Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Während die einen die Beichte in Frage stellen, verdoppeln andere die Seminaristen mit waghalsigen Kampagnen

Harvard dokumentiert den starken Rückgang der Beichte in den Vereinigten Staaten, während mehrere Diözesen wie New York und Denver innovative Kampagnen zur Förderung von Priesterberufungen durchführen.

Javier García Herrería

30. August 2025

Bekenntnis-Seminaristen
Der Papst beim Jubiläum der Seminaristen im vergangenen Juni. ©CNS photo/Lola Gomez

Die Harvard University Press hat dieses Jahr das Buch Weil ich gesündigt habe: Aufstieg und Fall der katholischen Beichte in den USAdes Historikers James O'Toole. In dem Buch wird beschrieben, wie es bis in die 1960er Jahre üblich war, dass katholische Pfarreien jeden Samstag fünf bis sechs Stunden Beichtgelegenheiten anboten und die Priester Hunderte von Beichten pro Woche abnahmen.

Der Autor erklärt, dass die Praxis des Bußsakraments in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen ist und dass viele Katholiken der Ansicht zu sein scheinen, dass es für den Empfang der Kommunion oder für die Führung dessen, was sie als "volles katholisches Leben" verstehen, nicht mehr unerlässlich ist. Das Buch lädt zum Nachdenken darüber ein, wie die Gläubigen ihre Ideale in einer sich wandelnden Kirche weiterhin zum Ausdruck bringen und verstehen können, und schlägt sogar vor, dass im 21. Jahrhundert neue Formen des christlichen Lebens entstehen könnten, wenn das Bußsakrament nicht mehr den geistlichen Bedürfnissen der Gemeinschaft entspricht.

Der kühne Vorschlag von New York

Im Gegensatz zu diesem Trend, die christlichen Sakramentenpraktiken auf die Höhe der Zeit zu bringen, hat die Erzdiözese New York eine einzigartige Initiative zur Förderung von Priesterberufungen gestartet. Über die Website New Yorker PriesterKatholiken sind eingeladen, Angaben zu jungen Männern zu machen, die ihrer Meinung nach für das Priesteramt in Frage kommen. Anschließend nimmt die Diözese persönlich Kontakt mit den Nominierten auf, um sie zu ermutigen, eine Zeit der Entscheidungsfindung zu beginnen.

Die Kampagne befasst sich auch mit den üblichen Einwänden, die Eltern äußern, wenn ihr Sohn ins Priesterseminar eintreten will. Dazu gehören Gedanken wie "er ist zu jung", "er wird allein sein", "der Zölibat ist unmöglich", "ich werde keine Enkelkinder haben", "ich werde meinen Sohn verlieren" oder "er wird nicht glücklich sein". Die Website begegnet diesen "Mythen" mit einem proaktiven Ansatz, der darauf abzielt, die Familien zu beruhigen.

Kann eine solche Kampagne funktionieren?

Das New Yorker Modell wurde in der Diözese Denver in Zusammenarbeit mit der katholischen Mediengruppe Vianney Berufungen. Seit dem Start im vergangenen Mai haben die Kirchengemeinden mehr als 900 Namen von jungen Männern eingereicht, die als Kandidaten für das Priesteramt in Frage kommen.

Jeder der Nominierten erhält ein persönliches Schreiben des Erzbischofs von Denver, in dem er ihnen zu ihrer Anerkennung gratuliert und sie ermutigt, offen für den Ruf Gottes zu sein. Jason Wallace, der wöchentlich Botschaften zur Entscheidungsfindung verschickt und kleine Gruppen zur geistlichen Begleitung mit Priestern und Diakonen organisiert.

Die Resonanz ist bemerkenswert: Mehr als 70 junge Menschen haben bereits ihre Teilnahme an diesen Treffen zugesagt, und infolgedessen wurden in diesem Jahr 23 neue Seminaristen aufgenommen, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Nach Angaben der Diözese spiegelt der Anstieg die Bedeutung des Gebets, die Unterstützung der Familien und die Einbeziehung der Pfarreien und Schulen in die Berufungspastoral wider.

El milagro de la nieve

El «milagro de la nieve» que hoy recuerda Santa María la Mayor

Teresa Aguado Peña

Papst Mariä Himmelfahrt Jungfrau Castelgandolfo

Der Papst besingt in Mariä Himmelfahrt die Liebe und die Reinheit der Seele.

Redaktion Omnes

Eclipse

María, el eclipse y la ceguera de amor

Antonio Moreno

Merydemaría

MerydeMaria, joyas católicas de una joven emprendedora: «La Virgen María es la protagonista absoluta»

Teresa Aguado Peña

Coronación de la Virgen

El día que el Cielo se quedó sin aliento

Paloma López Campos

Sommer

Was New Yorks bestes Restaurant Ihnen über mehr Lebensfreude im Sommer beibringen kann

Javier García Herrería

director espiritual

“Lo máximo que hace el director espiritual es sugerir, cuestionar, pero quien decide es el dirigido”

Javier García Herrería

arellano torreciudad

Mons. Alejandro Arellano presidirá la Jornada de la Familia en Torreciudad a la espera de su resolución vaticana

Javier García Herrería

Opferrolle

La trampa del victimismo: ¿por qué el creyente se siente más perseguido de lo que lo está?

Javier García Herrería

mandamientos Jesucristo

«Los Mandamientos de Jesucristo», una pequeña joya espiritual

Javier García Herrería