USA erlauben den Verkauf rezeptfreier Verhütungsmittel

Die FDA (US Food and Drug Administration) hat die Abgabe der Antibabypille ohne Rezept genehmigt. Die Bischofskonferenz reagierte sofort mit einer Erklärung zu dieser "Verletzung des hippokratischen Eides".

Bild von Paloma López Campos

14 de Juli de 2023

2 min de lectura
Empfängnisverhütungsmittel

Eine Frau hält eine Antibabypille in der Hand (OSV News Foto Foto / Eric Gaillard, Reuters)

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat soeben die Abgabe der Antibabypille ohne ärztliche Verschreibung genehmigt. Konkret handelt es sich um die Pille Opill, die nun in Apotheken ohne ärztliches Rezept erworben werden kann.

Die US-Konferenz der katholischen Bischöfe reagierte sofort auf die Nachricht und gab eine Erklärung ab, in der sie Kommuniqué unterzeichnet von Bischof Robert E. Barron. Der Vorsitzende der Kommission für Laien, Ehe, Familie und Jugend prangert das Vorgehen der FDA als "unverantwortliche medizinische Praxis und gegen die Belange der Frauengesundheit" an.

Die Risiken dieser Entscheidung

Barron wies in der Erklärung darauf hin, dass es Studien gibt, die darauf hinweisen, dass die Risiken der Einnahme des Pille die Vorteile bei weitem überwiegen. Der Bischof betonte, dass es "starke Beweise für die vielen schädlichen Risiken hormoneller Verhütungsmittel für die Gesundheit von Frauen" gebe.

Die USCCB-Notiz kommt zu einem harten Schluss: "Die Erlaubnis, dieses hormonelle Verhütungsmittel rezeptfrei abzugeben - ohne ärztliche Aufsicht und trotz der sich häufenden Beweise für zahlreiche schädliche Nebenwirkungen - verletzt den Hippokratischen Eid, indem sie die Gesundheit der Frauen ernsthaft gefährdet".

Die Sichtweise der FDA

Die Kommission hat ihrerseits in der FDA-ErklärungDie US-Regierungsbehörde ist der Ansicht, dass "die Zulassung dieser reinen Gestagenpille den Verbraucherinnen die Möglichkeit gibt, orale Verhütungsmittel ohne Rezept in Apotheken, Convenience Stores und Supermärkten sowie online zu erwerben. Diese Entscheidung gilt nur für die Pille Opill, da alle anderen Verhütungsmittel weiterhin verschreibungspflichtig sind.

Die FDA begründet ihre Zustimmung zu dieser neuen Maßnahme mit den Schwangerschaftsstatistiken. Nach Angaben der Behörde sind "fast die Hälfte der 6,1 Millionen Schwangerschaften in den Vereinigten Staaten jedes Jahr ungewollt". Dies hat negative perinatale und mütterliche Auswirkungen, "einschließlich einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen pränatalen Betreuung und eines erhöhten Risikos einer Frühgeburt mit den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Neugeborenen, die Entwicklung und die Gesundheit des Kindes".

Nebenwirkungen von Verhütungsmitteln

Am Ende der Erklärung listet die FDA die verschiedenen Nebenwirkungen der Pille Opill auf, darunter unregelmäßige Blutungen, Schwindel, Unterleibsschmerzen, Krämpfe und verlängerte Blutungen.

Sie raten jedoch nur in ganz bestimmten Fällen davon ab, z. B. wenn die Frau Krebs hat, schwanger ist oder bereits hormonell verhütet.

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