Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

"Das Panorama, das sich auftut, ist das der klaren und deutlichen Verkündigung Jesu Christi".

Die Realität einer säkularisierten Gesellschaft hat zu einer Reihe von katechetischen Materialien zur Vertiefung der Taufberufung und zum Empfang der ersten Eucharistie geführt, die von den Priestern José Antonio Abad und Pedro de la Herrán koordiniert wurden.

Maria José Atienza

10 de Mai de 2021

Nino-Bibel
Foto: Samantha Sophia/ Unsplash

Vor einigen Tagen kündigte Papst Franziskus die Schaffung des Amtes des Katecheten an, das mit der Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens in Form eines "Motu proprio" eingeführt werden soll. Antiquum-Ministerium.

Die Notwendigkeit der Evangelisierung in unserer Gesellschaft ist heute genauso dringend wie in den ersten Jahrhunderten. Die Erkenntnis dieser Realität veranlasste den Priester José Antonio Abad, zusammen mit Pedro de la Herrán und eine Gruppe von Autoren, um eine Reihe von Katechumenenmaterialien zu erstellen, die als ergänzendes Material zum offiziellen Katechismus der spanischen Bischofskonferenz "Jesus ist Herr" gedacht sind. In der Tat haben sich diese Materialien auf die Überwachung durch Msgr. José Rico PavésWeihbischof von Getafe und in der EWG zuständig für den Katechumenat.

In diesem Interview mit OmneJosé Antonio Abad befasst sich mit der Bedeutung und der Arbeit der Verantwortlichen für die Diözesankatechese und mit der unvermeidlichen Aufgabe der Erstverkündigung in einer Gesellschaft, die weit vom christlichen Humus entfernt ist.

Wie lange leiteten Sie die diözesane Delegation für das Katechumenat in der Diözese Burgos?

Im Jahr 2007 begann der Katechumenat in der Diözese in seinen beiden Modalitäten: Erwachsene im eigentlichen Sinne - volljährige Erwachsene - und Kinder im katechetischen Alter, und es wurde ein Sekretariat eingerichtet, zu dessen Leiter ich ernannt wurde und das ich bis vor einigen Monaten leitete.

Wie würden Sie die Aufgabe des diözesanen katechetischen Leiters beschreiben, denken Sie, dass diese Figur bekannt ist?

Ich glaube, dass die breite Öffentlichkeit, d.h. das Volk Gottes in den Diözesen, diese neue pastorale Gestalt noch nicht kennt. Unter den Klerikern ist sie bekannt und sie schätzen die Wiederherstellung dieser Seelsorge.

Die Aufgabe des Diözesanleiters besteht vor allem darin, die Arbeit der Pfarrer bei der Förderung und Ausbildung der Katechumenen zu unterstützen und gegebenenfalls das zu ersetzen, was sie auf Gemeindeebene nicht leisten können.

Die Priester wissen, dass die Aufgabe, "neue Christen zu machen", untrennbar mit ihrer Pfarrgemeinde verbunden ist. Denn eine Familie, in der es nur Todesfälle und keine neuen Kinder gibt, stirbt langsam aber unaufhaltsam aus. Gegenwärtig ist es klar, dass viel mehr Menschen "weggehen" als hinzukommen.

In Spanien zum Beispiel haben wir uns von einer "christlichen" Gesellschaft zu einer Gesellschaft entwickelt, in der fast die Hälfte aller Kinder nicht in jungen Jahren getauft wird.

Es ist niemandem klar, dass wir uns nicht mehr in einer christlichen Gesellschaft befinden. Das Panorama, das sich uns eröffnet hat, ist das einer klaren und ausdrücklichen Verkündigung Jesu Christi und seiner Jüngerschaft unter so vielen Erwachsenen und Kindern im katechetischen Alter, die nicht getauft sind.      

In diesem Sinne scheint es nicht riskant zu sein, zu glauben, dass dieser Trend zunehmen wird. Man denke nur an die religiöse Praxis der neuen Generationen ab dem fünfzigsten Lebensjahr, an die Situation der Ehen und an den ethischen und anthropologischen Verfall immer größerer Teile der Bevölkerung....

Aber dieses Bild ist nicht etwas Schreckliches und Düsteres, sondern eine Gelegenheit, die uns von der göttlichen Vorsehung gegeben wurde, um eine neue Evangelisierung in der Tiefe zu vollziehen. Wenn Papst Franziskus darauf besteht, dass "wir uns nicht in einer Zeit des Wandels, sondern in einer Zeit des Epochenwechsels befinden", deutet er an, dass die Zeit gekommen ist, von einem pastoralen Dienst der Erhaltung zu einem radikal missionarischen Dienst überzugehen. Von einer Kirche "der Bischöfe, Priester und Ordensleute" zu einer Kirche des Volkes Gottes, in der alle Getauften durch ihr gewöhnliches Leben Zeugen für Jesus Christus sind. Es ist die Zeit der "Heiligen von nebenan".

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