{"id":11145,"date":"2021-04-07T12:45:22","date_gmt":"2021-04-07T11:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/?p=11145"},"modified":"2021-04-07T12:45:25","modified_gmt":"2021-04-07T11:45:25","slug":"redaktion-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.omnesmag.com\/de\/firmas\/editorial\/editorial-abril\/","title":{"rendered":"Debatte \u00fcber den S\u00e4kularismus"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Besuch des Papstes im Irak endete vor einigen Wochen mit vielen bedeutenden Momenten, die sich in das historische Ged\u00e4chtnis der Welt eingepr\u00e4gt haben; die wichtigsten sind Gegenstand einer Meinungskolumne in dieser Ausgabe. Einer dieser einzigartigen Momente war das Gebet \"der Kinder Abrahams\", das Franziskus in Anwesenheit mehrerer muslimischer Vertreter und in idealer Verbundenheit auch mit den Gl\u00e4ubigen des Judentums sprach, und zwar in der Stadt Ur, von der Abraham ausgegangen war. Der Heilige Vater betete, Gott m\u00f6ge \"uns<em> Instrumente der Vers\u00f6hnung, Baumeister einer gerechteren und st\u00e4rkeren Gesellschaft.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst spielte damit auf die Rolle - und die Verantwortung - der Religionen beim Aufbau der sozialen Ordnung an, nat\u00fcrlich aus ihrer eigenen Perspektive, die nicht ausschlie\u00dflich irdisch ist. In der Tat ist Religion nicht nur eine private oder interne Angelegenheit, die im Gewissen der Gl\u00e4ubigen verborgen ist, sondern hat auch eine \u00e4u\u00dfere und kollektive Dimension. Vor drei Jahren hat der Papst, ebenfalls in einem interreligi\u00f6sen Kontext, von der Aktualit\u00e4t dieses Ansatzes gesprochen <em>\"angesichts des gef\u00e4hrlichen Paradoxons, das heute fortbesteht, wonach einerseits die Tendenz besteht, die Religion auf die private Sph\u00e4re zu reduzieren, ohne sie als konstitutive Dimension des Menschen und der Gesellschaft anzuerkennen, und andererseits die religi\u00f6se und die politische Sph\u00e4re vermischt werden, ohne sie angemessen zu unterscheiden\".<\/em> (Kairo, 28. April 2017)<em>.<\/em> Das sind genau die beiden Extreme, zu denen der S\u00e4kularismus in der Praxis f\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt jedoch andere M\u00f6glichkeiten, den Beitrag der Religionen zum gesellschaftlichen Leben zu gestalten und normativ zu kanalisieren, die diese Risiken vermeiden. Dies ist der Fall bei dem, was \u00fcblicherweise als \"Laizismus\" bezeichnet wird und wof\u00fcr die spanische Verfassung ein Beispiel ist; genauer gesagt, hat die spanische Verfassung dies in einer Weise formuliert, die das Verfassungsgericht als \"positiven Laizismus\" bezeichnet hat. Er steht im Einklang mit dem, was andere demokratische Systeme hervorgehoben haben, entweder weil dies ausdr\u00fccklich in ihren Verfassungstexten definiert ist, oder auch als Ergebnis einer umsichtigen Neuausrichtung von Ans\u00e4tzen, die urspr\u00fcnglich weniger kooperativ mit religi\u00f6sen Bekenntnissen waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Omnes organisierte ein Forum, um diese Fragen und ihre praktische Umsetzung zu diskutieren. Unter der Moderation von Professor Montserrat Gas nahmen f\u00fchrende Vertreter des Katholizismus (der Generalsekret\u00e4r der spanischen Bischofskonferenz, Luis Arg\u00fcello) und des Judentums (Isaac Querub von den j\u00fcdischen Gemeinden) teil. Der Dialog trug nicht nur zur Kl\u00e4rung theoretischer Konzepte bei, sondern lieferte auch Licht und Argumente zu aktuellen Debatten und Vorschl\u00e4gen. Interessierte k\u00f6nnen ihn jederzeit unter <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC2byDOgGeb5Mzu7SEJd-D1Q\">YouTube<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hace pocas semanas termin\u00f3 la visita del Papa a Irak, con tantos momentos significativos que han quedado bien impresos en la memoria hist\u00f3rica del mundo; a los principales se refiere una columna de opini\u00f3n en este n\u00famero. 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