{"id":43412,"date":"2024-12-02T07:00:00","date_gmt":"2024-12-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=43412"},"modified":"2025-11-28T14:25:44","modified_gmt":"2025-11-28T12:25:44","slug":"laienmissionar-im-amazonischen-dschungel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/foco\/misionera-laica-selvas-amazoni\/","title":{"rendered":"Ein Laienmissionar im Dschungel von Amazonien"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Name ist Mar\u00eda del Mar Bosch, aber man nennt mich auch Marita. Ich wurde 1973 in Valencia, Spanien, geboren, obwohl ich in Puerto Rico aufgewachsen bin. Ich bin Laienmissionarin und arbeite seit 9 Jahren im Amazonasgebiet als Teil des Itinerant Teams.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich studierte P\u00e4dagogik an der Loyola University in New Orleans, USA (1991-1995). Von Beginn meines Studiums an hatte ich eine innere Gewissheit, die mir Frieden gab: Wenn ich mein Studium abschlie\u00dfen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich eine Missionserfahrung machen. Es war eine innere Intuition, die mich leitete, und obwohl ich nicht wusste, wie es geschehen w\u00fcrde, gab sie mir Klarheit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Jahre des Studiums vergingen, und ich kultivierte diesen Wunsch in meinem Herzen und suchte nach Gelegenheiten, auf diese tiefe Unruhe zu reagieren. In meinem letzten Studiensemester hatte ich das Gl\u00fcck, einen Jesuiten, Fernando L\u00f3pez, kennenzulernen, der mich einlud, nach Paraguay zu gehen, wo er bereits seit 10 Jahren lebte. So kam es, dass ich nach meinem Abschluss im Alter von 21 Jahren f\u00fcr sechs Monate in einer Gemeinschaft mit Jesuiten, Laien und Frauen lebte, die sich auf der gro\u00dfen M\u00fcllhalde von Cateura in den Favelas von Ba\u00f1ado Sur in Asunci\u00f3n, der Hauptstadt des Landes, befand.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Paraguay<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00fcllkippe und die Menschen, die dort arbeiteten, stellten mein Leben in Frage, ohne viele Worte zu verlieren. Die Leute auf der Deponie sammelten den M\u00fcll und trennten die verwertbaren Materialien f\u00fcr den Verkauf. Oft fanden sie in den S\u00e4cken, die in den M\u00fcllwagen ankamen, auch Babys, die abgetrieben oder bei der Geburt get\u00f6tet und als M\u00fcll in die \u00fcber die Stadt verstreuten M\u00fcllcontainer geworfen worden waren, vor allem in den reicheren Vierteln.... Die F\u00f6ten wurden von den Recyclern, armen, einfachen und bescheidenen Leuten, eingesammelt; sie reinigten die kleinen K\u00f6rper, kleideten sie in wei\u00dfe Kleidung und legten sie in einen kleinen, von ihnen selbst angefertigten Sarg; sie wachten \u00fcber sie und beteten die ganze Nacht; sie \"tauften\" sie, indem sie ihnen einen Namen gaben und sie so zu ihren \"kleinen Engeln\" machten; schlie\u00dflich begruben sie sie im Hof ihrer kleinen H\u00e4user.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass mich die ganze Realit\u00e4t traf und mich herausforderte. Der starke Geruch des M\u00fclls lie\u00df meinen K\u00f6rper reagieren. Aber der gr\u00f6\u00dfte Eindruck war, dass ich inmitten des M\u00fclls, inmitten der Armen und Verarmten, Gott \"von Angesicht zu Angesicht\" begegnete, ganz nah bei mir. Diese Gesichter erweckten mein Gewissen und meine missionarische Berufung. Sechs Monate dort haben mich gepr\u00e4gt und mir die Richtung und die grundlegenden und wesentlichen Elemente meines Lebens gegeben. Ich wurde mit tiefen Fragen konfrontiert: Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Was willst du von mir, Herr? Inmitten des M\u00fclls, bei den von der Gesellschaft \"Ausrangierten\", hatte ich den Sinn meines Lebens gefunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1143\" height=\"857\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43416\" style=\"width:484px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited.jpg 1143w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-700x525.jpg 700w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-300x225.jpg 300w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-768x576.jpg 768w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-16x12.jpg 16w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Imagen-de-WhatsApp-2024-10-22-a-las-06.33.35_5e5428b5-edited-600x450.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1143px) 100vw, 1143px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marita, auf der linken Seite des Bildes.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ber\u00fchrung mit den Armen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Armen waren nicht mehr abstrakt, sondern konkrete Gesichter, Freunde, liebe Familien, mit denen ich Geschichten teilte; sie hatten Ger\u00fcche und Farben, L\u00e4cheln und Schmerzen; sie waren meine Br\u00fcder und Schwestern. Und das hat mein t\u00e4gliches Leben durcheinander gebracht und meinem Leben Tiefe verliehen. Wenn ich in der Messe ein Gebet \"f\u00fcr die Armen\" h\u00f6re, ist das nicht mehr dasselbe. Jetzt gab es eine gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige und wirksame Verbindung mit ihnen; ein lebendiges Engagement f\u00fcr die Armen, das vom Herrn besiegelt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach 6 Monaten in Paraguay musste ich nach Puerto Rico zur\u00fcckkehren. Erstens, weil ich meine Universit\u00e4tskredite zur\u00fcckzahlen musste. Zweitens, weil ich meiner Familie (vor allem meiner Mutter) versprochen hatte, dass ich zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Was mich jedoch am meisten zur R\u00fcckkehr nach Puerto Rico bewegte, war die Befragung eines Ehepaars aus der Comunidad de Vida Cristiana Paraguay (Christliche Lebensgemeinschaft Paraguays), das an der <em>Favela<\/em> beim Gemeinschaftsradio \"Solidaridad\". <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie adoptierten ein kleines M\u00e4dchen - getauft auf den Namen Mar\u00e1 de la Paz -, das lebend in einer kleinen Schachtel mitten im M\u00fcll gefunden wurde. Sie wurde bei der Priesterweihe von Fernando L\u00f3pez SJ, die mitten auf der M\u00fcllhalde stattfand, als Zeichen des Lebens \u00fcberreicht. Eines Tages fragte mich das Ehepaar: <em>\"Haben Sie in Ihrem Land eine solche Realit\u00e4t gesehen? <\/em>Und angesichts meiner negativen Antwort bestanden sie darauf: <em>\"Aber haben Sie nachgesehen?<\/em> <em>\"Nun, nein!\"<\/em> - Das habe ich ihnen gesagt. Das hat mich dazu gebracht, mit einer anderen Einstellung und vor allem mit einer anderen Suche in mein Land zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Puerto Rico<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die R\u00fcckkehr nach Puerto Rico hat mich mit meiner Realit\u00e4t konfrontiert. Ich hatte Angst. Ich dachte, dass alles, was ich auf der M\u00fcllhalde erlebt hatte, nur eine einfache Erfahrung aus meiner Jugend bleiben k\u00f6nnte. Drei Ratschl\u00e4ge halfen mir und helfen mir heute als Laienmissionar: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Das Gebet, das mir heute aus meiner Erfahrung in Amazonien und als Teil eines Wanderteams von einer Spiritualit\u00e4t im Freien erz\u00e4hlt; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Gemeinschaft, \"Gemeinschaft auf dem Weg\" und Austausch dieser Sorgen und W\u00fcnsche mit anderen Menschen; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3) \"Hinabsteigen, um Gott zu begegnen\" - dieser Punkt hat mir viel Licht gegeben: <em>\"Marita, wenn du das Gef\u00fchl hast, dass du dich verlierst, dann geh hinunter und begegne dem Herrn in den Armen und Ausgegrenzten\".<\/em>. Zu diesen konkreten Gesichtern zu gehen, wo Gott sich mir so gegenw\u00e4rtig gemacht hat und weiterhin macht. Sie helfen mir, mich im tiefen Sinn meines Lebens und meiner Sendung in dieser Welt als gl\u00e4ubige Frau, als missionarische Frau, als J\u00fcngerin des Herrn neu zu positionieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem neuen Lebensabschnitt, zur\u00fcck in Puerto Rico, war mein Herz mobilisiert und aktiv unruhig, auf der Suche danach, wie und wo ich auf das, was ich \"gesehen und geh\u00f6rt\" hatte, reagieren konnte. So \u00f6ffnete ich mein Leben f\u00fcr mehrere kurze Freiwilligeneins\u00e4tze: El Salvador (1999), Haiti (2001), Amazonien (2003), Nicaragua (2006) und erneut Amazonien (2015). Au\u00dferdem habe ich im Laufe der Jahre verschiedene Missionserfahrungen in meinem Land gemacht: im Gef\u00e4ngnis, im Slum mit den Herz-Jesu-Schwestern, in der Gesangsgruppe der Pfarrei, als eucharistischer Spender und als Anbieter von Alphabetisierungskursen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"446\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-43417\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2.png 920w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2-700x339.png 700w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2-300x145.png 300w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2-768x372.png 768w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2-18x9.png 18w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/image-2-2-600x291.png 600w\" sizes=\"(max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Entdeckung einer Berufung<\/strong> <strong>Missionar<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und bei all diesen Erfahrungen hatte ich die Frage und die Unterscheidung tief in meinem Herzen und Gebet \"festgenagelt\": Wo willst du mich haben, Herr? Und wie alle Berufungen ist auch diese nach und nach gereift. Gott ist treu! Ich sehe, dass dieser lange Prozess auch notwendig war, um zu erkennen und mein Herz darauf vorzubereiten, dass ich heute mit Freude und Freiheit diese Berufung annehmen kann, indem ich meine Komfortzone verlasse, die Sicherheit verlasse, die mir 6 Jahre lang meine Stelle im Colegio San Ignacio de Loyola in Puerto Rico im pastoralen Bereich gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich zeigte der Herr den Weg - und ich kam 2016 im Amazonasgebiet an. In den 9 Jahren, die ich als Laienmissionar im Amazonasgebiet bin, habe ich festgestellt, dass es ein Privileg ist, hier zu sein. Es ist ein Privileg, an dieser Vielfalt von V\u00f6lkern und Kulturen teilzuhaben, an verschiedenen Arten zu f\u00fchlen, zu denken, zu organisieren und zu leben, die Ungewissheit als gr\u00f6\u00dfte Gewissheit zu haben und im Itinerant Team zu sein, das sich den Herausforderungen und L\u00f6sungen der V\u00f6lker stellt, mit denen wir unterwegs sind und mit der grundlegenden Intuition des Teams navigieren: <em>\"Gehen Sie im Amazonasgebiet umher und h\u00f6ren Sie zu, was die Menschen sagen; nehmen Sie am t\u00e4glichen Leben der Menschen teil; beobachten und notieren Sie alles sorgf\u00e4ltig, ohne sich um die Ergebnisse zu k\u00fcmmern und <\/em>darauf vertrauen, dass <em>der Geist wird den Weg zeigen. <\/em>Habt Mut, fangt an, wo ihr k\u00f6nnt!\"<em>. <\/em>Claudio Perani SJ (Gr\u00fcnder des Itinerant Teams im Jahr 1998).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pers\u00f6nliche Auswirkungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf meinen Reisen durch die Fl\u00fcsse und W\u00e4lder des Amazonasgebiets, durch seine politisch auferlegten Grenzen, habe ich ein \"R\u00f6ntgenbild\" dieser Lunge gesehen, die t\u00e4glich durch extreme D\u00fcrre, Br\u00e4nde, Abholzung, Agrarindustrie und Pestizide, gro\u00dfe Hafen-, Stra\u00dfen-, Wasser- und Wasserkraft-, Bergbau- und \u00d6lprojekte gesch\u00e4digt wird, <em>garimpo<\/em> und Drogenhandel, usw. Es ist \"don dinero\", der regiert. Was z\u00e4hlt, ist der Profit und der Nutzen einiger weniger, ohne sich um das Leben der Armen, der indigenen V\u00f6lker oder der anderen Wesen, die den Amazonas bewohnen, zu k\u00fcmmern...&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Jahre der Mission haben mir sehr geholfen, zu wachsen: meine eigenen Grenzen und Widerspr\u00fcche, meine Schw\u00e4chen und Verwundbarkeiten, meine \u00c4ngste und Wunden, an denen ich arbeiten muss, kennenzulernen und mich ihnen zu stellen; die Mission aus einer anderen Wirksamkeit heraus zu leben, der \"Wirksamkeit der unentgeltlichen Gegenwart\"; eine Spiritualit\u00e4t im Freien zu pflegen, die darauf vertraut, dass Gott an jeder Flussbiegung und in den verschiedenen anderen auf uns wartet; meine eigene Geschichte zu beten und sie zu heilen. Es geht darum, in der (Un-)Sicherheit des Evangeliums zu leben, im geographischen und inneren Unterwegssein (was am schwierigsten ist); mit weniger materieller Sicherheit, aber mit gr\u00f6\u00dferer innerer Sicherheit und Freude, voller Sinn und Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott und den Armen, die mir geholfen haben, meinen Weg zu finden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die geografischen und inneren Wanderungen in diesem Amazonasgebiet lerne ich, in dem zu gehen, was wir \"...\" nennen.<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/foco\/evangelizacion\/sinodalidad\/\">Synodalit\u00e4t<\/a>\"Gemeinsam in der Vielfalt zu gehen. Das ist nur mit Gottes Gnade und der \"Freude des Evangeliums\" m\u00f6glich; mit der Hilfe meiner Schwestern und Br\u00fcder in der Missionsgemeinschaft auf dem Weg. Gemeinsam gehen, im Vertrauen auf die Liebe Gottes, der Vater-Mutter, des Sohnes und des Geistes, der uns in unseren zerbrechlichen Kanus begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine Gnade, als Laienmissionar hier zu sein, aber es ist auch eine gro\u00dfe Verantwortung, mich als ewiger Lehrling im Itinerant Team zu f\u00fchlen, als Teil und Hebamme dieser neuen kirchlichen Wege von REPAM, CEAMA, Itinerant Network von CLAR-REPAM, etc.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Team von Itinerant<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei meinen ersten Missionserfahrungen dachte ich, ich w\u00fcrde allein gehen. Ich pers\u00f6nlich, ohne jede Institution, mit meinen eigenen Mitteln und Ressourcen. Aber als ich schlie\u00dflich den Schritt wagte, Teil des Itinerant Teams zu werden, wurde mir gesagt, dass ich von einer Institution oder Organisation entsandt und unterst\u00fctzt werden m\u00fcsse. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Team ist nicht eine Institution, sondern die Summe der Institutionen. Aber ich sehe, dass es schon vorher durch die Vermittlung anderer Menschen war, die mir geholfen haben, die Mission zu erleben: von dem Jesuiten, der mich damals zum ersten Mal auf die M\u00fcllkippe in Cateura eingeladen hat, wo ich mich in die Mission verliebt habe, aber auch von meiner Familie, die es verstanden hat, mich zu begleiten, ohne mich unbedingt zu verstehen, von meiner Pfarrei und meinen Freunden, von Verwandten und Menschen, die ich gar nicht kenne... Dank der Unterst\u00fctzung vieler Menschen, geistlicher und finanzieller Unterst\u00fctzung, aber auch vieler anderer Formen der Begleitung, die ich erhalten habe, konnte ich so weit kommen. Gott nutzt viele Vermittlungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war sehr wichtig, mich von dem Gott begleiten zu lassen, der in den verschiedenen V\u00f6lkern mit konkreten Gesichtern gegenw\u00e4rtig ist, die uns an den anderen Ufern und in den verschiedenen Windungen des Flusses, den wir nicht kontrollieren k\u00f6nnen, willkommen hei\u00dfen. Gott, der in den unterschiedlichsten Realit\u00e4ten und Umst\u00e4nden gegenw\u00e4rtig ist: einige voller Sch\u00f6nheit, andere voller Ungerechtigkeit, Schmerz und Tod, die mein Herz bewegen und dr\u00e4ngen, zu versuchen, ein f\u00fcgsames und treues Werkzeug zu sein, zusammen mit dem Gekreuzigten und dem gef\u00e4llten Holz, \"Effizienz der unentgeltlichen Gegenwart\" neben dem Kalvarienberg des Amazonas, wie die drei Marias und Johannes (Joh 19,25). Nur auf diese Weise werden wir in der Lage sein, Samen zu s\u00e4en, die die Integrale \u00d6kologie, von der Gott von Anfang an getr\u00e4umt hat und zu deren Pflege er uns einl\u00e4dt, zum Bl\u00fchen bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Alles ist miteinander verbunden\" (LS, 16), sagt uns Papst Franziskus in <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/es\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html\">Laudato Si<\/a>. Ich bin sicher, dass wir alle miteinander verbunden sind und dass die Probleme dieses Dschungels mit diesem \"anderen Dschungel aus Asphalt und Beton\" zu tun haben. Auch die L\u00f6sungen sind miteinander verbunden. Und wenn jeder von uns seinen Samen, seine Gaben, in den Dschungel legt, in den Gott uns gepflanzt hat, werden wir gemeinsam das Leben in F\u00fclle aufbauen, das er uns versprochen hat (Joh 10,10). M\u00f6gen wir f\u00e4hig sein, still zu sein (wie der gepflanzte Same), um Seine Stimme im Schrei der Armen und der verletzten Mutter Erde zu h\u00f6ren, in der Stimme unserer am meisten ausgeschlossenen, verletzlichen und vergessenen Br\u00fcder und Schwestern. Sie sind die Lieblinge Gottes. Und Gott l\u00e4dt uns ein, Missionare zu sein und t\u00e4glich mit ihnen zu suchen, zu gehen, zu verbringen und unser Leben zu riskieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mi nombre es Mar\u00eda del Mar Bosch, pero me conocen por Marita. Nac\u00ed en 1973 en Valencia, Espa\u00f1a, aunque crec\u00ed en Puerto Rico. Soy misionera laica y ya hace 9 a\u00f1os que estoy en la Amazonia como parte del Equipo Itinerante.&nbsp; Estudi\u00e9 pedagog\u00eda en la Universidad Loyola de Nueva Orleans, Estados Unidos (1991-1995). 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