{"id":52960,"date":"2025-10-02T06:00:00","date_gmt":"2025-10-02T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=52960"},"modified":"2025-10-01T10:21:55","modified_gmt":"2025-10-01T08:21:55","slug":"la-pascua-de-jesus-fuente-viva-de-esperanza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/recursos\/la-pascua-de-jesus-fuente-viva-de-esperanza\/","title":{"rendered":"Das Passahfest Jesu, eine lebendige Quelle der Hoffnung\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Welchen Stellenwert hat Jesu Opfer f\u00fcr uns in unserem Leben? Betrachten wir es als ein vergangenes Ereignis, das keinen Bezug zu unserer Gegenwart und Zukunft hat? Der christliche Glaube versichert uns, dass es von zentraler Bedeutung ist und weitreichende Auswirkungen auf unser pers\u00f6nliches, soziales und kirchliches Leben hat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott und mit anderen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste dieser Mittwoche (vgl.<em>. <\/em>Allgemeines Publikum<em>, <\/em>6. August 2025) Der Papst konzentrierte sich auf das Wort <em>vorbereiten.<\/em> \"<em>Wo sollen wir Ihr Osteressen zubereiten?<\/em>\u201d(Markus 14,12). In Wirklichkeit war alles von Jesus im Voraus vorbereitet worden:\u201c<em>Das Passahfest, das die J\u00fcnger vorbereiten m\u00fcssen, ist in Wirklichkeit bereits im Herzen Jesu vorbereitet.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig fordert er seine Freunde auf, ihren Beitrag zu leisten:\u201c<em>Die Gnade nimmt uns nicht unsere Freiheit, sondern erweckt sie. Gottes Gabe hebt unsere Verantwortung nicht auf, sondern macht sie fruchtbar.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb m\u00fcssen auch wir dieses Abendmahl vorbereiten. Es geht dabei nicht nur, warnt der Nachfolger Petri, um die Liturgie oder die Eucharistie (was \u201cDanksagung\u201d bedeutet), sondern auch um \u2026\u201c<em>unsere Bereitschaft, eine Geste zu vollbringen, die uns \u00fcbersteigt<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"<em>Die Eucharistie<\/em> -beobachtet Leo XIV- <em>Sie wird nicht nur am Altar gefeiert, sondern auch im Alltag, wo es m\u00f6glich ist, alles als Opfergabe und Danksagung zu erfahren.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher die Anrufung: \u201c<em>Wir k\u00f6nnen uns dann fragen: Welche Bereiche meines Lebens muss ich umgestalten, damit sie bereit sind, den Herrn willkommen zu hei\u00dfen? Was bedeutet \u2018vorbereiten\u2019 f\u00fcr mich heute?\u2019<\/em>?\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Vorschl\u00e4ge:\u201c<em>Vielleicht geht es darum, Erwartungen loszulassen, nicht l\u00e4nger darauf zu warten, dass sich der andere \u00e4ndert, und den ersten Schritt zu wagen. Vielleicht geht es darum, mehr zuzuh\u00f6ren, weniger zu handeln oder zu lernen, dem zu vertrauen, was bereits bereit ist.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unsere Verletzlichkeit erkennen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitten in Jesu intimstem Abendessen mit seinen Anh\u00e4ngern wird auch der gr\u00f6\u00dfte Verrat enth\u00fcllt:\u201c<em>Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten \u2013 einer, der mit mir isst.<\/em>\u201d(Markus 14,18)\u201c<em>Das sind gewichtige Worte. Jesus spricht sie nicht, um zu verurteilen, sondern um zu zeigen, dass wahre Liebe ohne Wahrheit nicht existieren kann.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberraschenderweise erhebt Jesus weder seine Stimme noch zeigt er mit dem Finger auf den Verr\u00e4ter, um ihn anzuklagen. Er \u00fcberl\u00e4sst es jedem Einzelnen, sich selbst zu fragen:<em>\u201cSie wurden traurig und fragten ihn einer nach dem anderen: \u2018K\u00f6nnte es an mir liegen?\u2019\u201d<\/em> (Mk 14,19). Am Mittwoch, dem 13. August, ging der Papst ausf\u00fchrlich auf diese Frage ein, denn, wie er betonte: \u201c<em>Es ist vielleicht eine der aufrichtigsten Fragen.<\/em><em>was wir uns selbst antun k\u00f6nnen<\/em>\u201dUnd das ist der Grund:\u201c<em>Das Evangelium lehrt uns nicht, das B\u00f6se zu leugnen, sondern es als schmerzhafte Gelegenheit zur Wiedergeburt zu erkennen.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was folgt, mag wie eine Drohung klingen:<em>\u201cWehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es w\u00e4re besser f\u00fcr ihn gewesen, wenn er nie geboren worden w\u00e4re!\u201d<\/em> (Mk 14,21). Es ist vielmehr ein Schrei der Schmerzen, ein Ausdruck aufrichtigen und tiefen Mitgef\u00fchls. Denn Gott wei\u00df, dass wir, wenn wir seine Liebe verleugnen, uns selbst untreu werden, den Sinn unseres Lebens verlieren und uns vom Heil ausschlie\u00dfen. Stattdessen gilt: \u201c<em>Wenn wir unsere Grenzen anerkennen, wenn wir uns vom Leiden Christi ber\u00fchren lassen, dann k\u00f6nnen wir schlie\u00dflich wiedergeboren werden.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Liebe, die nicht aufgibt und vergibt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim letzten Abendmahl bietet Jesus demjenigen, der ihn verraten will, den Bissen an.\u201c<em>Es ist nicht nur eine Geste des Teilens, es ist viel mehr: es ist der letzte Versuch der Liebe, nicht aufzugeben.<\/em>\u201d(vgl. Generalaudienz 20. August 2025) Jesus liebt weiterhin: Er w\u00e4scht F\u00fc\u00dfe, taucht Brot ein und bietet es sogar demjenigen an, der ihn verraten wird.\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vergebung, die Jesus anbietet \u2013 so betont der Bischof von Rom \u2013 offenbart sich hier in ihrer ganzen Kraft und zeigt das Antlitz der Hoffnung:\u201c<em>Es ist weder Vergesslichkeit noch Schw\u00e4che. Es ist die F\u00e4higkeit, den anderen frei zu lassen und ihn bis zum Ende zu lieben. Die Liebe Jesu leugnet nicht die Wahrheit des Leidens, aber sie l\u00e4sst das B\u00f6se nicht das letzte Wort haben.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst beharrt: \u201c<em>Vergebung bedeutet nicht, Fehlverhalten zu leugnen, sondern weiteren Schaden zu verhindern. Sie bedeutet nicht, so zu tun, als sei nichts geschehen, sondern alles daf\u00fcr zu tun, dass Groll nicht die Zukunft bestimmt.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und er wendet sich wieder uns zu: \u201c<em>Auch wir erleben schmerzhafte und ersch\u00f6pfende N\u00e4chte. N\u00e4chte der Seele, N\u00e4chte der Entt\u00e4uschung, N\u00e4chte, in denen uns jemand verletzt oder verraten hat. In solchen Momenten ist die Versuchung gro\u00df, uns zu verschlie\u00dfen, uns zu sch\u00fctzen, Vergeltung zu \u00fcben. Doch der Herr zeigt uns, dass es Hoffnung gibt, dass es immer einen anderen Weg gibt. (\u2026) Heute bitten wir um die Gnade, vergeben zu k\u00f6nnen, selbst wenn wir uns nicht verstanden f\u00fchlen, selbst wenn wir uns verlassen f\u00fchlen.<\/em>\u201dSo \u00f6ffnen wir uns einer gr\u00f6\u00dferen Liebe.\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Opfer der Liebe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann stellt sich Jesus frei und mutig seiner Verhaftung im Garten Gethsemane: <em>\u201cWen suchen Sie?\u201d<\/em> (Joh 18,4). Seine Liebe ist voll und reif; er f\u00fcrchtet keine Ablehnung, sondern l\u00e4sst sich gefangen nehmen.\u201c<em>Er ist nicht das Opfer einer Verhaftung, sondern der Geber eines Geschenks. In dieser Geste verk\u00f6rpert sich die Hoffnung auf Erl\u00f6sung f\u00fcr unsere Menschheit: das Wissen, dass man selbst in der dunkelsten Stunde frei bleiben kann, bis zum Ende zu lieben.<\/em>\u201d(Allgemeines Publikum, 27. August 2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesu Opfer ist ein wahrer Akt der Liebe:\u201c<em>Jesus l\u00e4sst sich von den Wachen gefangen nehmen und einsperren, um seine J\u00fcnger zu befreien.<\/em>\u201dEr wei\u00df genau, dass der Verlust des Lebens aus Liebe kein Versagen ist, sondern vielmehr eine geheimnisvolle Fruchtbarkeit mit sich bringt (vgl. Joh 12,24).\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So lehrt er uns.\u201c<em>Das ist es, was wahre Hoffnung ausmacht: nicht der Versuch, Schmerz zu vermeiden, sondern der Glaube, dass selbst im Herzen des ungerechtesten Leidens der Keim eines neuen Lebens verborgen liegt.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Lernen zu empfangen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Katechese des Papstes \u00fcber die Worte Jesu bei seiner Kreuzigung hatte besondere Bedeutung: <em>\u201cIch habe Durst.\u201d<\/em> (Joh 19,28), unmittelbar vor diesen anderen: \u201cEs ist vollbracht\u201d (19,30).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"<em>Der Durst der Gekreuzigten<\/em> \u2013 Leo XIV. bemerkt<em>\u2013 Es ist nicht nur das physiologische Bed\u00fcrfnis eines geschw\u00e4chten K\u00f6rpers. Es ist auch und vor allem Ausdruck einer tiefen Sehnsucht: der Sehnsucht nach Liebe, nach Verbundenheit, nach Gemeinschaft.\u201d<\/em> (Allgemeine Anh\u00f6rung<em>,<\/em> 3.9.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus ergibt sich eine \u00fcberraschende Lektion:\u201c<em>Wahre Liebe muss nicht nur geben, sondern auch bitten lernen. \u2018Mich d\u00fcrstet\u2019, sagt Jesus, und damit offenbart er seine und unsere Menschlichkeit. Niemand von uns kann f\u00fcr sich selbst sorgen. Niemand kann sich selbst retten. Das Leben ist nicht dann erf\u00fcllt, wenn wir stark sind, sondern wenn wir lernen zu empfangen.<\/em>\u201dUnd genau dann, wenn <em>Alle W\u00fcnsche sind erf\u00fcllt.<\/em>. \"<em>Die Liebe ist notwendig geworden, und genau deshalb hat sie ihre Arbeit verrichtet.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies, so betont der Bischof von Rom, sei das christliche Paradoxon:\u201c<em>Gott rettet nicht durch eigenes Handeln, sondern indem er sich selbst geschehen l\u00e4sst. Nicht indem er das B\u00f6se mit Gewalt besiegt, sondern indem er die Schw\u00e4che der Liebe vollkommen annimmt.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Kreuz aus lehrt uns Jesus, dass jeder von uns Erf\u00fcllung nicht in der Macht findet, sondern darin, anderen vertrauensvoll und offen zu begegnen, selbst wenn sie Feinde sind.\u201c<em>Das Heil liegt nicht in der Autonomie, sondern darin, die eigenen Bed\u00fcrfnisse dem\u00fctig anzuerkennen und zu wissen, wie man sie frei ausdr\u00fccken kann.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ePasst auf\u201c, scheint Leo XIV. auch den Erziehern und Ausbildern zu sagen, \u201edenn das \u2026\u201c <em>\u201cunser Bed\u00fcrfnis zu sp\u00fcren und zu erkennen\u201d<\/em> Es kann nicht erzwungen, sondern muss entdeckt werden. <em>frei<\/em> Jeder Mensch (man kann ihm sanft dabei helfen, dies zu entdecken) sieht darin einen Weg der Befreiung von sich selbst hin zu Gott und anderen.\u201c<em>Wir sind Gesch\u00f6pfe, die dazu geschaffen sind, Liebe zu geben und zu empfangen.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Schrei der Hoffnung&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besorgniserregend ist die Tatsache, dass <em>Jesus stirbt nicht im Stillen<\/em>. \"<em>Es verblasst nicht langsam wie ein Licht, das verzehrt wird, sondern es hinterl\u00e4sst ein Schrei im Leben: \u2018Jesus, mit lautem Schrei, ist gestorben.\u2019 <\/em>(Mk 15, 37)<em>. Dieser Schrei umfasst alles: Schmerz, Verlassenheit, Glauben, Opferbereitschaft. Er ist nicht nur die Stimme eines K\u00f6rpers, der aufgibt, sondern das letzte Zeichen eines hingegebenen Lebens.<\/em>\" (<em>Allgemeine Anh\u00f6rung,<\/em> 10.09.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seinem Schrei gehen folgende Worte voraus: <em>\"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\"<\/em>, die Psalm 22 entsprechen und die Stille, Abwesenheit und den Abgrund offenbaren, die der Herr erf\u00e4hrt.\u201c<em>Es geht nicht um<\/em> \u2013Leo XIV. legt fest\u2013 <em>Es ist keine Glaubenskrise, sondern die letzte Stufe einer Liebe, die sich vollkommen hingibt. Jesu Ruf ist keine Verzweiflung, sondern Aufrichtigkeit, Wahrheit bis zum \u00c4u\u00dfersten, Vertrauen, das selbst in der Stille Bestand hat.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Jubil\u00e4umsjahr spricht Jesu Ruf zu uns von Hoffnung, nicht von Resignation.\u201c<em>Wir schreien, wenn wir glauben, dass uns noch jemand h\u00f6ren kann. Wir schreien nicht aus Verzweiflung, sondern aus Sehnsucht.<\/em>\u201dSpeziell:\u201c<em>Jesus schrie nicht gegen den Vater, sondern zu ihm. Selbst in der Stille war er \u00fcberzeugt, dass der Vater da war. Und so zeigte er uns, dass unsere Hoffnung aufschreien kann, selbst wenn alles verloren scheint.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir weinen bei unserer Geburt (wir kommen weinend zur Welt), wenn wir leiden, und auch wenn wir lieben, wenn wir rufen und anflehen:\u201c<em>Schreien bedeutet zu sagen, dass wir existieren, dass wir nicht in Stille verschwinden wollen, dass wir noch etwas zu bieten haben.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das ist die Lehre aus Jesu Aufruf f\u00fcr die Reise des Lebens: Anstatt alles in uns hineinzufressen und uns langsam selbst zu verzehren (oder in Skepsis oder Zynismus zu verfallen).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Weisheit des Wartens&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann beginnt das Schweigen Jesu im Grab (vgl. Joh 19,40-41): <em>\u201cEine Stille voller Bedeutung, wie der Scho\u00df einer Mutter, der das noch ungeborene, aber bereits lebendige Kind beh\u00fctet.\u201d<\/em>(<em>Allgemeines Publikum<\/em>, 17.09.2025).<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wurde in einem Garten, in einem neuen Grab, beigesetzt. Wie es am Anfang der Welt im Paradies geschah: Gott hatte einen Garten angelegt, und nun ist das Tor dieses neuen Gartens das versiegelte Grab Jesu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott hatte <em>\u201causgeruht\u201d<\/em>, \u201cGott starb\u201d, hei\u00dft es im Buch Genesis (2,2), nach der Sch\u00f6pfung. Nicht weil er m\u00fcde war, sondern weil er sein Werk vollendet hatte. Nun hat sich Gottes Liebe aufs Neue gezeigt, erf\u00fcllt \u201ebis zum Ende\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jesus ruht endlich.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es f\u00e4llt uns schwer, uns auszuruhen. Aber\u201c<em>Zu wissen, wann man aufh\u00f6ren muss, ist ein Zeichen des Vertrauens, das wir erst lernen m\u00fcssen zu erf\u00fcllen.<\/em>\u201dWir m\u00fcssen herausfinden, dass\u201c<em>Das Leben h\u00e4ngt nicht immer nur davon ab, was wir tun, sondern auch davon, wann wir aufgeben sollten, was wir h\u00e4tten tun k\u00f6nnen.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus schweigt im Grab, wie der Same, der auf seinen Sonnenaufgang wartet.\u201c<em>Jede ungenutzte Zeit kann zur Zeit der Gnade werden, wenn wir sie Gott darbringen.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus, in der Erde begraben: \u201cEs ist die <em>Gott, der die Dinge geschehen l\u00e4sst, der wartet, der sich zur\u00fcckzieht, um uns Freiheit zu schenken. Er ist der Gott, der vertraut, selbst wenn alles verloren scheint.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen lernen, uns von der Grenze umarmen zu lassen:\u201c<em>Manchmal suchen wir nach schnellen Antworten, nach sofortigen L\u00f6sungen. Doch Gott wirkt in der Tiefe, in der Zeit des Vertrauens.<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und all das spricht in diesem Jubil\u00e4um der Hoffnung erneut zu uns:\u201c<em>Wahre Freude entspringt dem Leben in Erwartung, dem geduldigen Glauben, der Hoffnung, dass alles, was in Liebe gelebt hat, gewiss zum ewigen Leben auferstehen wird.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Er steigt herab, um das Licht und das Leben zu verk\u00fcnden.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Mittwoch, dem 24. September, reflektierte der Papst auch \u00fcber den Karsamstag. Christus starb nicht nur f\u00fcr uns, sondern stieg auch in die Unterwelt hinab, um allen, die dem Tod unterworfen sind, die Botschaft der Auferstehung zu verk\u00fcnden. Diese Unterwelt bezieht sich nicht nur auf die Toten, sondern auch auf jene, die in Dunkelheit (Schmerz, Einsamkeit, Schuld) und vor allem in S\u00fcnde leben.\u201c<em>Christus <\/em>\u2013 wie der Papst betont \u2013 <em>Er dringt in all diese finsteren Realit\u00e4ten ein, um von der Liebe des Vaters Zeugnis abzulegen. (...) Er tut dies leise, auf Zehenspitzen, wie jemand, der ein Krankenzimmer betritt, um Trost und Hilfe zu spenden.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirchenv\u00e4ter beschreiben es als eine Begegnung zwischen Christus und Adam, die ihn mit Autorit\u00e4t, aber auch mit Sanftmut ins Licht zur\u00fcckf\u00fchrt. Nicht einmal unsere dunkelsten N\u00e4chte oder unsere tiefsten S\u00fcnden sind Hindernisse f\u00fcr Christus. Zu Gott hinabzusteigen ist kein Scheitern, sondern der Weg zum Sieg. Kein Grab ist zu verschlossen f\u00fcr seine Liebe. Gott kann durch Vergebung stets eine neue Sch\u00f6pfung bewirken.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bfQu\u00e9 lugar ocupa en nuestra vida la entrega de Jes\u00fas por nosotros? \u00bfLa consideramos como un hecho del pasado, sin conexi\u00f3n con nuestro presente y nuestro futuro? 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