{"id":30696,"date":"2023-05-04T06:00:00","date_gmt":"2023-05-04T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=30696"},"modified":"2023-05-12T12:29:25","modified_gmt":"2023-05-12T11:29:25","slug":"corrado-maggioni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/corrado-maggioni\/","title":{"rendered":"<b>Corrado Maggioni:<\/b> \"Maria f\u00fchrt uns zur Eucharistie\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorbereitungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Eucharistischen Kongress haben bereits begonnen, und ab September dieses Jahres werden die Anmeldungen \u00fcber die Website <a href=\"https:\/\/www.iec2024.ec\/\">offizielle Website<\/a>. Omnes hat den Pr\u00e4sidenten des P\u00e4pstlichen Komitees f\u00fcr Internationale Eucharistische Kongresse, Pater Corrado Maggioni, einen Priester der Kongregation der Montfortianischen Missionare, interviewt. Der Geistliche gibt auch einige Anregungen, um die Liebe zur Eucharistie und die Verehrung der Jungfrau Maria im Hinblick auf das bevorstehende Jubil\u00e4um 2025, das der Hoffnung gewidmet ist, neu zu beleben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der n\u00e4chste Internationale Eucharistische Kongress wird im September 2024 in Quito (Ecuador) stattfinden, anl\u00e4sslich des 150. Jahrestages der Weihe des Landes an das Heiligste Herz Jesu. Wie laufen die Vorbereitungen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die komplexe organisatorische Arbeit, die f\u00fcr einen internationalen Kongress erforderlich ist, dauert schon seit einiger Zeit an, und wir bereiten uns nun auf den schwierigsten Teil des letzten Jahres vor. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Lokalkomitee des Kongresses leitet die Vorbereitungsphase unter der Verantwortung des Erzbischofs von Quito, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommissionen (liturgische, theologische, logistische, wirtschaftliche, kommunikative, kulturelle und pastorale). An der Veranstaltung sind nat\u00fcrlich alle Bisch\u00f6fe und Di\u00f6zesen Ecuadors beteiligt, deren Delegierte bereits im Einsatz sind. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem wir nach der Sammlung m\u00f6glicher Ideen und Initiativen diese pr\u00fcfen und mit ihrer konkreten Umsetzung beginnen m\u00fcssen.<br><br>Das Schaufenster des Kongresses ist die Website <a href=\"https:\/\/www.iec2024.ec\">https:\/\/www.iec2024.ec<\/a>Der Kongress wird vom 8. bis 15. September 2024 stattfinden. Hier finden Sie st\u00e4ndig aktualisierte Informationen und Nachrichten, und ab September n\u00e4chsten Jahres wird es m\u00f6glich sein, sich f\u00fcr die Teilnahme am Kongress anzumelden. Von meiner j\u00fcngsten Reise nach Quito kann ich den Enthusiasmus derjenigen bezeugen, die bereits an der Organisation des Kongresses beteiligt sind und wissen, dass dieses f\u00fcr die Kirchen Ecuadors wichtige kirchliche Ereignis bereits begonnen hat und erste Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was wird das Thema der n\u00e4chsten Ausgabe sein?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das von Papst Franziskus gebilligte Motto dieses Kongresses lautet: \"Br\u00fcderlichkeit, um die Welt zu heilen\", beleuchtet durch die Worte Jesu: \"Ihr seid alle Br\u00fcder und Schwestern\" (Mt 23,8). Der Grundlagentext, der derzeit ausgearbeitet wird, wird dieses Motto mit seiner offensichtlichen eucharistischen Bedeutung aufgreifen und, in die verschiedenen Sprachen \u00fcbersetzt, die Referenz f\u00fcr die Katechese und die Reflexionstreffen in den verschiedenen L\u00e4ndern sein. Wir werden dieses Thema vor allem auf dem theologischen Symposium vertiefen, das unmittelbar vor dem Kongress in Quito stattfinden wird, und es wird dann w\u00e4hrend der Kongresstage Gegenstand der Reflexion, des Dialogs, der Konfrontation und der Erfahrung sein. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/firmas\/editorial\/francisco-en-septiembre-congreso-eucaristico-en-budapest-y-visita-pastoral-a-eslovaquia\/\">Eucharistischer Kongress<\/a>An der Veranstaltung werden Delegationen aus Ecuador und mehreren anderen L\u00e4ndern teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Reflexion ist der Grund f\u00fcr den Kongress nat\u00fcrlich die Feier der Eucharistie, in einer besonderen Art des Abschlusses, die statio orbis genannt wird, weil sie die Vertretung des Volkes Gottes - Bisch\u00f6fe, Priester, Diakone, Ordensleute und Laien - aus der ganzen Welt zusammenbringt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie l\u00e4sst sich Ihrer Meinung nach die Liebe zur Eucharistie in einer von Individualismus und Verg\u00e4nglichkeit gepr\u00e4gten Welt neu entfachen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keine vorgefertigten Rezepte, die in den Herzen das heilige Feuer entfachen k\u00f6nnen, das das Leben \"eucharistisch\" verzehrt. Au\u00dferdem war die Welt, in der die fr\u00fchen christlichen Gemeinschaften aufbl\u00fchten, auch von Individualismus und Verg\u00e4nglichkeit sowie von anderen anti-evangelischen Logiken gepr\u00e4gt. Man braucht einen Grund, um die Messe zu besuchen. Er setzt den Glauben an Christus voraus, d.h. in der eigenen Erfahrung die Entscheidungskraft der Begegnung mit ihm, dem Herrn und Meister, zu zentrieren. Solange Gott ein namenloses Phantom bleibt und Jesus etwas Ideelles, eine Figur aus der Vergangenheit, vielleicht eine Referenz unter anderen nach dem Motto \"gef\u00e4llt mir - gef\u00e4llt mir nicht\", sehe ich keinen fruchtbaren Boden f\u00fcr die sakramentale \u00d6konomie, in deren Zentrum die sonnt\u00e4gliche Eucharistie steht.<br><br>Fr\u00fcher ging man aus Pflichtgef\u00fchl, aus Gewohnheit zur Messe, auch wenn wir nicht verallgemeinern sollten, denn wir sind die Kinder von Generationen von M\u00e4nnern und Frauen, die den christlichen Glauben gelebt haben. Der Wandel der Zeit, den wir erleben, zeigt jedoch, dass in unseren L\u00e4ndern, die fr\u00fcher evangelisiert wurden, ein allgemeiner Glaube, der nur bei Taufen, Erstkommunionen und Beerdigungen geweckt wird, nicht mehr funktioniert. Eine Religiosit\u00e4t, die aus gottesdienstlichen Handlungen besteht, die von Zwang oder Schuldgef\u00fchlen diktiert werden, die von der Vorstellung eines Gottes beseelt sind, den man \u00fcberlisten oder gegen den man sich verteidigen muss oder der materiellen Wohlstand fordert, hilft nicht weiter.<br><br>Die Herausforderung, die Liebe zur Eucharistie neu zu entfachen, besteht darin, sich bewusst zu machen, dass das Evangelium wirklich revolution\u00e4r ist, vor allem f\u00fcr mich. Solange ich in meinem Herzen nicht das Feuer der g\u00f6ttlichen Gegenwart sp\u00fcre, die mich aus freien St\u00fccken liebt und so mein Leben ver\u00e4ndert, kann ich nicht das Bed\u00fcrfnis versp\u00fcren, an der Messe teilzunehmen, die die Handlung ist, durch die Christus auch heute noch wahrhaftig zu uns spricht und uns mit seinem Leib n\u00e4hrt, damit wir, die wir mit ihm Gemeinschaft haben, sein lebendiger Leib in der Welt werden. Das Evangelium weckt den Glauben an Christus, und wir finden Christus in den Sakramenten der Kirche. Wenn ich Christus wertsch\u00e4tze, werde ich die Messe wertsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie sehr kann die Verehrung der Jungfrau Maria, der Mutter unseres Herrn, bei diesem erneuerten Apostolat helfen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf wen sollten wir schauen, um Christus \u00e4hnlich zu werden, wenn nicht in erster Linie auf Maria? Sie ist die erste Gl\u00e4ubige, die erste, die im Evangelium sagt: \"Hier bin ich, mir geschehe\", die erste Christin, weil sie Christus in sich wohnen lie\u00df, indem sie ihm ihre ganze Person, Geist, Seele und Leib \u00f6ffnete. Ja, sogar den K\u00f6rper, denn Christus will in unserem Fleisch wohnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Jungfrau Maria ist entscheidend f\u00fcr unser Heil, denn durch sie haben wir den Erl\u00f6ser empfangen. Aber sie ist auch entscheidend wegen ihrer beispielhaften Antwort im Glauben, die uns lehrt, J\u00fcnger ihres Sohnes zu sein. Die Marienverehrung ist f\u00fcr die J\u00fcnger Jesu nicht optional, sondern geh\u00f6rt zu ihrer Tauf-DNA. Maria ist unsere Mutter, und wir sind ihre Kinder nach dem testamentarischen Willen Jesu, der, bevor er seinen letzten Atemzug am Kreuz tat, Maria zur Mutter aller seiner J\u00fcnger berief, und diese zu Erben der gleichen Liebe zu seiner Mutter.<br><br>In diesem Licht, das im Johannesevangelium 19, 25-27 gut beschrieben ist, liebt Maria ihren Sohn weiterhin wie eine Mutter in den J\u00fcngern Jesu. Und wir, die wir sie mit kindlicher Zuneigung lieben, pflegen ihr gegen\u00fcber die gleiche Liebe, die Jesus ihr gegen\u00fcber bekundet hat. Die Verehrung Mariens entfremdet uns nicht von Christus, sondern gleicht uns vielmehr leichter an Christus an. Sonst w\u00e4re es keine wahre, sondern eine falsche Verehrung.<br><br>Die \"marianische\" Dimension durchdringt in der Tat die Eucharistiefeier. Der historische Leib Christi, der von der Jungfrau geboren wurde, ist die Grundlage des eucharistischen Geheimnisses. Ohne Marias Kommen g\u00e4be es keine Menschwerdung, und ohne Menschwerdung g\u00e4be es keine Sakramente. Die Zeichen \u00e4ndern sich, aber die Wirklichkeit ist dieselbe: Der Leib und das Blut, die wir auf dem Altar empfangen, sind von demselben Christus, der kraft des Heiligen Geistes Fleisch und Blut von der Jungfrau angenommen hat. In diesem Sinne f\u00fchrt uns Maria zur Eucharistie, so wie sie uns hilft, sie w\u00fcrdig zu feiern: In der Gemeinschaft mit ihr und nach ihrem Beispiel h\u00f6ren und bewahren wir das Wort Gottes und werden ein Leib mit Christus. Es ist keine \u00dcbertreibung, wenn wir sagen, dass eine echte Marienverehrung die echte eucharistische Verehrung verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Im Jahr 2025 werden wir ein neues Jubil\u00e4um feiern, in dessen Mittelpunkt die Hoffnung steht. Wie k\u00f6nnen wir einer m\u00fcden Welt die Hoffnung zeigen, die von Jesus ausgeht, der in der Geschichte Fleisch geworden ist?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Frage gibt es nicht viele Antworten. Die authentische Art zu zeigen, auf wen wir unsere Hoffnung gesetzt haben, ist das glaubw\u00fcrdige Zeugnis, das wir geben k\u00f6nnen. Sicherlich kein aggressives Zeugnis, d.h. eines, das anderen vorwirft, nicht so zu sein wie wir, nicht so zu denken wie wir, und auch kein pharis\u00e4isches Zeugnis, das sich mit den eigenen guten Werken zufrieden gibt und die der anderen verachtet. Ich glaube, dass nur das Zeugnis glaubw\u00fcrdig ist, das \"evangelisch\" ist, das hei\u00dft, wie Salz, wie Sauerteig, wie Licht, das in der ersten Person bezahlt wird. Denn um Geschmack zu geben, muss sich das Salz aufl\u00f6sen, um den Teig zu g\u00e4ren, muss die Hefe verschwinden, um zu leuchten, muss die Flamme das \u00d6l verzehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist die \"\u00f6sterliche\" Logik, die die gesamte Existenz Jesu Christi besiegelt. Sie wird durch das Gleichnis vom Samen, der in der Erde sterben \"muss\", damit die \u00c4hre voller Korn sprie\u00dfen kann, gut veranschaulicht. Gerade die Elemente des eucharistischen Mahls, Brot und Wein, sprechen zu uns von freien Gaben, von wirksamen Bekehrungen. Das Brot w\u00e4chst in der Tat nicht in der Natur, sondern ist die Frucht einer Reihe von Opfergaben: Die Weizenk\u00f6rner werden zu Mehl gemahlen, das dann geknetet und schlie\u00dflich am Feuer gebacken wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wein erz\u00e4hlt auch eine Geschichte von Opfergaben: Aus den im Bottich gemarterten Trauben wird ein Wein gewonnen, der die Familienbande erfreut und Freundschaften schmiedet. Diese \u00f6sterliche Logik, die aus dem Tod f\u00fcr das Leben der anderen besteht, ist auch die Botschaft, an die Papst Franziskus nicht m\u00fcde wird, uns zu erinnern, wenn er von der Kirche spricht, die hinausgeht, die sich nicht um sich selbst, sondern um die anderen k\u00fcmmert, die arm an Mitteln, aber reich an der Kraft des Evangeliums ist, die der verwundeten Menschheit nahe ist, die mitf\u00fchlend und barmherzig gegen\u00fcber dem sterblichen Fleisch ist, das gerettet werden muss.<br><br>Nur so kann die Kirche Christus \u00e4hneln und die Hoffnung bezeugen, die von Gott mit uns und f\u00fcr uns ausgeht. Die Hoffnung des Jubil\u00e4ums wird diejenige sein, die wir aus der \"\u00f6sterlichen\" Erfahrung unserer Person sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, die aus zerbrechlichem Ton besteht, aber die Kraft der Neusch\u00f6pfung in sich tr\u00e4gt. Ermutigt durch dieses urchristliche Bewusstsein werden wir die W\u00fcste durchqueren k\u00f6nnen in der Gewissheit, dass wir nicht entt\u00e4uscht werden. Wir folgen dem Beispiel dessen, der \"durch sein Sterben den Tod vernichtet hat\", wie es in einem Vorwort zur Osterzeit hei\u00dft, in der wir leben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><br><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><br><br><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><br><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><br><\/h2>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Los preparativos para el pr\u00f3ximo Congreso Eucar\u00edstico ya han comenzado y, a partir de septiembre de este a\u00f1o, se abrir\u00e1n las inscripciones a trav\u00e9s de la p\u00e1gina web oficial. Omnes ha entrevistado al presidente del Comit\u00e9 Pontificio para los Congresos Eucar\u00edsticos Internacionales, el P. Corrado Maggioni, sacerdote de la congregaci\u00f3n de los Misioneros Montfortianos. 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