Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Bibelübersetzung, eine mögliche Aufgabe?

Wie bewahren die Übersetzer den Geist der Heiligen Schrift, während sie den Originaltext an moderne Sprachen anpassen? Was ist die größte Herausforderung bei der Übersetzung von Texten? Sind uns wesentliche Details entgangen, weil wir die Heilige Schrift nicht in ihrer Originalsprache lesen? Warum gibt es so viele verschiedene Bibelversionen? Don Luis Sánchez Navarro, Professor an der Universität von San Dámaso, beantwortet diese Fragen.

Paloma López Campos

9 de Januar de 2023

Bibel
Die Heilige Bibel (Unsplash / Priscilla Du Preez)

Die Bibel ist geschrieben, um übersetzt zu werden. Er, der sagte: "Geh und tu Jünger Und ich bin bei euch bis an das Ende der Zeit" (Mt 28,19-20) vertraute den Zwölfen die Aufgabe an, das Evangelium allen Menschen aller Zeiten zu bringen. Und dafür war, ist und bleibt eine Übersetzung erforderlich. Deshalb ist jede Generation aufgerufen, die Bibel zu übersetzen.

Übersetzung und "Verrat

Die Sprachtheorie erklärt, dass eine exakte Übersetzung nicht möglich ist, da jede Sprache anders ist und eine automatische Äquivalenz zwischen Begriffen und Ausdrücken nicht möglich ist; daher ist der Akt der Übersetzung bereits eine Interpretation. Dies ermöglicht jedoch zwangsläufig auch die Übermittlung der Nachricht. Das italienische Motto ist berühmt geworden traduttore traditoreDer Ausdruck "Verräter-Übersetzer"; eine genaue Übersetzung 100% ist unmöglich. Der Ausdruck könnte aber auch mit "übermittelnder Übersetzer" übersetzt werden (traditore leitet sich ab von traditio, "Tradition"): Der Übersetzer wird so zu einem Kanal für die Weitergabe eines Textes.

Übersetzen ist eine heikle Kunst, denn sie erfordert eine doppelte Treue: zum Autor und zum Leser; aber diese Spannung schließt sich nicht gegenseitig aus, sondern ist fruchtbar. Darüber hinaus ist die Bibelübersetzung noch komplexer, weil der menschliche Autor mit dem göttlichen Autor verbunden ist. Daher muss zwischen der Treue zum Leser und der Treue zum Autor die letztere überwiegen, wie der unvergessene Pater Manuel Iglesias, der in den letzten fünfzig Jahren das Neue Testament ins Spanische übersetzt hat, sagte. Dieser neue "Akteur" bringt jedoch eine einzigartige Tatsache hervor: Denn es stellt sich heraus, dass dieser Autor, Gott, lebendig ist und daher auch sprechen kann. heute durch ein Wort der gestern.

Daher muss jeder Versuch, dem Wort sein Geheimnis zu nehmen, verworfen werden. Es ist Sache des gläubigen Lesers, sich auf dieses Geheimnis einzulassen, um das Licht zu entdecken, das es entfaltet. Aus diesem Grund muss die Übersetzung immer die Treue zum Original anstreben, natürlich immer mit der größtmöglichen sprachlichen Genauigkeit und Sorgfalt. Es obliegt dem Herausgeber, in der Einleitung oder in den Anmerkungen die Erklärungen zu geben, die er für notwendig hält, um die Übersetzung zu erläutern, auf andere mögliche Übersetzungen hinzuweisen und zu zeigen, wie aktuell sie sind.

Heilige Schrift und Liturgie

In Anbetracht dessen gibt es verschiedene Arten von Übersetzungen; so ist beispielsweise eine Studienübersetzung (die eine größtmögliche Nähe zu den Originalsprachen - Hebräisch, Aramäisch oder Griechisch - anstrebt) nicht dasselbe wie eine Übersetzung aus den Originalsprachen. liturgische (in dem nüchterne und würdevolle Schönheit vorherrscht, um zu verkünden). Aber sie alle müssen jene doppelte Treue zum Ausdruck bringen, die, indem sie dem Autor den Vorrang geben, den Verstand und das Herz des Lesers zu erleuchten sucht.
Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die Lesung der Heiligen Schrift immer ein kirchlicher Akt ist, weshalb sie in der Liturgie stattfindet. In diesem Zusammenhang ist der Verlust wesentlicher Daten nicht zu befürchten: Die Heiliger Geist geht es darum, den Hörer oder Leser mit Hilfe dieses Wortes in die Offenbarung des lebendigen Gottes einzuführen. Die Bibel, die dem Volk Gottes gegeben wurde, befähigt jeden Christen, in diese Beziehung der Liebe einzutreten; so lehrt uns die Kirche, dass die Heiligen uns die echte "Übersetzung" des Evangeliums geben (siehe Benedikt XVI, Apostolisches Schreiben Verbum DominiNr. 48-49).

El milagro de la nieve

El «milagro de la nieve» que hoy recuerda Santa María la Mayor

Teresa Aguado Peña

Papst Mariä Himmelfahrt Jungfrau Castelgandolfo

Der Papst besingt in Mariä Himmelfahrt die Liebe und die Reinheit der Seele.

Redaktion Omnes

Eclipse

María, el eclipse y la ceguera de amor

Antonio Moreno

Merydemaría

MerydeMaria, joyas católicas de una joven emprendedora: «La Virgen María es la protagonista absoluta»

Teresa Aguado Peña

Coronación de la Virgen

El día que el Cielo se quedó sin aliento

Paloma López Campos

Coronación de la Virgen

El día que el Cielo se quedó sin aliento

Paloma López Campos

Migranten

Leo XIV. fordert den Schutz vertriebener Kinder

Paloma López Campos

Notre Dame

De México al Vaticano: Los santuarios católicos que mueven a millones de personas al año

Paloma López Campos

Leo XIV.

Leo XIV. wird am 22. August im Rahmen eines intensiven pastoralen Tages die Republik San Marino und Rimini besuchen.

Paloma López Campos

St. Augustinus

Ocultos durante siglos: cómo se encontraron los sermones de san Agustín recientemente identificados

Paloma López Campos