{"id":14940,"date":"2021-09-01T10:18:02","date_gmt":"2021-09-01T09:18:02","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=14940"},"modified":"2021-09-01T10:18:05","modified_gmt":"2021-09-01T09:18:05","slug":"wir-konform-mit-formalitat-um-ein-ruhiges-bewusstsein-zu-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/actualidad\/nos-conformamos-con-la-formalidad-para-tener-la-conciencia-tranquila\/","title":{"rendered":"\"Geben wir uns mit einer religi\u00f6sen Formalit\u00e4t zufrieden, um ein reines Gewissen zu haben?\""},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Audienz am Mittwoch kommentierte Papst Franziskus eine weitere Passage aus dem Brief des Paulus an die Galater. \"In den vorangegangenen Katechesen\", so begann Franziskus, \"haben wir gesehen, wie der Apostel Paulus den ersten Christen in Galatien die Gefahr aufzeigt, den Weg zu verlassen, den sie begonnen haben, um das Evangelium zu empfangen. Die Gefahr besteht vielmehr darin, in Formalismus zu verfallen und die neue W\u00fcrde, die sie erhalten haben, zu leugnen. Der Abschnitt, den wir gerade geh\u00f6rt haben, er\u00f6ffnet den zweiten Teil des Briefes. Bis zu diesem Punkt hat Paulus von seinem Leben und seiner Berufung gesprochen: davon, wie die Gnade Gottes seine Existenz verwandelt und sie ganz in den Dienst der Evangelisierung gestellt hat. An diesem Punkt stellt er den Galatern eine direkte Frage: Er konfrontiert sie mit den Entscheidungen, die sie getroffen haben, und mit ihrem gegenw\u00e4rtigen Zustand, der die gelebte Gnadenerfahrung zunichte machen k\u00f6nnte\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Die Ausdr\u00fccke, mit denen der Apostel die Galater anspricht, sind nicht h\u00f6flich. In den anderen Briefen ist es leicht, den Ausdruck \"Br\u00fcder\" oder \"Geliebte\" zu finden, aber nicht hier. Er sagt ganz allgemein \"Galater\" und bezeichnet sie zweimal als \"t\u00f6richt\". Nicht etwa, weil sie unintelligent w\u00e4ren, sondern weil sie fast unbemerkt Gefahr laufen, den Glauben an Christus zu verlieren, den sie so enthusiastisch angenommen haben. Sie sind t\u00f6richt, weil sie nicht erkennen, dass die Gefahr darin besteht, den kostbaren Schatz, die Sch\u00f6nheit der Neuheit Christi, zu verlieren. Das Staunen und die Traurigkeit des Apostels sind offensichtlich. Nicht ohne Bitterkeit erinnert er diese Christen an seine erste Verk\u00fcndigung, die ihnen die M\u00f6glichkeit bot, eine bis dahin ungeahnte Freiheit zu erlangen\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Der Apostel richtet Fragen an die Galater, um ihr Gewissen aufzur\u00fctteln. Dies sind rhetorische Fragen, denn die Galater wissen sehr wohl, dass ihr Glaube an Christus die Frucht der Gnade ist, die sie durch die Verk\u00fcndigung des Evangeliums erhalten haben. Das Wort, das sie von Paulus geh\u00f6rt hatten, konzentrierte sich auf die Liebe Gottes, die im Tod und in der Auferstehung Jesu voll zum Ausdruck kam. Paulus konnte keinen \u00fcberzeugenderen Ausdruck finden als den, den er wahrscheinlich in seiner Predigt mehrfach wiederholt hatte: \"Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir; das Leben, das ich jetzt im Fleisch lebe, lebe ich durch den Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich f\u00fcr mich hingegeben hat\" (Gal 2,20). Er wollte nichts anderes kennen als den gekreuzigten Christus (vgl. 1 Kor 2,2). Die Galater m\u00fcssen auf dieses Ereignis schauen, ohne sich durch andere Ank\u00fcndigungen ablenken zu lassen. Kurz gesagt, Paulus will die Christen auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholen, damit sie sich bewusst werden, was auf dem Spiel steht, und sich nicht von der Stimme der Sirenen verf\u00fchren lassen, die sie zu einer Religiosit\u00e4t verf\u00fchren wollen, die nur auf der peinlichen Einhaltung der Gebote beruht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Die Galater hingegen verstanden sehr gut, worauf der Apostel anspielte. Gewiss, sie hatten das Wirken des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft erfahren: Wie in den anderen Kirchen, so hatten sich auch unter ihnen die N\u00e4chstenliebe und verschiedene Charismen manifestiert. Als man sie darauf ansprach, mussten sie zwangsl\u00e4ufig antworten, dass das, was sie erlebt hatten, die Frucht der Neuheit des Geistes war. Am Anfang ihrer Hinwendung zum Glauben stand also die Initiative Gottes, nicht die der Menschen. Der Heilige Geist war der Protagonist ihrer Erfahrung; ihn jetzt in den Hintergrund zu stellen, um ihren eigenen Werken den Vorrang zu geben, w\u00e4re t\u00f6richt\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Auf diese Weise l\u00e4dt uns Paulus auch ein, dar\u00fcber nachzudenken, wie wir unseren Glauben leben. Und der Papst stellt allen Gl\u00e4ubigen einige Fragen: \"Bleibt die Liebe des gekreuzigten und auferstandenen Christus als Quelle des Heils im Mittelpunkt unseres t\u00e4glichen Lebens, oder begn\u00fcgen wir uns mit irgendeiner religi\u00f6sen Formalit\u00e4t, um ein reines Gewissen zu haben? H\u00e4ngen wir an dem kostbaren Schatz, an der Sch\u00f6nheit der Neuheit Christi, oder ziehen wir etwas vor, das uns im Augenblick anzieht, uns dann aber mit einer inneren Leere zur\u00fcckl\u00e4sst? Das Verg\u00e4ngliche klopft oft an die T\u00fcr unserer Tage, aber es ist eine traurige Illusion, die uns in Oberfl\u00e4chlichkeit verfallen l\u00e4sst und uns daran hindert zu erkennen, wof\u00fcr es sich wirklich zu leben lohnt. Deshalb halten wir an der Gewissheit fest, dass Gott auch dann, wenn wir versucht sind, uns abzuwenden, weiterhin seine Gaben schenkt. Dies bekr\u00e4ftigt der Apostel gegen\u00fcber den Galatern, indem er daran erinnert, dass es der Vater ist, \"der euch den Geist gibt und Wunder unter euch wirkt\" (3,5). Er spricht in der Gegenwart - \"schenkt\", \"wirkt\" - und nicht in der Vergangenheit. Denn trotz aller Schwierigkeiten, die wir seinem Handeln in den Weg stellen, l\u00e4sst Gott uns nicht im Stich, sondern bleibt in seiner barmherzigen Liebe bei uns. Lasst uns um die Weisheit bitten, diese Realit\u00e4t immer zu erkennen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>El Papa Francisco ha comentado durante la audiencia de este mi\u00e9rcoles, otro pasaje de la carta a los G\u00e1latas de San Pablo. \u00abEn las catequesis precedentes\u00bb, comenz\u00f3 Francisco, \u00abhemos visto c\u00f3mo el ap\u00f3stol Pablo muestra a los primeros cristianos de la Galacia el peligro de dejar el camino que han iniciado a recorrer acogiendo el [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":14948,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[36,51],"tags":[539,396],"class_list":["post-14940","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-vaticano","tag-audiencias","tag-papa-francisco","pmpro-has-access"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14940\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14948"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}