{"id":47004,"date":"2025-04-28T06:00:00","date_gmt":"2025-04-28T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=47004"},"modified":"2025-04-22T12:27:47","modified_gmt":"2025-04-22T10:27:47","slug":"die-christliche-antwort-auf-emotionale-notsituationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/foco\/la-respuesta-cristiana-ante-la-emergencia-afectiva\/","title":{"rendered":"Die christliche Antwort auf emotionale Notlagen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde nie den 3. November 2012 vergessen, als ich in der Kathedrale von Valencia im Rahmen des ersten nationalen Kongresses f\u00fcr Jugendpastoral, der von der spanischen Bischofskonferenz organisiert wurde, einen Vortrag mit dem Titel \"<em><a href=\"https:\/\/www.cope.es\/religion\/hoy-en-dia\/iglesia-espanola\/noticias\/texto-integro-ponencia-jose-ignacio-munilla-congreso-nacional-pastoral-juvenil-valencia-noviembre-2012-20121103_1811515\">Evangelisierung junger Menschen angesichts der affektiven Notlage<\/a><\/em>\". Im Untertitel des Vortrags wurde der Inhalt der \u00dcberlegungen n\u00e4her erl\u00e4utert: \"<em>Narzissmus, Pansexualismus und Misstrauen, die drei Wunden, die es zu heilen gilt\".<\/em>. Kaum hatte ich meinen Vortrag beendet, kam ein Priester auf mich zu und erz\u00e4hlte es mir: <em>\"Sind Sie sich bewusst, dass Sie in Ihrem Vortrag nicht nur die Wunden der Jugendlichen von heute beschrieben haben, sondern auch die der Priester selbst?\"<\/em>. Darauf habe ich geantwortet: <em>\"Und auch die Wunden der Bisch\u00f6fe, der Ehepaare und der Gesellschaft als Ganzes! Das Problem ist nicht generationen\u00fcbergreifend, sondern hat uns alle erreicht\".<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Auswirkungen einer Konferenz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinen 18 Jahren als Bischof habe ich Hunderte von Reflexionen \u00fcber Themen im Zusammenhang mit der Evangelisierung und dem geistlichen Leben gehalten, aber keine wurde so gut aufgenommen wie die Reflexion \u00fcber die <em>\"Affektiver Notfall\".<\/em>. Die Erkl\u00e4rung war einfach: Wir hatten den Finger auf den wunden Punkt gelegt; und es stellte sich heraus, dass es nicht nur der Wellenkamm war, sondern das zugrunde liegende Problem. Wir befanden uns noch am Anfang des Pontifikats von Papst Franziskus, und die Anprangerung des Bildungsnotstandes, die Benedikt XVI. damals schon gemacht hatte, manifestierte sich nun in ihrer ganzen Rohheit im affektiven Notstand, der durch den Sinnverlust in einer s\u00e4kularisierten Gesellschaft entsteht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es w\u00e4re nat\u00fcrlich wenig sinnvoll, eine Diagnose der \u00dcbel zu stellen, wenn sie nicht von konkreten Vorschl\u00e4gen zur Heilung unserer Wunden und zur Erlangung der menschlichen Reife begleitet w\u00fcrde. Die grundlegende Antwort hat einen eigenen Namen: Jesus Christus. Das wollte ich mit dem Satz betonen, mit dem ich meine Rede in Valencia beendet habe: <em>\"Das Herz geh\u00f6rt nicht dem, der es bricht, sondern dem, der es wiederherstellt! Das hei\u00dft, das Herz des jungen Mannes ist aus dem Herzen Christi\".<\/em>. Diese Erkl\u00e4rung ist besonders aktuell nach der j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichung der Enzyklika<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/dilexit-nos-resume\/\"> <em>Dilexit Nos<\/em><\/a>in dem Papst Franziskus uns auffordert, sein vorheriges Lehramt aus dem Blickwinkel des Herzens Christi zu interpretieren. In der Tat ist das Herz Jesu nicht nur die menschliche Schule der g\u00f6ttlichen Liebe, sondern auch die g\u00f6ttliche Schule der menschlichen Liebe. Mit anderen Worten: Jesus lehrt uns nicht nur, dass Gott die Liebe ist, sondern er lehrt uns auch zu lieben. Dies ist ein praktisches Beispiel daf\u00fcr, wie die christliche Botschaft das Nat\u00fcrliche und das \u00dcbernat\u00fcrliche miteinander verbindet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Vorschlag<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den konkreten Vorschl\u00e4gen, die ich in diesem Vortrag gemacht habe, habe ich die Notwendigkeit betont, die Familien-, Erziehungs- und Jugendpastoral zu koordinieren, um die affektive Sexualerziehung in voller \u00dcbereinstimmung mit der christlichen Anthropologie und der katholischen Moral umzusetzen. Es sind viele Schritte unternommen worden, aber wir sind noch weit von einer allgemeinen Umsetzung der affektiv-sexuellen Erziehung in allen unseren Bereichen entfernt. Unglaublicherweise gibt es immer noch Einrichtungen in katholischer Tr\u00e4gerschaft, die diese Ausbildung in die H\u00e4nde der \u00f6ffentlichen Verwaltungen legen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es um die affektiv-sexuelle Erziehung geht, ist es zweifellos wichtig, die emotionale Dimension zu ber\u00fccksichtigen, aber vielleicht stehen wir heute vor der Gefahr einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Psychologisierung der Erziehung. Es ist ein Fehler, die gesamte affektiv-sexuelle Erziehung auf unsere Gef\u00fchle zu konzentrieren und dabei die Bedeutung der moralischen Verantwortung f\u00fcr unser Handeln zu vergessen, die mit der Berufung zur Liebe zusammenh\u00e4ngt, die uns die Offenbarung Jesu Christi offenbart. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nunca olvidar\u00e9 aquel 3 de noviembre de 2012 cuando, en la catedral de Valencia, dentro del primer Congreso Nacional de Pastoral Juvenil, organizado por la Conferencia Episcopal Espa\u00f1ola, pronunci\u00e9 una ponencia con el t\u00edtulo de \u201cLa evangelizaci\u00f3n de los j\u00f3venes ante la emergencia afectiva\u201d. 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