{"id":40488,"date":"2024-08-16T06:00:00","date_gmt":"2024-08-16T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=40488"},"modified":"2024-08-19T16:47:42","modified_gmt":"2024-08-19T14:47:42","slug":"theophane-kaiserin-frauen-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/teofano-emperatriz-mujeres-historia\/","title":{"rendered":"Protagonistinnen der mittelalterlichen Geschichte: Theophanes, die gro\u00dfe Kaiserin"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des gesamten Mittelalters gab es Frauen, die sich in einer von M\u00e4nnern dominierten Welt behaupteten und einen nachhaltigen Einfluss auf Gesellschaft und Kirche aus\u00fcbten. Bezeichnenderweise traten zu Beginn des (Heiligen) R\u00f6misch-Germanischen Reiches, fast w\u00e4hrend des gesamten 10. Jahrhunderts, vier weibliche Pers\u00f6nlichkeiten auf, die eine entscheidende Rolle bei der Konsolidierung des Reiches spielten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer von ihnen war Theophanes, den manche als \"die Frau mit der gr\u00f6\u00dften Macht in der Welt\" bezeichnen. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/santa-sofia-oriente-occidente\/\">West<\/a>\"Als Ehefrau von Kaiser Otto II., auf den sie gro\u00dfen Einfluss aus\u00fcbte, war sie elf Jahre lang Mitkaiserin des r\u00f6misch-germanischen Reiches und nach dem Tod ihres Mannes sieben Jahre lang Kaiserin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ankunft am Hof<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Ankunft in den germanischen L\u00e4ndern l\u00f6ste jedoch zun\u00e4chst Unbehagen in der Familie von Kaiser Otto I. aus. Er strebte eine dauerhafte Verbindung mit dem byzantinischen Reich an, die sein Ansehen als Kaiser des Westens erh\u00f6hen sollte, indem er seinen Sohn Otto (II.) mit einer byzantinischen Prinzessin \"purpur\" verheiratete, eine Anspielung auf die Geburt im Palast als Tochter des Kaisers. Otto hatte bereits zweimal versucht, Abgesandte nach Konstantinopel zu schicken, aber erst als eine Palastrevolte Johannes I. Tzimiskes auf den konstantinopolitanischen Thron brachte, stimmte er der Heirat zu, auch wegen der gemeinsamen Bedrohung beider Reiche, den Sarazenen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Otto I. ging davon aus, dass Johannes I. Tzimiskes Prinzessin Anna, die Tochter des verstorbenen Kaisers Romanos II. schicken w\u00fcrde; der neue byzantinische Kaiser schickte jedoch eine Gro\u00dfnichte, die die Anforderungen an den \"Purpur\" nicht erf\u00fcllte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Quellen hei\u00dft es oft, dass Otho der Gro\u00dfe von der Bildung und den Gaben dieses M\u00e4dchens, das vermutlich 17 Jahre alt war, angenehm \u00fcberrascht war, obwohl einige Quellen behaupten, dass sie erst 12 Jahre alt war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Theophan, Kaiserin<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Otto (II.), der damals 18 Jahre alt war, und Theophan wurden am 14. April 972 vor Papst Johannes XIII. im Petersdom in Rom getraut. Sie wurde sogar als \"Teilhaberin des Reiches\" eingesetzt. Im Gegensatz zu Scheinehen betonen die Quellen die liebevolle Beziehung zwischen den beiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz ihrer Jugend wurde Theophanes ihrer hohen Stellung als Kaiserin im Westen gerecht.  Schon bald begleitete sie ihren Mann Otto II., der ein Jahr nach ihrer Heirat zum Kaiser gekr\u00f6nt wurde, auf fast allen seinen Reisen durch das Reich. Sie erwies sich als diplomatisch und politisch f\u00e4hige Beraterin und \u00fcbte erheblichen Einfluss auf die Politik aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 980 reiste er mit dem Kaiser nach Italien, wo er drei Jahre lang blieb. Hier starb Otto II. 983 im Alter von 29 Jahren an Malaria. An seiner Seite waren seine Mutter, Kaiserin Adelaide, und seine Schwester, \u00c4btissin Mathilde, sowie Theophan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Otto II. wurde in der Krypta von St. Peter beigesetzt, was au\u00dfergew\u00f6hnlich ist, wenn man bedenkt, dass der letzte Kaiser, der dort begraben wurde, Honorius im Jahr 423 war. Der einfache Steinsarkophag steht auf Adlerf\u00fc\u00dfen und tr\u00e4gt die Inschrift \"Otto Secundus Imperator Augustus\". Dies unterstreicht die Idee der \"translatio\" oder \"renovatio\" des R\u00f6mischen Reiches.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tod in Rom<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Adelaide und der \u00c4btissin Mechthild \u00fcbernahm Kaiserin Theophanes f\u00fcr acht Jahre die Regentschaft f\u00fcr ihren j\u00fcngsten Sohn Otto. Obwohl die Quellenlage sp\u00e4rlich ist und verschiedene Interpretationen zul\u00e4sst, scheint es Theophanes gelungen zu sein, sowohl Adelaide als auch Mechthild aus der Regentschaft zu entfernen, was sie zur einzigen deutschen Kaiserin macht, die w\u00e4hrend der Minderj\u00e4hrigkeit ihres Sohnes vor\u00fcbergehend allein regierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gelang ihm nicht nur, sich gegen aufst\u00e4ndische Adlige und einen gro\u00dfen Slawenaufstand durchzusetzen, sondern er ebnete auch den Weg f\u00fcr die Kr\u00f6nung seines Sohnes zum \"Imperator Augustus\". Kurz nach ihrer R\u00fcckkehr aus Rom starb sie im Juni 991 in Nimwegen im Alter von etwa 31 Jahren. Auf ihren Wunsch hin wurde sie in der Abteikirche St. Pantaleon in K\u00f6ln beigesetzt, die sie gro\u00dfz\u00fcgig gestiftet hatte und in der heute ihr monumentales Grabmal steht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A lo largo de la Edad Media, destacaron mujeres que supieron imponerse en un mundo dominado por hombres y ejercieron una influencia duradera en la sociedad y la Iglesia. Resulta significativo que en los albores del (sacro) imperio romano-germ\u00e1nico, durante pr\u00e1cticamente todo el siglo X, surgieron cuatro figuras femeninas que desempe\u00f1aron un papel crucial en [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":399,"featured_media":40489,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[36,39],"tags":[609],"class_list":["post-40488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-cultura","tag-alemania","pmpro-has-access"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/399"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40488"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40488\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40489"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}