{"id":25625,"date":"2022-10-22T06:00:00","date_gmt":"2022-10-22T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=25625"},"modified":"2026-01-14T09:51:23","modified_gmt":"2026-01-14T08:51:23","slug":"haus-museum-st-john-paul-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/casa-museo-san-juan-pablo-ii\/","title":{"rendered":"Alles begann in Wadowice. Das Museumshaus des Heiligen Johannes Paul II."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 18. Mai 1920 um f\u00fcnf Uhr nachmittags wurde Karol, das dritte Kind des Ehepaars Wojtyla, geboren. Achtzig Jahre sp\u00e4ter, am 16. Juni 1999, war dieses Kind Johannes Paul II. und er erz\u00e4hlte seine Erinnerungen bei einem Pastoralbesuch in seiner Heimatstadt: \"Wieder einmal komme ich w\u00e4hrend meines Dienstes an der Weltkirche im Heiligen Stuhl in meine Heimatstadt Wadowice. Ich blicke mit gro\u00dfer Ergriffenheit auf die Stadt meiner Kindheit, in der ich meine ersten Schritte, meine ersten Worte erlebt habe. Die Stadt, in der meine Familie lebt, meine Taufkirche...\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jenen Tagen hatte er eine liebenswerte Begegnung mit den Tausenden von Menschen, die den zentralen Platz in Wadowice f\u00fcllten, und den Millionen von Polen, die die \u00dcbertragung im Fernsehen verfolgten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"526\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25702\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II.jpg 920w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II-600x343.jpg 600w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II-700x400.jpg 700w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II-300x172.jpg 300w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-museo-juan-pablo-II-768x439.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><figcaption>Fassade des Hauses und Museums des Heiligen Johannes Paul II. Die Wohnung der Wojtylas belegte drei Fenster im ersten Stock. \u00a9fot. Muzeum Dom Rodzinny Ojca \u015awi\u0119tego Jana Paw\u0142a II w Wadowicach.\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dieser Reise begann einer der Nachkommen der Eigent\u00fcmer des Geb\u00e4udes, in dem der kleine Karol geboren wurde, bei der polnischen Regierung vorstellig zu werden, um das w\u00e4hrend der kommunistischen Herrschaft verloren gegangene Eigentum zur\u00fcckzuerhalten. Nach einigen Jahren, als die komplizierten rechtlichen Aspekte gekl\u00e4rt waren, konnte er es zum Verkauf anbieten. Dieses Angebot fiel mit dem Tod von Johannes Paul II. zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wohlhabender Gesch\u00e4ftsmann, der vom vorbildlichen Leben des polnischen Papstes beeindruckt war, beschloss, das Geb\u00e4ude zu kaufen und f\u00fcr die Renovierung zu bezahlen, um das Museum zu er\u00f6ffnen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/casajp2.es\/\">Museum des Hauses der Familie Johannes Paul II.<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gesamte Geb\u00e4ude, zu dem auch das von den Wojtylas gemietete Haus geh\u00f6rte, wurde zu einem modernen, erz\u00e4hlenden Museum umgebaut, das nicht nur einen Einblick in das Leben, das Wirken und die Lehren des Heiligen Johannes Paul II. bietet, sondern die Besucher auch auf eine Zeitreise durch die j\u00fcngere Geschichte Polens mitnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis sind rund 1200 m2 Ausstellungsfl\u00e4che auf vier Etagen, die in sechzehn Bereiche unterteilt sind. Das Herzst\u00fcck des Museums ist die Wohnung Wojty\u0142as, in der Karol geboren wurde und achtzehn Jahre lang lebte. Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung einiger dieser Bereiche.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kleine Heimat: Wadowice.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Teil, der den Jugendjahren von Karol gewidmet ist, zeigt die Wurzeln seiner Pers\u00f6nlichkeit und Spiritualit\u00e4t. Die Besucher k\u00f6nnen die Atmosph\u00e4re von Wadowice in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts - so wie sie der k\u00fcnftige Papst in Erinnerung hatte - voller kultureller und geistiger Reicht\u00fcmer wahrnehmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Fotos von seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten sowie von prominenten Pers\u00f6nlichkeiten aus Wadowice. Dokumente von gro\u00dfem historischem Wert, wie Karol Wojty\u0142as Bachelor-Abschluss und das Manuskript seines Lebenslaufs, sind in separaten Vitrinen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wadowice war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Welt, in der sich Kulturen und Religionen kreuzten, weshalb die Ausstellung, die den Juden von Wadowice gewidmet ist, die zwanzig Prozent der Einwohner der Stadt ausmachten, in diesem Bereich untergebracht wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Raum, der als Vorkriegsladen von Chiel Ba\u0142amuth, dem Eigent\u00fcmer des Geb\u00e4udes, der die Wohnung an die Wojty\u0142as vermietet hatte, eingerichtet war, befinden sich zahlreiche Fotografien. Darunter ist auch Jerzy Kluger, Karols Freund aus der Grundschulzeit bis zu seinem Lebensende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem ersten Bereich des Museums sind Gegenst\u00e4nde zu sehen, die mit zwei wichtigen Orten f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t des zuk\u00fcnftigen Papstes in Verbindung stehen. Das erste ist das Skapulier, das Karol im Karmeliterkloster in Wadowice, dem Karmeliterkloster \"na G\u00f3rce\" (auf dem H\u00fcgel), erhalten hat und das heute eines der wertvollsten Objekte des Museums ist. Dort begann auch Karol Wojty\u0142as Faszination f\u00fcr die karmelitische Spiritualit\u00e4t, die in seiner Bachelor- und Doktorarbeit zum Ausdruck kam.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Wojty\u0142a-Haushalt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 1919 bis 1938 wohnte die Familie Wojty\u0142a im ersten Stock des Hauses in der Ko\u015bcielna-Stra\u00dfe 9 - Kirchenstra\u00dfe (fr\u00fcher Rynek 2 - Hauptplatz, Tor 4). Damals beherbergte das Haus den Laden von Chiel Ba\u0142amuth sowie weitere Gesch\u00e4fte und Handwerksbetriebe, die eine Art Einkaufszentrum darstellten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Haus der Wojty\u0142as bestand aus drei miteinander verbundenen R\u00e4umen: der K\u00fcche, dem Schlafzimmer und dem Wohnzimmer. Der Zugang zum Haus erfolgte vom \u00e4u\u00dferen Hof aus \u00fcber eine Wendeltreppe, die zum Treppenabsatz hinauff\u00fchrte, von wo aus die T\u00fcr direkt in die K\u00fcche f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Innere des Wojty\u0142a-Hauses erinnerte an die H\u00e4user der intellektuellen Mittelklassefamilien. Heute kann man seine Rekonstruktion sehen, die auf den Erinnerungen von Karols Nachbarn und Freunden basiert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Haus ist mit zeitgen\u00f6ssischen M\u00f6beln und Originalgegenst\u00e4nden der Familie Wojty\u0142a ausgestattet, darunter Emilia Wojty\u0142owas bestickte Servietten, ihre Handtasche, eine kleine Goldbrosche sowie Familiengeschirr und Fotos aus dem Familienalbum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schlafzimmer war der Geburtsort des zuk\u00fcnftigen Papstes. Nach dem Tod von Emilie, als der kleine Karol mit seinem Vater allein in der Wohnung zur\u00fcckblieb, wurde dieses Zimmer zum Hauptraum des Hauses. Neben den beiden Betten gab es auch die Kniebank, auf der - wie Johannes Paul II. sich erinnerte - er seinen Vater oft nachts beten sah. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"267\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/hab-juan-pablo-II.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25703\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/hab-juan-pablo-II.jpg 400w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/hab-juan-pablo-II-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Saal der V\u00e4ter des Heiligen Johannes Paul II \u00a9fot. Muzeum Dom Rodzinny Ojca \u015awi\u0119tego Jana Paw\u0142a II w Wadowicach.\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch das K\u00fcchenfenster konnte Karol die Sonnenuhr mit der Aufschrift \"Die Zeit l\u00e4uft, die Ewigkeit wartet\" an der Wand der Pfarrkirche sehen. Diese Uhr ist auch heute noch im Museum zu besichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Krakau, ich danke Ihnen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Krakauer Zeit nahm vierzig Jahre von Karols Leben in Anspruch, von seinem Weggang aus Wadowice 1938 bis zu seiner Wahl auf den Petrusstuhl im Jahr 1978. In diesem Teil der Ausstellung sind Gegenst\u00e4nde aus dem Leben des zuk\u00fcnftigen Papstes aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, aus seinem Studium, seiner Arbeit im Steinbruch von Zakrz\u00f3wek und seiner Ausbildung zum Priester zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ihrer Ankunft in Krakau wohnten Karol und sein Vater in der Tyniecka-Stra\u00dfe 10, in einem Haus, das Robert Kaczorowski, dem j\u00fcngeren Bruder seiner Mutter, geh\u00f6rte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober 1938 begann der k\u00fcnftige Papst ein Studium der polnischen Philologie an der Jagiellonen-Universit\u00e4t und entdeckte dabei seine Leidenschaft f\u00fcr Theater und Poesie. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Teil der Ausstellung wird Karol Wojty\u0142a als Arbeiter in der Chemiefabrik Solvay vorgestellt, wo er w\u00e4hrend des Krieges zu arbeiten begann, um der Deportation zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu entgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Herbst 1942 beschloss Karol Wojty\u0142a, in das Di\u00f6zesanseminar in Krakau einzutreten, das damals noch im Geheimen arbeitete. Am 1. November 1946 wurde er von Erzbischof Adam Sapieha zum Priester geweiht und feierte am folgenden Tag seine erste Messe in der Krypta des Heiligen Leonhard im Krakauer Dom. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Nachbildung dieser Krypta kann im Museum besichtigt werden. In den Glasfenstern an der Seite des Museums sind die Gebetszettel zu sehen, die an die erste Messe von Karol Wojty\u0142a erinnern - einer mit einer handschriftlichen Inschrift und ein anderer anl\u00e4sslich des 25. Jahrestages seiner Priesterweihe. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt dieses Teils, der den n\u00e4chsten einleitet, steht die letzte von mehreren Soutanen und die erste p\u00e4pstliche Soutane von Johannes Paul II., mit der er am 16. Oktober 1978 die Versammelten auf dem Petersplatz begr\u00fc\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Meer rein!<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gro\u00dfe Nachbildung eines Bootes aus der Zeit Christi, das am Ufer des Sees von Galil\u00e4a in der N\u00e4he von Kapernaum gefunden wurde, zieht in diesem Raum die Blicke auf sich. Das Boot ist das Symbol der Kirche - am 16. Oktober 1979 wurde der Kardinal von Krakau sein Steuermann. In diesem Teil des Museums erklingen die Worte von Kardinal Pericle Felici, der der versammelten Menge auf Lateinisch verk\u00fcndet: Habemus papam... Die Rede wird durch einen Film erg\u00e4nzt, der den Moment der Wahl von Karol Wojty\u0142a auf den Petrusstuhl dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-juan-pablo-II-1_pistola.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25628\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-juan-pablo-II-1_pistola.jpg 400w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/casa-juan-pablo-II-1_pistola-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Die Waffe, mit der Ali Agca den Papst erschoss, befindet sich in diesem Haus - Museum<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter geht es durch einen dunklen Raum, der die Besucher mit den Ereignissen des 13. Mai 1981 vertraut macht. An diesem Tag wurde Johannes Paul II. auf dem Petersplatz Opfer eines Attentats. Die Originalwaffe, mit der Ali Agca ihn erschossen hat, ist hinter Glas auf dem Boden zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein multimedialer Bildschirm mit Fotos, Dokumentarfilmen und Radiomitschnitten spiegelt den Schrecken dieser Momente wider. Die stummen Zeugen sind andere Gegenst\u00e4nde - der Anzug von Francesco Pasanisi, einem der Leibw\u00e4chter von Johannes Paul II., mit sichtbaren Blutflecken und auch das Gem\u00e4lde der Muttergottes von Tschenstochau, das dem Papst von einer der Gruppen am selben Tag geschenkt werden sollte und vor dem - unmittelbar nach dem Anschlag - alle auf dem Platz gebetet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist hervorzuheben, dass dieser Teil der Ausstellung vor allem der Botschaft der Vergebung und der Kraft des Gebets gewidmet ist. Daher die gro\u00dfen Fotos von der Begegnung Johannes Pauls II. mit Ali Agca (27. Dezember 1983), dem der Papst verzieh, nachdem er sich von dem Angriff erholt hatte. Die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima erinnert Johannes Paul II. an seine \u00dcberzeugung, dass die Gottesmutter ihn gerettet hat: <em>Eine Hand schoss, die andere lenkte die Kugel ab.<\/em> In diesem Bereich der Ausstellung befindet sich auch der Rosenkranz, den Schwester Lucia dem Heiligen Vater geschenkt hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Kirche ist auf dem Felsen der Liebe gebaut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes Paul II. \u00fcbte als Oberhaupt der Weltkirche auch die Autorit\u00e4t des Lehramtes aus, was sich in den vierzehn S\u00e4ulen widerspiegelt, die die Kuppel des Bereichs seines Lehramtes st\u00fctzen, in dem sich die Umschl\u00e4ge seiner vierzehn Enzykliken befanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Mitte des Raumes befindet sich die Nachbildung der Heiligen Pforte, die von Johannes Paul II. zweimal ge\u00f6ffnet (und geschlossen) wurde. Einmal im M\u00e4rz 1983 (und im April 1984) und im Dezember 1999 (und im Januar 2001). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Vorderseite befinden sich Flachreliefs mit biblischen Szenen und die Wappen der 28 P\u00e4pste, die die Heilige Pforte ge\u00f6ffnet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der R\u00fcckseite befand sich die Inschrift <em>Habt keine Angst! \u00d6ffnet die T\u00fcren zu Christus weit!<\/em> in zehn Sprachen. In den Vitrinen sind auch die Souvenirs zum Gro\u00dfen Jubil\u00e4um des Jahres 2000 zu sehen. Dort finden wir das Brustkreuz und die Mitra von Johannes Paul II., die zu diesem Anlass angefertigt wurden, sowie die Tafel mit den Wappen aller P\u00e4pste, die die Heiligen Jahre er\u00f6ffnet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Besucher verl\u00e4sst den Raum und geht durch eine andere T\u00fcr. Seine Form erinnert an das Beichtgitter - das Symbol f\u00fcr das Sakrament der Beichte, das befreit und st\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf seinen apostolischen Reisen w\u00e4hrend seines Pontifikats legte Johannes Paul II. mehr als 1,5 Millionen Kilometer zur\u00fcck und besuchte 129 L\u00e4nder. In diesem Teil des Museums k\u00f6nnen die Besucher zu den Orten \"reisen\", die der Papst besucht hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier sind Souvenirs von diesen Reisen aufbewahrt, die Johannes Paul II. oft geschenkt wurden. Ein Wandteppich mit dem Gebet \"Vaterunser\" in der Sprache der <em>Inuit<\/em>(einheimisch in den arktischen Regionen), die Ebenholzb\u00fcste Christi aus dem Kongo oder die Gedenkdrucke - der Marvel-Comic mit Johannes Paul II. auf dem Cover (1982) und das Album mit den Lieblingsliedern des Papstes (Mexiko, 1979) sind einige davon. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Seitenwand ist mit einem 15 Meter langen Multimedia-Bildschirm bedeckt, auf dem man Fotos betrachten und Ausz\u00fcge aus den Reden des Heiligen Vaters von seinen 104 apostolischen Reisen lesen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \"Jugend\"-Bereich besteht aus W\u00e4nden mit Hunderten von bunten Tafeln, die zusammen ein gro\u00dfes Bild von Johannes Paul II. umgeben von jungen Menschen bilden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sich die Besucher in einem Spiegel auf der gegen\u00fcberliegenden Seite sehen und sich symbolisch als Teil dieser Bilder f\u00fchlen. Auf den kleinen Bildschirmen sind Ausschnitte aus den Dokumentarfilmen der Weltjugendtage zu sehen, deren Initiator Johannes Paul II. war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie soll man da nicht l\u00e4cheln, wenn man den freudigen Dialog mit den jungen Leuten h\u00f6rt, wie der Heilige Vater vom p\u00e4pstlichen Fenster in Krakau aus scherzte. Die folgenden Vitrinen zeigen die Holztafeln mit den Logos der Weltjugendtage (1986-2000), die anl\u00e4sslich des Gro\u00dfen Jubil\u00e4ums des Jahres 2000 pr\u00e4sentiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diese Verg\u00e4nglichkeit ist sinnvoll<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Untergeschoss des Museums werden die Besucher aufgefordert, \u00fcber das Vergehen des Lebens nachzudenken. Die Worte des Papstes \"Diese Verg\u00e4nglichkeit hat einen Sinn...\" (R\u00f6misches Triptychon, Meditationen...) klingen dort in besonderer Weise nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Zeit, in der die Menschen versuchen, um jeden Preis jung zu bleiben und Alter und Leiden in ihrem Gewissen zu verleugnen, erinnert uns der Papst daran, dass der Lauf der Zeit eine tiefe Bedeutung hat und ein Weg zur Erf\u00fcllung ist. Hier k\u00f6nnen Besucher Johannes Paul II. auf seinem Weg ins Jenseits begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachbildung der Sonnenuhr, die Karol Wojty\u0142a vom K\u00fcchenfenster aus sah, und die Originaluhr in den p\u00e4pstlichen Wohnungen, die am Todestag des Papstes um 21.37 Uhr stehen blieb, durften nicht fehlen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie k\u00f6nnen auch die Bibel sehen, aus der Schwester Tobiana Sob\u00f3tka dem sterbenden Heiligen Vater vorlas. Als der Papst starb, markierte die Schwester darin das Kreuzzeichen an der Stelle, an der er das Wort \"Amen\" las und schrieb.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Geschichte, die sich weiter entfaltet<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor der Besucher das Museum verl\u00e4sst, wird er mit einer einzigartigen Frage konfrontiert: \"Warum ist Johannes Paul II. ein Heiliger? Auf einem gro\u00dfen Multimedia-Bildschirm sind Dutzende von Fotos verschiedener Personen zu sehen. Es sind Bekannte und Unbekannte, Kleriker und Laien, Junge und Alte, darunter solche, die den Papst pers\u00f6nlich kennen gelernt haben, und solche, die ihn nie erlebt haben. Durch Anklicken der Fotos erf\u00e4hrt der Besucher, welche Antwort jeder von ihnen auf die oben gestellte Frage gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die j\u00fcngsten Besucher gibt es am Ausgang ein kleines mechanisches Holztheater, das kurz die Lebensgeschichte des polnischen Papstes erz\u00e4hlt - von seiner Geburt in Wadowice bis zu seiner Verherrlichung im Himmel. Wer mehr \u00fcber das Leben des Heiligen Vaters, seine Lehren und seine Memoiren erfahren oder sich einfach nur ein Andenken an den Museumsbesuch zulegen m\u00f6chte, kann dies in der Buchhandlung des Museums tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr als eine Million Besucher<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor vier Jahren, im Juni 2018, begr\u00fc\u00dfte das Museum des Hauses der Familie des Heiligen Vaters Johannes Paul II. in Wadowice den \"einmillionsten Besucher\". Die gl\u00fcckliche Touristin war Monika, die zusammen mit ihrem Mann aus der kleinen Stadt K\u00f3rnik bei Poznan nach Wadowice kam. Monika verpflichtete sich, Botschafterin des Museums des Hauses der Familie des Heiligen Vaters Johannes Paul II. in Wadowice zu sein. Es gibt viele Botschafterinnen wie Monika in der ganzen Welt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"267\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Ski_juan-pablo-ii.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25704\" srcset=\"https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Ski_juan-pablo-ii.jpg 400w, https:\/\/staging.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Ski_juan-pablo-ii-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Erinnerungen an den Heiligen Johannes Paul II.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als 80% der Besucher des Geburtshauses von Johannes Paul II. sind Polen. Unter den Ausl\u00e4ndern befinden sich viele aus Italien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Spanien, der Slowakei, Deutschland, Brasilien, \u00d6sterreich und Gro\u00dfbritannien. Das Museum hat Pilger aus mehr als 100 L\u00e4ndern empfangen, darunter Barbados, Burkina Faso, Gabun, Kuba, Mauritius, Elfenbeink\u00fcste, Neuseeland, China, Saudi-Arabien, Sambia, Kenia und S\u00fcdafrika.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Museum organisiert auch wissenschaftliche und p\u00e4dagogische Aktivit\u00e4ten. Jedes Jahr werden anl\u00e4sslich der p\u00e4pstlichen Jubil\u00e4en Konferenzen und Konzerte veranstaltet, und Kinder und Jugendliche k\u00f6nnen an Museumsworkshops teilnehmen. Der Geburtsort des Heiligen Johannes Paul II. hat sich zu einem modernen Zentrum f\u00fcr Bildung und Katechese entwickelt. Die Zuneigung zu Johannes Paul II. hat es geschafft, viele verschiedene Institutionen zusammenzubringen: kirchliche, staatliche, lokale und nationale. Menschen verschiedener Religionen und Kulturen f\u00fchlen sich von ganzem Herzen zu dieser Initiative hingezogen und vereint.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>El 18 de mayo de 1920 a las cinco de la tarde naci\u00f3 Karol, el tercer hijo del matrimonio Wojtyla. 80 a\u00f1os despu\u00e9s, concretamente el 16 de junio de 1999, aquel ni\u00f1o era Juan Pablo II y desgranaba sus recuerdos en una visita pastoral a su ciudad natal: \u201cUna vez m\u00e1s, durante mi ministerio a [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":25705,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[36,39],"tags":[883,716],"class_list":["post-25625","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-cultura","tag-polonia","tag-san-juan-pablo-ii","pmpro-has-access"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25625\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}