Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Beginn des Jubiläums 2025: Eine Kirche mit offenen Türen und hoffnungsvollen Aussichten

Papst Franziskus hat das Jubiläumsjahr der Hoffnung mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom eröffnet, in einer Zeremonie, die eine Zusammenfassung und ein Höhepunkt seines Pontifikats war.

Maria Candela Temes

26 de Dezember de 2024

Am 24. um 19 Uhr römischer Zeit hat Papst Franziskus eine neue Jubiläumsjahrmit dem Ritus der Öffnung der Heiligen Pforte im Atrium des Petersdoms.

Es war eine Zeremonie von großer liturgischer Schönheit und voller Symbolik, die der Feier der Heiligen Messe zur Geburt des Herrn in der Vatikanbasilika vorausging.

Der Anruf Jubiläum der Hoffnung die die Kirche gerade gestartet hat, läuft bis zum 6. Januar 2026.

Gedenken an das Jubiläumsjahr 2000

Im Atrium der imposanten Kirche, vor einer von Blumen umgebenen Tür, vollzog der Papst einen Ritus, der seit 600 Jahren zelebriert wird, seit Martin V. das erste Mal die Tür der Lateranbasilika öffnete.

Unweigerlich kam die Erinnerung an die Geschehnisse vor einem Vierteljahrhundert zurück, als Johannes Paul II. Er schritt durch die Tür von St. Peter, eingehüllt in einen bunten Regenumhang, der an die zweitausend Jahre der Erlösung erinnerte.

Der Papst an der Schwelle der Heiligen Pforte des Petersdoms, nachdem er sie geöffnet und das Jubiläum 2025 eingeweiht hat. (Foto CNS/Vatican Media)

Die gleiche müde und betende Geste des polnischen Papstes an diesem Abend war auch bei Franziskus zu sehen, der ein einfaches weißes Gewand trug und aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustands in einem Rollstuhl saß.

Mit 88 Jahren und mehr als einem Jahrzehnt im Petrusamt hatte es eine besondere Aussagekraft, ihn durch die heilige Pforte gehen zu sehen, denn wir wurden Zeugen eines Bildes, das das Lehramt, mit dem er die Kirche seit elf Jahren leitet, zusammenfasst.

Bereits im Apostolische Ermahnung Evangelii Gaudiumdas programmatische Schreiben seines Pontifikats, das im November 2013 veröffentlicht wurde, sprach von seinem Wunsch nach "einer Kirche mit offenen Türen".

Eine andere Formulierung, "in der Kirche ist Platz für alle", war die Leitmotiv seiner Predigten in den letzten Monaten, denn er wiederholte sie mit Nachdruck in der Weltjugendtag in Lissabon im August 2023. 

Der Erste, der die heilige Pforte durchschreitet

Diese Offenheit und Universalität waren während der gesamten Zeremonie zu spüren. Nach dem Papst traten 54 Gläubige aus fünf Kontinenten - einige aus Ländern wie Ägypten, Eritrea, Vietnam, Samoa oder Papua-Neuguinea - durch die heilige Pforte.

Das Gebet der Gläubigen in der Messe begann mit einer Bitte in chinesischer Sprache und enthielt, nicht zufällig, auch eine Bitte in arabischer Sprache, in der um Frieden gebeten wurde.

Die Opfergaben wurden von Menschen getragen, die ihre regionale Kleidung trugen: asiatische, arabische und afrikanische Kostüme, die Federn und Decken eines amerikanischen Indianers und die typische Kleidung der argentinischen Gauchos.

In einem anderen Moment brachten Kinder aus verschiedenen Ländern dem Kindergott ein Blumenopfer.

Kinder aus 10 Nationen bringen Blumen zu einer Statue des Jesuskindes vor dem Altar in der Christmette (CNS Photo/Lola Gomez)

Ein Pontifikat der Hoffnung

Die Feier am Heiligen Abend war der Höhepunkt eines Pontifikats, das die zentrale Bedeutung der Barmherzigkeit im Leben der Kirche unterstrichen hat.

Wir sahen einen im Gebet versunkenen, erschöpften Papst, der unterstützt wurde, durch eine Tür zu gehen, die die Versöhnung mit Gott und vor allem Jesus Christus symbolisiert, der sich selbst zur "Tür der Schafe" erklärt hat. 

Franziskus selbst verkörpert die Hoffnung, die die Kirche ihren Kindern in diesem Heiligen Jahr predigt. Diese theologische Tugend war das Thema seiner Predigt in der MesseBrüder und Schwestern, dies ist das Jubiläum, dies ist die Zeit der Hoffnung. Es lädt uns ein, die Freude an der Begegnung mit dem Herrn neu zu entdecken, es ruft uns zur geistlichen Erneuerung auf und verpflichtet uns zur Umgestaltung der Welt, damit dies wirklich eine Zeit des Jubiläums wird". In einer Welt, die von Krieg und Schmerz gezeichnet ist, hat der Papst, der aus dem neue Welt hinterlässt uns ein Vermächtnis der Hoffnung.

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