{"id":8773,"date":"2021-02-09T12:18:39","date_gmt":"2021-02-09T12:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=8773"},"modified":"2021-02-09T12:18:42","modified_gmt":"2021-02-09T12:18:42","slug":"das-wertvolle-altestenamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/el-valioso-testimonio-de-los-ancianos\/","title":{"rendered":"Das wertvolle Zeugnis der \u00e4lteren Menschen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am heutigen Dienstagmorgen, 9. Februar, fand um 11.30 Uhr im Saal \"Johannes Paul II.\" des Presseamtes des Heiligen Stuhls per Live-Stream die Pr\u00e4sentation des Dokuments der P\u00e4pstlichen Akademie f\u00fcr das Leben statt: \"Das Alter: unsere Zukunft\". Der Zustand der \u00e4lteren Menschen nach der Pandemie\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vincenzo Paglia, Sekret\u00e4r des Dikasteriums f\u00fcr den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung, Msgr. Bruno-Marie Duff\u00e8 und Professor Etsuo Akiba, Professor an der Universit\u00e4t Toyama (Japan), ordentliches Mitglied der P\u00e4pstlichen Akademie f\u00fcr das Leben, schlossen sich aus der japanischen Stadt an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Titel des Dokuments regt zum Nachdenken \u00fcber die Lehren an, die aus dem durch die Ausbreitung von Covid-19 verursachten Gesundheitsnotstand und seinen Folgen f\u00fcr die Gegenwart und die Zukunft unserer Gesellschaften zu ziehen sind.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein Weg der Kirche<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Sinne f\u00fchrt uns die Situation, die wir auf globaler Ebene erleben, zu Lehren, die zu einem doppelten Bewusstsein gef\u00fchrt haben: \"einerseits die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit aller und andererseits das Vorhandensein starker Ungleichheiten. Wir sind alle demselben Sturm ausgeliefert, aber in gewissem Sinne rudern wir in verschiedenen Booten, von denen die zerbrechlichsten jeden Tag sinken\".<strong>.<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Es ist unerl\u00e4sslich, das Entwicklungsmodell f\u00fcr den gesamten Planeten zu \u00fcberdenken\", hei\u00dft es in dem Dokument, das die bereits mit der Note vom 30. M\u00e4rz 2020 (<strong><a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/pontifical_academies\/acdlife\/documents\/rc_pont-acd_life_doc_20200330_pandemia-fraternita-universale_sp.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pandemie und Universelle Bruderschaft<\/a><\/strong>), fortgesetzt mit der Note vom 22. Juli 2020 (<strong><a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/pontifical_academies\/acdlife\/documents\/rc_pont-acd_life_doc_20200722_humanacomunitas-erapandemia_sp.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Humana Communitas im Zeitalter der Pandemie. Zeitlose Betrachtungen \u00fcber die Wiedergeburt des Lebens.<\/a><\/strong>) und mit dem gemeinsamen Papier mit dem Dikasterium f\u00fcr den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/press.vatican.va\/content\/salastampa\/it\/bollettino\/pubblico\/2020\/12\/29\/0697\/01628.html#notaesp\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">(Impfstoff f\u00fcr alle. 20 Punkte f\u00fcr eine gerechtere und ges\u00fcndere Welt<\/a>)<\/strong>\u00a028. Dezember 2020. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie man sieht, geht es darum, den Weg der Kirche, der Lehrerin der Menschheit, im Hinblick auf eine durch die Pandemie ver\u00e4nderte Welt vorzuschlagen, der sich an Frauen und M\u00e4nner auf der Suche nach Sinn und Hoffnung f\u00fcr ihr Leben richtet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Pandemie traf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4ltere Menschen waren in der Anfangsphase der Pandemie besonders stark betroffen, vor allem in Pflegeheimen, die eigentlich die Schw\u00e4chsten der Gesellschaft sch\u00fctzen sollten und in denen der Tod unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig h\u00e4ufiger auftrat als in der h\u00e4uslichen und famili\u00e4ren Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Was w\u00e4hrend der COVID-19-Pandemie geschah, hindert uns daran, das Problem der Altenpflege zu l\u00f6sen, indem wir S\u00fcndenb\u00f6cke suchen, nach einzelnen Schuldigen suchen und andererseits die hervorragenden Ergebnisse derjenigen, die eine Ansteckung in den Pflegeheimen verhindert haben, in den Himmel loben. Wir brauchen eine neue Vision, ein neues Paradigma, das die Gesellschaft in die Lage versetzt, sich um \u00e4ltere Menschen zu k\u00fcmmern\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Im Jahr 2050 wird jeder F\u00fcnfte \u00e4lter sein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Dokument wird die bemerkenswerte Tatsache hervorgehoben, dass \"nach dem statistischen und soziologischen Profil M\u00e4nner und Frauen heute im Allgemeinen eine h\u00f6here Lebenserwartung haben\". \"Dieser bedeutende demografische Wandel stellt eine gro\u00dfe kulturelle, anthropologische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird es im Jahr 2050 weltweit zwei Milliarden Menschen \u00fcber 60 Jahre geben, d. h. jeder f\u00fcnfte wird \u00e4lter sein. Es ist daher \"von wesentlicher Bedeutung, unsere St\u00e4dte zu integrativen und einladenden Orten f\u00fcr das Leben \u00e4lterer Menschen und ganz allgemein f\u00fcr Gebrechlichkeit in all ihren Auspr\u00e4gungen zu machen\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Geschenk, alt zu sein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer Gesellschaft herrscht oft die Vorstellung vom Alter als einem ungl\u00fccklichen Alter vor, das nur als das Alter der Pflege, der Bed\u00fcrftigkeit und der Kosten f\u00fcr medizinische Behandlungen verstanden wird. Nichts k\u00f6nnte jedoch weiter von der Wahrheit entfernt sein: \"Altwerden ist ein Geschenk Gottes und eine enorme Ressource, eine Errungenschaft, die es mit Sorgfalt zu bewahren gilt\", hei\u00dft es in dem Dokument, \"auch wenn Krankheit zu einer Behinderung wird und der Bedarf an hochwertiger, integrierter Pflege entsteht. \"Und es ist unbestreitbar, dass die Pandemie in uns allen das Bewusstsein gest\u00e4rkt hat, dass der 'Reichtum der Jahre' ein Schatz ist, den es zu hegen und zu sch\u00fctzen gilt\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein neues Modell f\u00fcr die Schw\u00e4chsten<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die P\u00e4pstliche Akademie f\u00fcr das Leben schl\u00e4gt ein neues Modell f\u00fcr die Pflege vor, insbesondere f\u00fcr die schw\u00e4chsten Menschen, das sich vor allem an der Person orientiert: Die Anwendung dieses Prinzips setzt eine auf verschiedenen Ebenen organisierte Intervention voraus, die eine kontinuierliche Pflege zwischen dem Heim selbst und einigen externen Diensten bietet, ohne traumatische Zensuren, die f\u00fcr die Schw\u00e4che des Alterns ungeeignet sind, dass \"die Altenheime in einer <em>Kontinuum<\/em> die soziale und gesundheitliche Betreuung, d.h. die Erbringung eines Teils der Dienstleistungen direkt in den Wohnungen der \u00e4lteren Menschen: Krankenhausaufenthalt zu Hause, Betreuung der einzelnen Person mit modulierten Betreuungsma\u00dfnahmen je nach den pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen mit geringer oder hoher Intensit\u00e4t, wobei die integrierte soziale und gesundheitliche Betreuung und die h\u00e4usliche Pflege im Mittelpunkt eines neuen und modernen Paradigmas stehen\". Man hofft, ein breiteres Netz der Solidarit\u00e4t zu schaffen, das \"nicht ausschlie\u00dflich und notwendigerweise auf Blutsbanden beruht, sondern auf Zugeh\u00f6rigkeit, Freundschaft, gemeinsamen Gef\u00fchlen und gegenseitiger Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, um auf die Bed\u00fcrfnisse der anderen einzugehen\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Jungen und die Alten<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Dokument beschw\u00f6rt eine \"Begegnung\" zwischen jungen und \u00e4lteren Menschen herauf, die dem sozialen Gef\u00fcge \"jene neue Lymphe des Humanismus bringen kann, die die Gesellschaft enger zusammenschwei\u00dfen w\u00fcrde\". Bei mehreren Gelegenheiten hat Papst Franziskus junge Menschen dazu aufgefordert, ihren Gro\u00dfeltern zu helfen. Das Dokument erinnert daran, dass \"der alternde Mensch nicht auf das Ende, sondern auf das Geheimnis der Ewigkeit zugeht\" und, um es zu verstehen, \"sich Gott n\u00e4hern und in Beziehung zu ihm leben muss\". Daher ist es eine \"Aufgabe der N\u00e4chstenliebe in der Kirche\", \"sich um die Spiritualit\u00e4t der \u00e4lteren Menschen zu k\u00fcmmern, um ihr Bed\u00fcrfnis nach N\u00e4he zu Christus und nach dem Austausch ihres Glaubens\". In dem Dokument hei\u00dft es: \"Nur dank der \u00c4lteren k\u00f6nnen die Jungen ihre Wurzeln wiederentdecken, und nur dank der Jungen k\u00f6nnen die Alten wieder tr\u00e4umen\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das kostbare Zeugnis der Zerbrechlichkeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Gebrechlichkeit der alten Menschen kann ein wertvolles Zeugnis sein: \"Sie kann als \"Lehramt\", als Lehre vom Leben gelesen werden\", hei\u00dft es in dem Dokument, und es wird klargestellt, dass \"das Alter auch in diesem geistlichen Horizont verstanden werden muss: Es ist das Alter, das die Hingabe an Gott besonders beg\u00fcnstigt\": \"In dem Ma\u00dfe, wie der K\u00f6rper schw\u00e4cher wird, die psychische Vitalit\u00e4t, das Ged\u00e4chtnis und der Verstand nachlassen, wird die Abh\u00e4ngigkeit des Menschen von Gott immer deutlicher\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der kulturelle Wendepunkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich ruft er \"die gesamte Zivilgesellschaft, die Kirche und die verschiedenen religi\u00f6sen Traditionen, die Kultur, die Schulen, die Freiwilligenarbeit, die darstellenden K\u00fcnste, die Wirtschaft und die sozialen Kommunikationsmittel dazu auf, sich verantwortlich zu f\u00fchlen, im Rahmen dieser kopernikanischen Revolution neue und einschneidende Ma\u00dfnahmen vorzuschlagen und zu unterst\u00fctzen, um die alten Menschen im famili\u00e4ren Umfeld, in ihren eigenen H\u00e4usern und auf jeden Fall in h\u00e4uslichen Umgebungen zu begleiten und zu betreuen, die eher einem Heim als einem Krankenhaus gleichen. Dies ist ein kultureller Wandel, der vollzogen werden muss\".<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>En la ma\u00f1ana de este martes 9 de febrero, a las 11.30, en directo streaming, desde la sala \u00abJuan Pablo II\u00bb de la Oficina de Prensa de la Santa Sede, ha tenido lugar la presentaci\u00f3n del documento de la Pontificia Academia para la Vida: \u00abLa vejez: nuestro futuro. 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