Wahrheit, Nächstenliebe, Mut: Die Empfehlungen des Papstes an die katholischen Medien

Bei einem Treffen mit Medienvertretern der italienischen Bischofskonferenz hat Papst Franziskus die Eigenschaften umrissen, die seiner Meinung nach Kommunikatoren haben sollten.

Bild von Antonino Piccione

30 de Januar de 2024

3 min de lectura

Der Papst mit Medienvertretern der italienischen Bischofskonferenz ©CNS photo/Vatican Media

Journalismus als Suche nach der Wahrheit, ein komplexes Thema, das die Tugend des Zuhörens, die Fähigkeit zur Unterscheidung und die Sorgfalt bei der Verwendung von Worten erfordert. Ein paar Tage nach seinem Botschaft zum 58. WeltkommunikationstagPapst Franziskus hat bei einer Audienz mit Journalisten und Technikern von Tv2000 und RadioinBlu2000, die er am 29. Januar in der Aula Paul VI. anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Radiosender der Italienischen Bischofskonferenz gab, neue Überlegungen zum Bereich Information und Kommunikation angestellt.

Der Papst betonte die Bedeutung einer konstruktiven Kommunikation, die vor den Sünden, die sie untergraben, insbesondere der Desinformation, geschützt werden muss, indem "das Gute und das Schöne unserer Gemeinschaften aus nächster Nähe erzählt wird", um "diejenigen zu Protagonisten zu machen, die normalerweise als Statisten enden oder nicht einmal berücksichtigt werden".

In Bezug auf die 2014 gewährte Audienz stellte der Papst fest, dass sich seither "die Medienlandschaft stark verändert hat", dass aber heute wie damals beide Medien zusammen mit der Tageszeitung "Avvenire" und der Agenzia Sir "eine ganz bestimmte Zugehörigkeit haben: die italienische Bischofskonferenz". 

Dies ist nach Ansicht von Franziskus keineswegs eine Einschränkung, "im Gegenteil, es ist ein Ausdruck großer Freiheit, weil es uns daran erinnert, dass Kommunikation und Information immer im Menschlichen verwurzelt sind". Entscheidend ist in diesem Sinne die Rolle und Funktion des Zeugen, wobei der Journalist aufgerufen ist, "Geschichten zu erzählen, in denen die Dunkelheit, die uns umgibt, das Licht der Hoffnung nicht auslöscht".

Journalisten, eine "Brücke", keine "Mauer"

Bei der Beteiligung derjenigen, die über die Kirche in ihren Medien berichten, muss man unbedingt "vom Herzen ausgehen", um "Nähe" zu ermöglichen und die Wahrheit zu bekräftigen, ohne sie von der Liebe zu trennen. "Trenne niemals die Fakten vom Herzen! Und dann: Habt Mut. Es ist kein Zufall, dass "Mut" aus dem Herzen kommt. Wer Mut hat, hat auch den Mut, alternativ zu sein, ohne polemisch oder aggressiv zu werden; glaubwürdig zu sein, ohne den eigenen Standpunkt durchsetzen zu wollen; ein "Brückenbauer" zu sein.

Um die anderen Sünden zu vermeiden, die Journalisten oft begehen: Verleumdung, Diffamierung, die Liebe zum Skandal. Denn "Skandal sells", wie der Heilige Vater Ende August sagte, als er den "Das ist Journalismus.

Im Lichte dieser Überlegungen kann die an die Katholiken gerichtete Audienz durchaus als ein weiterer und konkreterer Beitrag von Papst Benedikt zu seinem Lehramt zum Thema Journalismus gesehen werden, der sich der "Verantwortung" - ein weiteres Schlüsselwort - unter dem Gesichtspunkt der Objektivität, der Achtung der Menschenwürde und der Aufmerksamkeit für das Gemeinwohl nicht entziehen kann. Auf diese Weise", so betont er, "werden wir in der Lage sein, die Brüche zu reparieren, die Gleichgültigkeit in einen Mangel an Aufnahme und Beziehung zu verwandeln".

Die Person ist, kurz gesagt, die Grundlage und das Ziel "jeder Dienstleistung, jedes Artikels, jedes Programms". Der Person muss gedient werden und die Wahrheit muss "mit Respekt und Kompetenz" gesagt werden. Alle Instrumente der Manipulation, der kognitiven Kontamination und der "Veränderung der Realität" sind zu vermeiden bzw. zu beherrschen, denn der Mensch macht weiterhin den Unterschied.

Franziskus de Sales, dem Schutzpatron der Journalisten, veröffentlicht wurde, "kann nicht von den existentiellen Beziehungen getrennt werden: Sie bezieht den Körper, das Sein in der Wirklichkeit, mit ein; sie verlangt, nicht nur über Daten, sondern über Erfahrungen zu berichten; sie verlangt das Gesicht, den Blick, das Mitgefühl, aber auch das Teilen".

Denn der Journalismus kann seine wertvolle Arbeit nur fortsetzen, wenn er sich nicht von seinen Grundlagen verabschiedet. Es gibt übergeordnete Fragen im Zusammenhang mit der Regulierung, dem geistigen Eigentum und dem kommerziellen Wettbewerb.

Es gibt auch große gesellschaftliche Bedenken gegenüber der KI, insbesondere in Bezug auf Fehlinformationen, Diskriminierung und Vorurteile sowie die Gefahr der Medienmanipulation durch große Unternehmen oder Regierungen. Es ist zwingend erforderlich, eine ganzheitliche Sichtweise beizubehalten, die auf den Empfehlungen von Papst Franziskus aufbaut.

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