroht sind. "Die Haltung des Aufnahmestaates gegenüber dem Antragsteller sollte nicht misstrauisch, sondern proaktiv sein, und es sollten gleiche Standards gelten, um Willkür bei der Prüfung der Schwere der Verfolgung zu vermeiden. Es kommt darauf an, die Gefährdung dieser Personen individuell zu bewerten und zu sehen, in welcher Situation sie sich befinden", argumentierte er.

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