Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Caritas Spanien hilft bei der Bekämpfung des Menschenhandels in der Ukraine

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hat der Menschenhandel in diesem Land erheblich zugenommen. Als Reaktion auf diese Situation hat Caritas Spanien 214.000 Euro für ein Programm zur Bekämpfung dieser Geißel zur Verfügung gestellt.

Loreto Rios

2 de Juni de 2023

Ukrainer auf dem Petersplatz im Vatikan im März 2023 ©CNS photo/Vatican Media

Caritas hat in einer Erklärung berichtet, dass seit Beginn der russischen Invasion im Ukraine Bis Februar 2022 wurden "100.000 Minderjährige zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Arbeit, des Organhandels und der Zwangsrekrutierung nach Russland zwangsverschleppt". Darüber hinaus hat die sexuelle Gewalt in den besetzten Gebieten zugenommen.

Verstärkter Drogenhandel während des Krieges

In dieser Zeit hat Caritas Ukraine festgestellt, dass der Menschenhandel, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den Transitländern, sowie der sexuelle Missbrauch zugenommen haben.

"Die Überlebenden suchen nur selten Hilfe bei offiziellen Einrichtungen (Sozialdienste oder Polizei). Sie wenden sich in der Regel an soziale Organisationen wie die Caritas, da sowohl der Staat als auch die lokalen Behörden nicht über die Kapazitäten verfügen, um das Problem zu bewältigen und den Opfern umfassend zu helfen. Die meisten sozialen Organisationen konzentrieren sich ausschließlich auf den Bereich der Prävention, aber nicht auf die Bereitstellung von Wiedereingliederungsdiensten für Überlebende", erklärt Carmen Gómez de Barreda, Leiterin der Kampagne. Caritas mit der Ukraine.

Caritas Spanien hat daher 214.000 Euro für ein Programm zur Bekämpfung des Menschenhandels in der Ukraine bereitgestellt. Ziel dieses Programms ist es, so die Caritas in ihrer Pressemitteilung, "dieser Geißel vorzubeugen, die Opfer unter den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu identifizieren und ihnen Dienstleistungen für ihre soziale Wiedereingliederung anzubieten".

Psychologische und materielle Hilfe

"Die Caritas-Mitarbeiter wissen, wie sie die Opfer des Menschenhandels erkennen können. Zunächst helfen sie Binnenvertriebenen, Menschen, die von den Besatzern gefangen genommen wurden, zurückgekehrten Asylbewerbern, Arbeitsmigranten und traditionell gefährdeten Personen wie Jugendlichen, Arbeitslosen oder Menschen aus abgelegenen ländlichen Gebieten. Sobald diese Menschen registriert sind, wird ein Ad-hoc-Hilfe- und Wiedereingliederungsplan erstellt", erklärt Carmen Gómez de Barreda. 

Die Opfer und ihre Familien erhalten individuelle psychologische Hilfe sowie materielle, soziale, medizinische und rechtliche Unterstützung. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und soll jährlich 125 Menschen und ihren Familien helfen.

Dies ist nicht der erste Beitrag von Caritas Spanien für die Ukraine, da sie seit 2010 an verschiedenen Projekten im Land mitwirkt und seit Beginn der Invasion fünf Millionen Euro zur Deckung der durch den Krieg verursachten Bedürfnisse beigetragen hat.

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