{"id":47831,"date":"2025-05-06T12:39:21","date_gmt":"2025-05-06T10:39:21","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=47831"},"modified":"2025-05-06T12:39:22","modified_gmt":"2025-05-06T10:39:22","slug":"selig-sind-die-barmherzigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/bienaventurados-los-misericordiosos\/","title":{"rendered":"Gesegnet sind die Barmherzigen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tatsache, dass eines der letzten \"Bedauerns\" der <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/funeral-papa-francisco-2\/\">Papst Franziskus<\/a> dass er den Gefangenen in einem r\u00f6mischen Gef\u00e4ngnis nicht die F\u00fc\u00dfe waschen konnte, sagt viel \u00fcber den Mann und sein barmherziges Herz aus. Seinem Leibarzt Sergio Alfieri zufolge h\u00e4tte der Papst den Gefangenen gerne die F\u00fc\u00dfe gewaschen, als er das Gef\u00e4ngnis am 17. April besuchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Er bedauerte, dass er den Gefangenen nicht die F\u00fc\u00dfe waschen konnte\", sagte Alfieri der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Diesmal konnte ich es nicht tun\", war das letzte, was er zu mir sagte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies war kein zuf\u00e4lliger Wunsch, wie jeder Katholik wei\u00df. Die Fu\u00dfwaschung ist Teil der allj\u00e4hrlichen Gr\u00fcndonnerstagszeremonie, bei der der Priester in Nachahmung der Handlungen Christi beim letzten Abendmahl einigen seiner Gemeindemitglieder die F\u00fc\u00dfe w\u00e4scht - als Ausdruck des Dienstes und der Demut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch ist es, wie jeder Priester sagen w\u00fcrde, kein absolut obligatorischer Teil des Gottesdienstes und kann weggelassen werden, und mehr als ein Priester tut es gerne. Aber der Besuch des Papstes in diesem Gef\u00e4ngnis war f\u00fcr ihn ein j\u00e4hrlicher Termin, und die Fu\u00dfwaschung dieser 12 auserw\u00e4hlten Gefangenen war ein wesentlicher Bestandteil des Besuchs. Auf diese Weise zeigte er seine Solidarit\u00e4t mit den von der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Franziskus war jeder ausgegrenzte Mensch das Objekt seiner Liebe. Ob diese Ausgrenzung seine eigene Schuld war oder nicht, war f\u00fcr ihn keine Frage. Die Liebe sieht die Not, nicht das Verdienst. Und so hat Franziskus sie gelebt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Revolution der Barmherzigkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir zum Beispiel sein Dokument \"<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/es\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html\">Fratelli Tutti<\/a>\" aus dem Jahr 2020. Es ist ein sehr langer Text, der oft mehr wie ein Schmerzensschrei als ein p\u00e4pstliches Dokument wirkt (und die Sorge von Franziskus um die Armen und Ausgegrenzten f\u00fchrte ihn manchmal zu rechtschaffenen Wutausbr\u00fcchen, so sehr war er \u00fcber soziale Ungerechtigkeit aufgebracht). An einer Stelle schlug er etwas vor, das fast utopisch schien: \"Die Entscheidung, diejenigen, die verwundet am Wegesrand liegen, einzuschlie\u00dfen oder auszuschlie\u00dfen, kann als Kriterium f\u00fcr die Beurteilung jedes wirtschaftlichen, politischen, sozialen und religi\u00f6sen Projekts dienen\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann das wirklich jemand leben? Kann eine Regierung das als Wirtschaftspolitik \u00fcbernehmen? Jede Entscheidung, jede einzelne, wird danach getroffen, ob sie die Bed\u00fcrftigen einbezieht oder ausschlie\u00dft: Wenn sie sie einbezieht, gr\u00fcnes Licht; wenn sie sie ausschlie\u00dft, vergessen Sie es. In diesen Zeiten des harten Pragmatismus wird das als v\u00f6llig unpraktisch angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber k\u00f6nnen Sie sich vorstellen, wenn nur einige wenige Menschen dies leben w\u00fcrden, wenn eine Beh\u00f6rde sich dies zu Herzen nehmen w\u00fcrde? Das w\u00fcrde eine echte soziale Revolution ausl\u00f6sen, eben eine Revolution der Barmherzigkeit. Das war Franziskus. In einer oft unpraktischen Weise hat er um Barmherzigkeit gebeten und sie erwartet, in der \u00dcberzeugung, dass in der Praxis nur die Barmherzigkeit die Gesellschaft zum Guten ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bete, dass dieser Artikel auf die F\u00fcrsprache von Franziskus zumindest einige Leser dazu inspiriert, diese scheinbar weit hergeholte, aber in Wirklichkeit zutiefst realistische Politik zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die frohe Botschaft der Barmherzigkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um es klar zu sagen: Papst Franziskus hat die Barmherzigkeit nicht erfunden. Gott kam zuerst. Selbst in den scheinbar harten Seiten des Alten Testaments inspirierte die Barmherzigkeit alle Handlungen Gottes gegen\u00fcber Israel und, durch sie, gegen\u00fcber der Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Evangelien sind in erster Linie die frohe Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes in Jesus Christus, der Mensch geworden ist, um die Strafe auf sich zu nehmen, die wir verdient haben. Und in der Art von Franziskus (oder sollte man sagen, dass Franziskus in der Art von Jesus gehandelt hat?) sehen wir, wie Jesus den Ausgegrenzten die Hand reicht, auch wenn dies die \"Rechtgl\u00e4ubigen\" und Strengen emp\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch unter den P\u00e4psten waren viele Pontifexe Franziskus voraus, wenn es um die Verk\u00fcndigung der Barmherzigkeit ging. Allen voran Johannes Paul II., f\u00fcr den die F\u00f6rderung der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit ein wesentliches Merkmal seines Pontifikats war. Der polnische Papst tat alles, was er konnte, um diese Barmherzigkeit zu verk\u00fcnden, insbesondere durch die Heiligsprechung der gro\u00dfen Apostelin der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit, der heiligen Faustina, und die F\u00f6rderung ihrer Botschaft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verlorenes Schaf<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franziskus war spontan und warmherzig (und manchmal auch autorit\u00e4r und unberechenbar, denn auch das war wahr), aber selbst seine autokratischsten Entscheidungen kamen aus einem guten Grund: seiner aufrichtigen \u00dcberzeugung, dass er mit einer bestimmten Handlung den Bed\u00fcrftigen diente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige seiner schnoddrigen \u00c4u\u00dferungen haben viele schockiert, wie zum Beispiel seine Bemerkung \"Wer bin ich, dass ich urteilen kann?\" auf einem Flug von Brasilien im Jahr 2013, als er \u00fcber Homosexuelle befragt wurde. \"Wenn eine Person homosexuell ist und Gott sucht und einen guten Willen hat, wer bin ich, dass ich dar\u00fcber urteile\", sagte er Reportern. Franziskus wollte gleichgeschlechtliche sexuelle Aktivit\u00e4ten nicht loben. Mit seinem barmherzigen Herzen erkannte er einfach an, dass jeder Mensch, unabh\u00e4ngig von seinen Neigungen und sogar manchmal in objektiv s\u00fcndigen Situationen (ein Punkt, der in seiner \"Amoris Laetitia\" von 2015 sehr sch\u00f6n erkl\u00e4rt wird), immer noch viel G\u00fcte und Offenheit f\u00fcr Gott zeigen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hat Jesus uns das nicht in seiner Begegnung mit der samaritanischen Frau gelehrt, die mit ihren f\u00fcnf fr\u00fcheren Ehem\u00e4nnern und ihrem jetzigen Lebensgef\u00e4hrten dennoch in der Lage war, Christus zu verk\u00fcnden und ihre Landsleute zu evangelisieren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er war ein Mann, der nach verlorenen Schafen suchte. Dadurch schien er weniger Zeit f\u00fcr diejenigen zu haben, die bereits zur Herde geh\u00f6rten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Franziskus im Allgemeinen von Nichtkatholiken oder nicht praktizierenden Katholiken mehr geliebt wurde als von einigen praktizierenden Katholiken, die sich zuweilen durch einige seiner \u00c4u\u00dferungen und Handlungen verletzt und, ja, ausgeschlossen f\u00fchlten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wir m\u00fcssen bedenken, dass die Entscheidung Gottes, das Papsttum einzusetzen, notwendigerweise eine Institutionalisierung menschlicher Begrenzungen und partieller Visionen impliziert. Obwohl er kein Papst war, wird dies beim heiligen Paulus sehr deutlich. Wie Franziskus hatte er ein gro\u00dfes Herz, und wie Franziskus durchdrang seine oft unvollst\u00e4ndige und einseitige Sichtweise alles, was er schrieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei jedem Paulusbrief kommt man nicht umhin zu denken: \"Aber was dachten die auf der anderen Seite? Und vielleicht f\u00fchlten auch sie sich von der radikalen Offenheit des Apostels ausgeschlossen?\"<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Indem er auf alle zuging, war Franziskus f\u00fcr nicht wenige eine Quelle des \u00c4rgernisses. Seine h\u00e4ufigen Ermahnungen an die Priester, den Beichtstuhl nicht in eine Folterkammer zu verwandeln, ver\u00e4rgerten viele, vor allem die Priester, die die meiste Zeit damit verbrachten, Beichten zu h\u00f6ren, und denen es ein echtes Anliegen war, barmherzig zu sein. Aber ich nehme an, Franziskus hatte das Gef\u00fchl, dies sagen zu m\u00fcssen, weil ihn die Vorstellung, dass jemand durch das, was das Sakrament der Barmherzigkeit sein sollte, verletzt werden k\u00f6nnte, zutiefst verletzte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Traditionell<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franziskus liebte die Volksfr\u00f6mmigkeit und die Andacht. Er bewunderte die einfache Fr\u00f6mmigkeit der einfachen Menschen zutiefst. Die Aufnahme der Erw\u00e4hnung des Heiligen Josef in alle Messen des lateinischen Ritus war eines seiner gro\u00dfen Geschenke an die Kirche. Doch w\u00e4hrend seines Pontifikats f\u00fchlten sich einige der neuen Laienbewegungen und -organisationen der Kirche sowie einige neue Ordensgemeinschaften nicht gerade willkommen und standen zuweilen unter Verdacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es ging auch um Barmherzigkeit, zum Teil um die Bew\u00e4ltigung einiger Probleme, die Johannes Paul II. mit seinem barmherzigen Herzen geschaffen hatte. Es scheint, dass Johannes Paul II. in seiner Offenheit f\u00fcr alles, was er f\u00fcr gut hielt, manchmal zu offen f\u00fcr Menschen war, die sich sp\u00e4ter als problematisch herausstellten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst Benedikt XVI. und sp\u00e4ter Franziskus mussten sich mit einer Reihe von neuen Einrichtungen befassen, deren Gr\u00fcnder verschiedene Missbrauchsf\u00e4lle begangen hatten, die leider nicht selten waren. Ich denke, die M\u00f6glichkeit, dass jemand unter dem Deckmantel eifriger Spiritualit\u00e4t von einem Wolf im Schafspelz missbraucht werden k\u00f6nnte, hat Franziskus tief verletzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts solcher Situationen schien das Pontifikat von Franziskus angesichts der neuen kirchlichen Realit\u00e4ten etwas z\u00f6gerlich zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Franziskus und die Laien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die F\u00f6rderung der Synodalit\u00e4t durch Franziskus - so sehr sie seinen Gegnern auch als gro\u00dfes Gerede erschien - kam auch von einem Ort der Barmherzigkeit. Franziskus hatte eine Abscheu vor dem Klerikalismus, bei dem die Kleriker \u00fcber die Laien herrschen und sie auf Passivit\u00e4t reduzieren, und sprach sich oft dagegen aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ermutigte die Laien zur Heiligkeit, auch in seinem Dokument von 2018 \u00fcber den Ruf zur Heiligkeit \"Gaudete et Exsultate\". Und die Synodenreise war genau ein Mittel, um eine gr\u00f6\u00dfere Beteiligung der Laien in der Kirche zu f\u00f6rdern, insbesondere der Frauen. Mit anderen Worten, um diejenigen st\u00e4rker zu integrieren, die sich zuvor vielleicht ausgeschlossen gef\u00fchlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Einschreiten von Franziskus gegen die liturgischen Formen des alten Ritus geschah aus Barmherzigkeit. Zun\u00e4chst versuchte er, mit diesen Formen Milde walten zu lassen, sp\u00fcrte aber wahrscheinlich, dass die Zeit gekommen war, in der harte Liebe n\u00f6tig war (und Franziskus hat sich nie vor harten Entscheidungen gescheut): Manchmal wei\u00df Mutter Kirche am besten Bescheid. Strenge Liebe und auch gute Theologie: Letztendlich ist die Liturgie eine Frage des Gehorsams gegen\u00fcber der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der n\u00e4chste Papst<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was brauchen wir vom n\u00e4chsten Papst? Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Kardin\u00e4le der beiden Extreme versuchen werden, ihren Mann ins Amt zu bringen. W\u00e4hrend die Liberalen einen Franziskus auf Steroiden anstreben, werden die reaktion\u00e4ren Konservativen auf einen Papst dr\u00e4ngen, von dem sie hoffen, dass er die Reformen von Franziskus bremst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hoffe, dass sich der gesunde Menschenverstand und der \u00fcbernat\u00fcrliche Verstand durchsetzen werden. Wir brauchen einen Mann, der alles - so viel! - Gute im Pontifikat von Franziskus bewahrt, einschlie\u00dflich seiner eminent praktischen Vision des Glaubens als etwas, das gelebt und zu echten Werken der Barmherzigkeit gebracht werden muss, der aber auch seine Br\u00fcder im Glauben best\u00e4tigt (Lk 22,32).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine Frage der Spannung: Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ermutigten auch zu sozialem Handeln. Aber Franziskus hat sie besonders ermutigt. Ich hoffe und bete, dass der neue Papst dies weiterhin f\u00f6rdern wird; ich muss es auf jeden Fall immer wieder h\u00f6ren. Ich sage oft, dass es in gewissem Sinne leicht ist, orthodox zu sein, klare Vorstellungen \u00fcber den eigenen Glauben zu haben. Das Schwierige ist, sie im t\u00e4glichen Leben in die Praxis umzusetzen, so dass wahre Liebe unser Handeln inspiriert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche ist das Boot des Petrus, aber dieses Schiff bewegt sich oft eher wie ein sehr langsamer Supertanker als wie eine flinke Jacht. Es \u00e4ndert seinen Kurs langsam und unbeholfen, und kein Papst kann alle seine Qualit\u00e4ten in sich vereinen. Aber ich bete f\u00fcr einen Papst, der uns eine Chance zum Atmen gibt, der die Wunden auch innerhalb der Kirche heilt, der die verlorenen Schafe erreicht und gleichzeitig der gr\u00f6\u00dferen Herde und den helfenden Hirten das Gef\u00fchl der Wertsch\u00e4tzung gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der neue Papst wird daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass das, was an Franziskus gut war, nicht verf\u00e4lscht wird. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der bereits erw\u00e4hnte synodale Weg, der bei allem potenziellen Nutzen eine gro\u00dfe Gefahr in sich birgt: Er k\u00f6nnte tats\u00e4chlich zu einem tieferen Klerikalismus f\u00fchren, indem er die Beteiligung der Laien in der Kirche auf die Mitwirkung in di\u00f6zesanen oder pfarrlichen Gremien reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wie die katholischen Laien an den Entscheidungen der Kirche teilhaben m\u00fcssen, so m\u00fcssen sie sich noch mehr am gew\u00f6hnlichen b\u00fcrgerlichen und sozialen Leben beteiligen, indem sie Zeugnis f\u00fcr Christus ablegen und versuchen, die Gesellschaft nach christlichen Grunds\u00e4tzen umzugestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht ist es an der Zeit, die Etiketten \"links-rechts\" und \"konservativ-liberal\" in der Kirche zu \u00fcberwinden. Man ist nicht liberal, wenn man sich f\u00fcr radikale Barmherzigkeit einsetzt und den Ausgegrenzten die Hand reicht. Das ist es, was Jesus getan hat. Man ist nicht konservativ, wenn man treu die Wahrheit lehrt: Auch das hat Jesus getan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn all das zu wollen bedeutet, um ein Wunder zu bitten, dann ist es genau das, worum ich bete. Und ich tue es auf die F\u00fcrsprache von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und dem von mir sehr, sehr geliebten Papst Franziskus.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel wurde urspr\u00fcnglich auf Adamah Media ver\u00f6ffentlicht und wird auf Omnes mit Genehmigung nachgedruckt. Sie k\u00f6nnen den Originalartikel lesen <a href=\"https:\/\/adamah.media\/blessed-are-the-merciful\/\">HIER<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>El hecho de que uno de los \u00faltimos \u00abpesares\u00bb del Papa Francisco fuera no poder lavar los pies a los presos de una c\u00e1rcel romana dice mucho del hombre y de su coraz\u00f3n misericordioso. 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