{"id":40569,"date":"2024-07-04T12:48:57","date_gmt":"2024-07-04T10:48:57","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=40569"},"modified":"2024-07-04T12:49:51","modified_gmt":"2024-07-04T10:49:51","slug":"chile-verweigerung-der-abtreibung-aus-gewissensgrunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/chile-objecion-de-conciencia-aborto\/","title":{"rendered":"Chilenische Bischofskonferenz warnt vor Einschr\u00e4nkung der Abtreibungsverweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai dieses Jahres hat das chilenische Gesundheitsministerium eine neue Verordnung zum Thema \"Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden im Gesundheitssektor\" ausgearbeitet. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/firmas\/aborto-derecho\/\">Abtreibung<\/a>\"Diese w\u00fcrde die seit 2018 geltende Regelung ersetzen, bei der sich Angeh\u00f6rige der Gesundheitsberufe und Einrichtungen in einem einfachen Verfahren als Verweigerer erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Um rechtsg\u00fcltig zu sein, bedarf es der Genehmigung durch den Comptroller General der Republik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Juli hat Mgr. Ren\u00e9 Rebolledo, Pr\u00e4sident der <a href=\"https:\/\/iglesia.cl\/\">Bischofskonferenz von Chile<\/a>im Namen aller Bisch\u00f6fe eine ausf\u00fchrliche <a href=\"https:\/\/iglesia.cl\/47361-conferencia-episcopal-hace-presentacion-ante-contraloria-por-reglamento-del-ministerio-de-salud-sobre-objecion-de-conciencia.html\">Pr\u00e4sentation <\/a>an das B\u00fcro des Generalrechnungspr\u00fcfers gerichtet und darauf hingewiesen, dass sie verfassungswidrig und illegal ist. In ihrem Dokument erinnert sie daran, dass die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden ein grundlegendes Menschenrecht ist, das in der Gewissensfreiheit wurzelt, so dass die Einschr\u00e4nkung dieses Rechts andere Grundrechte wie Gleichheit und Nichtdiskriminierung beeintr\u00e4chtigen kann. Dies ist eindeutig in der chilenischen Verfassung verankert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus nennt das Gesundheitsgesetzbuch ausdr\u00fccklich diejenigen, die aus Gewissensgr\u00fcnden zur Verweigerung berechtigt sind: den Chirurgen und das \u00fcbrige Personal, das w\u00e4hrend des Eingriffs in der chirurgischen Abteilung seine Aufgaben wahrnimmt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Diskriminierung aus Gr\u00fcnden des Glaubens<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue Verordnung w\u00fcrde die willk\u00fcrliche Bevorzugung von Verweigerern bei der Verteilung von Schichten und bei der Einstellung von medizinischem Personal f\u00f6rdern. Sie nimmt auch eine wichtige \u00c4nderung bei der Zuteilung von Schichten vor, die von den Leitern der gyn\u00e4kologischen und gyn\u00e4kologisch-geburtshilflichen Dienste vorzunehmen ist; sie legt fest, dass die Listen der Verweigerer aus Gewissensgr\u00fcnden im Auge behalten werden, um \"die Anwesenheit von Personal, das keine Verweigerer hat, bei der Verteilung von Schichten zu bevorzugen\". Dies ist eine Diskriminierung aufgrund der moralischen oder religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen des medizinischen Personals - die sich auf seine Verf\u00fcgbarkeit auswirken - und nicht aufgrund seiner Eignung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bischof betont, dass die Verordnung die freie Aus\u00fcbung des Rechts auf Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden insofern einschr\u00e4nkt, als sie Institutionen (\u00f6ffentliche und private Gesundheitseinrichtungen) und deren medizinisches Personal und Beamte (nat\u00fcrliche Personen), die Verweigerer aus Gewissensgr\u00fcnden sind, dazu verpflichtet, b\u00fcrokratische und belastende Anforderungen zu erlassen und zu befolgen, die die Aus\u00fcbung des Rechts zwar nicht verhindern, aber unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig erschweren, so dass sie insgesamt Anreize darstellen, die darauf abzielen, den Status des Verweigerers als Verweigerer aus Gewissensgr\u00fcnden zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dieser neuen Verordnung wird die derzeitige Bestimmung gestrichen, die besagt, dass eine Person, die ihre Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden erkl\u00e4rt hat, \"diesen Status in allen Gesundheitseinrichtungen beibehalten muss, in denen sie Aufgaben wahrnimmt, ohne zu unterscheiden, ob es sich um \u00f6ffentliche oder private Einrichtungen handelt\". Die Streichung dieser Bestimmung zwingt den Verweigerer, der in verschiedenen Einrichtungen Dienstleistungen erbringt, dazu, die notwendigen Verfahren zu durchlaufen, um seine Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden erneut zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beeintr\u00e4chtigung eines Grundrechts<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rebolledo gibt es f\u00fcnf Ma\u00dfnahmen, die Bedingungen auferlegen, die die freie Aus\u00fcbung des Rechts auf Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden behindern und\/oder entmutigen. Die Annahme der Verordnung w\u00fcrde bedeuten, dass das Grundrecht auf Gewissensfreiheit und das Recht, nach seinen religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen zu leben, untergraben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch andere Organisationen wie \"Comunidad y Justicia\" haben einen \u00e4hnlichen Antrag an das Rechnungspr\u00fcfungsamt gestellt, das diesen in den n\u00e4chsten Monaten bearbeiten wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>En mayo pasado el Ministerio de Salud de Chile elabor\u00f3 un nuevo reglamento sobre la \u201cObjeci\u00f3n de conciencia en el aborto\u201d, que reemplazar\u00eda al vigente desde 2018, en el cual los profesionales e instituciones de la salud pueden declararse objetores mediante un tr\u00e1mite sencillo. 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