Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Maja Ledwoń-Śleziak: "Ich fahre zum Weltjugendtag nach Lissabon, um meinen Glauben aufzutanken".

Die 15-jährige Polin nimmt zum ersten Mal am Weltjugendtag teil, weil sie davon überzeugt ist, dass die Kirche die Jugendlichen auffordert, "zuzuhören und ein stilles Zeugnis abzulegen, indem sie das Wort Gottes jeden Tag gut leben".

Maria José Atienza

25 de Juli de 2023

Ich bin 15 Jahre alt und lebe in Krakau. Ich gehe zum ersten Mal zum Weltjugendtag, denn 2016, als er in meiner Stadt stattfand, war ich zu jung, um daran teilzunehmen, aber irgendwie hat mich der Anblick all dieser wunderbaren jungen Menschen aus der ganzen Welt, die sich im Gebet vereinen wollten, fasziniert.

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich mich auf diese Reise begeben habe. Ich versuche immer noch, mich selbst in einer so komplizierten, lauten und schwierigen Welt zu finden. Vielleicht ist es das, was ich brauche, um in mich hineinzuschauen und Gott besser kennen zu lernen. Außerdem denke ich, dass es eine Gelegenheit ist, meinen Glauben wieder aufzuladen", denn es könnten noch einige Krisen auf mich zukommen.

Ich habe keine besonderen geistlichen Vorbereitungen getroffen, abgesehen vom täglichen Gebet, der Lektüre der Heiligen Schrift und der Teilnahme an Einkehrtagen. Was die materielle Seite betrifft, so muss ich noch mit einer Freundin einkaufen gehen!

Ich fahre mit einer Gruppe von Gymnasiasten und Mädchen aus Krakau, organisiert von Joanna Łękawska. Wir haben uns durch gemeinsame Integrationsreisen vorbereitet.

Was, denke ich, erwarten die Kirche und der Papst von den jungen Menschen? Wenn ich mir meine Pfarrei und meine Gemeinschaft anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass es in Wirklichkeit einfach darum geht, dass junge Menschen in der Kirche präsent sind, zuhören und ein stilles Zeugnis geben, indem sie das Wort Gottes jeden Tag gut leben. Das ist so einfach und doch so schwierig.

Ich habe oft gehört, wie ältere Menschen sagten, dass sie nach jungen Menschen in der Kirche Ausschau halten, in der Hoffnung, einen greifbaren Beweis dafür zu bekommen, dass Gott am Werk ist und immer noch gesucht wird. Und dass das, woran sie ihr ganzes Leben lang geglaubt haben, Früchte trägt und einen Sinn ergibt. Sie wollen wissen, dass die Kirche niemals sterben wird und dass nun eine neue, junge Generation in der Lage sein wird, der Welt zuzurufen, dass Gott am Werk ist und weiter wirkt. Aber zuerst müssen wir jungen Menschen lernen, zuzuhören.

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