{"id":41581,"date":"2024-09-07T06:00:00","date_gmt":"2024-09-07T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=41581"},"modified":"2024-09-11T13:34:22","modified_gmt":"2024-09-11T11:34:22","slug":"zweite-tagung-der-synode-der-europaischen-kirchenversammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/segunda-sesion-sinodo-asamblea-eclesial-europea\/","title":{"rendered":"Zweite Tagung der Synode: Auf dem Weg zu einer europ\u00e4ischen kirchlichen Versammlung?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-admin\/edit.php?post_type=post\"><\/a>Die erste Tagung der Generalversammlung der Synode der Synodalit\u00e4t fand im Oktober 2023 in Rom statt; die zweite Tagung wird im Oktober, ebenfalls in der Ewigen Stadt, abgehalten. Zur Vorbereitung dieser zweiten Tagung trafen sich 43 Vertreter europ\u00e4ischer Ortskirchen vom 29. bis 31. August in Linz, \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anwesend waren unter anderem Erzbischof Gintaras Grusas, Vorsitzender des Rates der Europ\u00e4ischen Bischofskonferenzen (CCEE), sein Stellvertreter Ladislav Nemet, die Vorsitzenden der italienischen, \u00f6sterreichischen und schweizerischen Bischofskonferenz sowie Beate Gilles, Generalsekret\u00e4rin der Deutschen Bischofskonferenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anwesend waren auch acht der zehn europ\u00e4ischen Teilnehmer an der Synode, die zwar keine Bisch\u00f6fe sind, aber ein Stimmrecht haben, darunter Helena Jeppesen-Spuhler, Thomas S\u00f6ding, Myriam Wijlens und Thomas Schwartz. Das Dokument wurde von Riccardo Batocchio, Sondersekret\u00e4r des vatikanischen Sekretariats f\u00fcr die Synode, vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nostalgie, Klerikalismus und Transparenz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sitzungen wurden in sieben Sprachgruppen (Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch und Italienisch) mit jeweils sechs Teilnehmern abgehalten. Klara Csiszar, Dekanin der Katholischen Privatuniversit\u00e4t Linz und eine Schl\u00fcsselfigur bei der Vorbereitung des Treffens, betonte, dass \"eine gute Mischung aus Bisch\u00f6fen und Laien, M\u00e4nnern und Frauen sowie Teilnehmern aus West- und Osteuropa\" erreicht worden sei. Die Arbeit folgte der Methode der Weltsynode, mit privaten Diskussionen und Momenten der geistlichen Reflexion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl keine gemeinsame Erkl\u00e4rung abgegeben wurde, wurde in den Berichten der Gruppen betont, wie wichtig es ist, Nostalgie zu vermeiden, die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen Ost- und Westeuropas zu f\u00f6rdern und die \"\u00f6kumenische Chance\" in Europa zu nutzen. Es wurde auch betont, dass der Katholizismus \"in der Weite\" gelebt werden muss, mit Demut und Offenheit f\u00fcr die Welt, in der Erkenntnis, dass Europa nicht mehr das Zentrum der Kirche ist, auch wenn ihr \"Herz\" in Rom bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teilnehmer schlugen vor, den \"Klerikalismus\" zu \u00fcberwinden - was bedeutet, dass nur Kleriker die Kirche leiten sollten -, ohne den Priestern und Bisch\u00f6fen ihre Autorit\u00e4t zu entziehen, Subsidiarit\u00e4t und Konsultation zu f\u00f6rdern und \"neue Dienste\" wie die Seelsorge zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bedeutung von Bildung, Rechenschaftspflicht und Transparenz wurde ebenfalls hervorgehoben, auch wenn festgestellt wurde, dass letzteres in L\u00e4ndern, in denen die Kirche verfolgt wird, problematisch sein kann. Die Frage der Frauen wurde als \"wesentlich f\u00fcr die Wahrung der Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirche\" angesehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4ische Kirchliche Versammlung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss an das Treffen ver\u00f6ffentlichte Thomas S\u00f6ding, Vizepr\u00e4sident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), einen Artikel in der theologischen Zeitschrift \"Communio\", in dem er eine \"Europ\u00e4ische Kirchenversammlung\" zur F\u00f6rderung der Synodalit\u00e4t in Europa vorschl\u00e4gt, die sich an Initiativen in S\u00fcdamerika orientiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Artikel schreibt er: \"Es gibt immer noch keine solide Plattform, auf der unterschiedliche Erfahrungen und Antworten diskutiert werden k\u00f6nnen und auf der man seine eigene Situation mit den Augen der anderen betrachten kann. Es wird keine Antworten mit ewigem Wert geben, aber wir brauchen Formen des Dialogs, die Misstrauen und Schaden vermeiden, um Verst\u00e4ndnis und Solidarit\u00e4t zu schaffen\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Interview mit \"Vatican News\" betonte S\u00f6ding die Notwendigkeit von mehr Synodalit\u00e4t in der katholischen Kirche in Europa, mit regelm\u00e4\u00dfigen Treffen mit breiter Beteiligung, einschlie\u00dflich Laien und Bisch\u00f6fen. Solche Treffen seien entscheidend, um die kulturellen, sozialen und politischen Unterschiede in Europa zu \u00fcberbr\u00fccken und den Weg zur Kirchenreform zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses letzte Interview fand im Rahmen des Rom-Besuchs des ZdK statt, an dem dessen Pr\u00e4sidentin Irme Stetter-Karp, Generalsekret\u00e4r Marc Frings sowie die Vizepr\u00e4sidenten Claudia Nothelle und Thomas S\u00f6ding selbst teilnahmen. F\u00fcr das ZdK ging es darum, \"Rom zu verstehen und von Rom verstanden zu werden\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dialog \u00fcber Missst\u00e4nde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">John Joseph Kennedy, Sekret\u00e4r des Dikasteriums f\u00fcr die Glaubenslehre, das f\u00fcr die kirchlichen Strafen f\u00fcr Missbrauchst\u00e4ter zust\u00e4ndig ist, mit Experten f\u00fcr den Schutz von Minderj\u00e4hrigen. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-zollner-abusos\/\">Hans Zollner<\/a> und Peter Beer, sowie Pater Markus Graulich, bis Ende August Untersekret\u00e4r im Dikasterium f\u00fcr Gesetzestexte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss des Treffens zog Stetter-Karp im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) ein positives Res\u00fcmee: \"Die Spannungen zwischen dem Synodalweg und dem Vatikan sind wohl nicht ganz gel\u00f6st, denn sie verschwinden nicht einfach durch Gespr\u00e4che. Aber dort, wo wir offen mit unseren Partnern reden konnten, ist das gegenseitige Verst\u00e4ndnis gewachsen. Der \"systemische Ansatz\", d.h. \"was in der Organisation der Kirche ver\u00e4ndert werden muss, um Missbrauch und dessen Vertuschung aufzuarbeiten und zu verhindern\", ist nach Ansicht des ZdK-Pr\u00e4sidenten im Vatikan nicht allgemein anerkannt, \"aber es gibt Gemeinsamkeiten im Denken mit den beiden genannten Gespr\u00e4chspartnern\", Zollner und Beer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Deutscher Synodalweg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irme Stetter-Karp ist der Meinung, dass Rom nach diesem Besuch \"besser als zuvor versteht, was unsere Motivation f\u00fcr den synodalen Weg ist. Vorher wurden sie von Dritten informiert, jetzt haben sie direkt mit uns gesprochen. Und ich glaube, dass sich das Klima ver\u00e4ndert hat und dass sie uns als Christen, die sich f\u00fcr ihre Kirche engagieren, anerkannt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl das ZdK von einer \"offiziellen Reise\" des ZdK in den Vatikan spricht, haben die ZdK-Vertreter tats\u00e4chlich keine \"hochrangigen\" Treffen in den vatikanischen Dikasterien abgehalten. Zollner verlie\u00df die P\u00e4pstliche Kommission f\u00fcr den Schutz von Minderj\u00e4hrigen im M\u00e4rz 2023 und wurde zum Berater des Amtes f\u00fcr den Schutz von Minderj\u00e4hrigen und gef\u00e4hrdeten Personen der Di\u00f6zese Rom ernannt. Pater Graulich wurde am 1. September als Untersekret\u00e4r im Dikasterium f\u00fcr Gesetzestexte abgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kein vatikanisches Gremium hat sich zu diesen Treffen ge\u00e4u\u00dfert.&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>En octubre de 2023 se celebr\u00f3 en Roma la primera sesi\u00f3n de la asamblea general del S\u00ednodo de la Sinodalidad; la segunda sesi\u00f3n se desarrollar\u00e1 en octubre, tambi\u00e9n en la Ciudad Eterna. Para preparar esta segunda sesi\u00f3n, 43 representantes de iglesias locales europeas se reunieron del 29 al 31 de agosto en Linz, Austria. 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