Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

"Wir bekräftigen unsere Bereitschaft zum Dialog mit den Bildungsverwaltungen".

Alfonso Carrasco, Präsident der bischöflichen Kommission für Bildung und Kultur, und Raquel Pérez Sanjuán, Sekretärin derselben Kommission, stellten das Abschlussdokument des Forums "Auf dem Weg zu einem neuen Lehrplan für Religion" vor.

Maria José Atienza

22. April 2021

Religionslehrplan

Im Rahmen der Vollversammlung der spanischen Bischöfe hat die bischöfliche Kommission für Bildung und Kultur die Schlussfolgerungen des Forums "Auf dem Weg zu einem neuen Lehrplan für Religion" veröffentlicht, das vom 15. Februar bis zum 22. März in vier Sitzungen Religionslehrer, Diözesandelegierte und Erzieher zusammenbrachte.

Bischof Alfonso Carrasco hob hervor, wie gut dieses Forum von den Religionslehrern unseres Landes aufgenommen wurde, und wies darauf hin, dass "der Religionsunterricht bereit ist, zur Verbesserung der Bildung und der Gesellschaft im Allgemeinen beizutragen". Er betonte auch, dass der neue Lehrplan für dieses Fach einen "kreativen und proaktiven Religionsunterricht für die Herausforderungen von Schule und Gesellschaft im 21.

Bischof Carrasco Rouco bekräftigte den Wunsch nach einem Dialog "dieser bischöflichen Kommission für Bildung und Kultur mit den Bildungsverwaltungen". Hoffen wir, dass die noch nicht bekannten Entwicklungen des LOMLOE dem Religionsunterricht in den Schulen den nötigen Raum geben, damit er wirksam zur ganzheitlichen Bildung unserer Schüler und zur Verbesserung unseres Bildungssystems beitragen kann".

Wichtigste Schlussfolgerungen des Forums

Raquel Pérez Sanjuán war damit beauftragt, zwei Dokumente vorzustellen, die als Ergebnis des Forums "Auf dem Weg zu einem neuen Lehrplan für Religion" entstanden sind.

Die erste davon ist den folgenden Themen gewidmet TeilnehmerzahlenDie Website wurde von mehr als 16.000 Besuchern aufgerufen, und die meisten Religionslehrer haben sich beteiligt, vor allem aus dem öffentlichen Bildungswesen und der Primar- und Sekundarstufe. Die Zahlen umfassen mehr als 16.000 Besuche auf der Website und die mehrheitliche Beteiligung von Religionslehrern, insbesondere im öffentlichen Unterricht und in der Primar- und Sekundarstufe.

Das Dokument ZusammenfassungDies erforderte eine gewissenhafte Arbeit der Synthese aller Quellen der Beteiligung an diesem Forum, das Lesen des eingegangenen Materials und das Anhören jeder Sitzung, um aus jeder die wichtigsten und wiederkehrenden Fragen zu extrahieren, die in jeder von ihnen zum Ausdruck gebracht wurden, wie Raquel Pérez Sanjuán hervorhob.

Das Sekretariat der Fachkommission hat die zehn wichtigsten Punkte der Schlussfolgerungen aufgelistet

  1. Eine Kirche, die sich für die zentrale Stellung des Menschen in der Bildung einsetzt: Die Schlussfolgerungen dieses Forums über den neuen Lehrplan für katholische Religion müssen vor allem unterstreichen, dass der kirchliche Rahmen unserer Zeit berücksichtigt wurde.
  2. Der Europäische Bildungsraum und das wachsende Anliegen der Humanisierung: Das Programm des Forums hat den internationalen Rahmen für die Bildung verantwortungsbewusst aufgegriffen.
  3. LOMLOE: ein neuer pädagogischer Rahmen für Lehrpläne in allen Bereichen und Fächern: Das Programm des Forums hat von Anfang an die pädagogischen Neuerungen des LOMLOE-Rahmenlehrplans berücksichtigt. Der neue Lehrplan für katholische Religion muss in Übereinstimmung mit dem pädagogischen Rahmen des LOMLOE gestaltet werden, d.h. in Bezug auf die Kompetenzen und die Deskriptoren in den von den Bildungsverwaltungen zu erstellenden Abschlussprofilen.
  4. Theologie als erkenntnistheoretische Quelle des Lehrplans der katholischen Religion: Die Überarbeitung der Lehrplanquellen hat dazu beigetragen, die Theologie wieder als akademischen Diskurs über den Glauben zu begreifen, der die Auswahl der wesentlichen Inhalte für die Reflexion über die christliche Botschaft inspirieren kann.
  5. Dialog zwischen Glaube und Kultur als Grundhaltung im ReligionsunterrichtEs wird notwendig sein, dass die Beiträge des neuen Lehrplans für katholische Religion zur ganzheitlichen Entwicklung des Menschen ihn in die Lage versetzen, einen interkulturellen und interreligiösen Dialog zu führen.
  6. Ein katholischer Religionslehrplan im Einklang mit den eigenen Zielen der SchuleDer neue Lehrplan wird die persönliche und soziale Bildung in den Mittelpunkt stellen und sich um die emotionale Entwicklung und das Lebensprojekt kümmern; er wird das spirituelle Erwachen und die Suche nach Antworten auf Sinnfragen begleiten müssen.
  7. Ein Lehrplan für katholische Religion mit einem kompetenzbasierten Ansatz: sollte ihre spezifischen Kompetenzen in jeder der Bildungsstufen definieren, indem sie diese mit den acht Schlüsselkompetenzen verknüpft und ihren Bildungsbeitrag zu den Abschlussprofilen angibt, sie sollte die grundlegenden Lernergebnisse auflisten und die Bewertungskriterien für jede Stufe festlegen.
  8. Ein Lehrplan, der global und interdisziplinär nach Bereichen programmiert werden kann..
  9. Ein Lehrplan, der für aktive und kooperative Methoden offen ist: Das Forum hat auch einige bewährte Praktiken hervorgehoben, die den Religionsunterricht mit der Umwelt verbinden und zusätzlich zu ihren eigenen Lernvorschlägen eine konstruktive Beziehung zum sozialen und kulturellen Umfeld des Kontextes herstellen.
  10. Ein gemeinsamer Lehrplan, der in den lokalen Kontext eingebettet ist: Im Falle der katholischen Religion zielen die Vorschläge darauf ab, die gemeinsamen Elemente des Lehrplans mit anderen zu kombinieren, die näher an den lokalen Gegebenheiten sind, auch wenn sie nicht definiert wurden.

Beide Dokumente sind auf der Website verfügbar https://hacianuevocurriculo.educacionyculturacee.esDie Videos der Sitzungen erleichtern das Lesen, Verstehen, Arbeiten und Entwickeln.

Der Präsident wollte darauf hinweisen, dass das Forum "neue Argumente für den Dialog über den Platz der Religionsklasse in unserem Bildungssystem" geliefert hat, und bezog sich dabei insbesondere auf die Situation dieses Fachs nach der Verabschiedung des LOMLOE. Aufgrund dieser Anwendung des LOMLOE sind "normative Entwicklungen zur Regelung des Religionsunterrichts" oder solche, die sich auf die Beschäftigungssituation von Religionslehrern im neuen Gesetz beziehen, noch nicht entwickelt worden.

Die Kommission hat die Diözesen und Bildungseinrichtungen ermutigt, diese Dokumente zu bearbeiten und zu verbreiten, die ein "wertvolles Instrument für die Aus- und Weiterbildung von Lehrern in diesen theologischen und pädagogischen Fragen" sein können, und sie hat sie auch aufgefordert, sich für die Begleitung der Bildungsreform verantwortlich zu fühlen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten daran zu beteiligen".

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