Der Papst meldet sich live beim WJT an

Beim Angelus am heutigen 23. Oktober erläuterte der Papst einige Nuancen des Gleichnisses vom Zöllner und der Sünderin und ging auch auf einige andere Themen ein.

Bild von Javier García Herrería

23 de Oktober de 2022

2 min de lectura
Papst Angelus

Foto: ©CNS photo/Vatican Media

Der heutige Angelus hatte ganz andere Themen. In seinem Kommentar zum Tagesevangelium betonte Papst Franziskus die Bedeutung der Demut. Wir dürfen uns nicht für überlegen halten und nicht auf uns selbst bezogen sein. Um diesen Gedanken zu untermauern, verwies der Papst auf einen Priester, der so viel von sich selbst redete, dass seine Gläubigen sagten, er würde sich ständig selbst aufhetzen. 

Er ermutigte die Gläubigen, das Gleichnis vom Zöllner und vom Sünder, die zum Gebet in den Tempel gehen, auf sich selbst anzuwenden und zu prüfen, "ob in uns, wie in dem Pharisäer, 'die innige Anmaßung, gerecht zu sein', vorhanden ist, die uns dazu verleitet, andere zu verachten. Das passiert zum Beispiel, wenn wir nach Komplimenten suchen und ständig unsere Verdienste und guten Taten aufzählen, wenn es uns mehr um den Schein als um das Sein geht, wenn wir uns von Narzissmus und Exhibitionismus gefangen nehmen lassen. Wir müssen uns vor dem Narzissmus und dem Exhibitionismus hüten, die auf der Grundlage der Prahlerei dazu führen, dass wir Christen, Priester, Bischöfe immer das Wort "Ich" auf den Lippen haben: "Ich habe dies getan, ich habe dies geschrieben, ich habe das geschrieben. Ich sagte, ich habe es verstanden", und so weiter und so fort. Wo es zu viel 'Ich' gibt, gibt es zu wenig Gott". 

Weltmissionstag

Der Papst erinnerte auch daran, dass heute "der Tag der Feier des Weltmissionstagdie unter dem Motto steht: "Ihr werdet Zeugen von mir sein". Es ist eine wichtige Gelegenheit, in allen Getauften den Wunsch zu wecken, durch das Zeugnis und die Verkündigung des Evangeliums an der universalen Sendung der Kirche teilzunehmen. Ich ermutige alle, die Missionare durch Gebet und konkrete Solidarität zu unterstützen, damit sie ihr Werk der Evangelisierung und der Förderung der Menschen in der ganzen Welt fortsetzen können.

WJT in Lissabon

Die amüsanteste Anekdote des Vormittags ereignete sich, als Francisco zwei junge Portugiesen ermunterte, sich zu ihm auf den Balkon zu setzen, und sich selbst für den Wettbewerb anmeldete WELTJUGENDTAG 2023 über ein Tablet. Dann lud er die Jugendlichen ein, "an diesem Treffen teilzunehmen, bei dem wir nach langer Abwesenheit die Freude an der brüderlichen Umarmung zwischen den Völkern und zwischen den Generationen wiederentdecken werden, die wir so dringend brauchen"!

Seligsprechungen in Spanien

Schließlich verwies er auch auf die Seligsprechung, die gestern in Madrid stattfand und bei der Vincenzo Nicasio und elf Gefährten der Kongregation des Heiligsten Erlösers, die während des Spanischen Bürgerkriegs getötet wurden, zu den Altären erhoben wurden. "Das Beispiel dieser Zeugen Christi bis hin zum Blutvergießen mahnt uns zur Konsequenz und zum Mut; ihre Fürbitte stärkt diejenigen, die sich heute bemühen, das Evangelium in der Welt auszusäen".

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