Ein katholischer Blick auf die heutige Zeit

Kommentar zu den Lesungen für Sonntag, 25. Juli 2021

Priester Andrea Mardegan kommentiert die Bibelstellen des 17. Sonntags im Jahreskreis.

Andrea Mardegan

21 de Juli de 2021

Im Markusevangelium hätten wir von der Vermehrung der Brote zugunsten der Menschenmenge gelesen, die Jesus sah "wie Schafe ohne einen Hirten und die nichts zu essen hatten. So lesen wir an fünf Sonntagen das sechste Kapitel des Johannesevangeliums, in dem nach der Brotvermehrung die Rede vom Brot des Lebens beginnt, in der Jesus uns das Geheimnis seiner Gegenwart im Brot offenbart, das uns das ewige Leben schenken wird. Die Tatsache, dass die Vermehrung der Brote und Fische das einzige Wunder ist, das in den vier Evangelien berichtet wird, und dass Matthäus und Markus es zweimal erzählen, offenbart eine tiefe Bedeutung: Es ist ein entscheidendes Zeichen, um Jesus in seinem Mitgefühl für das menschliche Leiden zu verstehen, und auch in seinem Plan, durch die Eucharistie mit der ganzen Menschheit durch die Jahrhunderte hindurch in Gemeinschaft zu treten. 

Im Bericht des Johannes sehen wir, dass die Menge Jesus folgt, weil er die Kranken heilt. Er geht auf den Berg und setzt sich dort hin. Der Berg war der Ort, an dem Gott Mose das auf Steintafeln geschriebene Gesetz gab. Wenn Jesus auf einen Berg steigt, bereitet er sich darauf vor, uns etwas von dem neuen Gesetz zu geben, das er auf die Herzen schreibt. Das Passahfest steht vor der Tür: Was Jesus tun wird, steht in engem Zusammenhang mit dem Passahfest seiner zukünftigen Erlösung. Jesus blickt auf, wie wenn er betet: Wenn er mit dem Herzen auf die Armut der Menschen schaut, ist das wie ein Gebet, und der Vater erhört ihn. Er will Philipp einbeziehen und fragt ihn, wie er diese Menschen ernähren kann, obwohl er die Lösung schon kennt. Jesus ist auch ein Lehrer der Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Philippus und Andreas sehen die Dinge aus dem Blickwinkel menschlicher Kraft: Zweihundert Denare, also fünf Gerstenbrote und zwei Fische, reichen für niemanden.

Die Ressource stammt von einem Kind, das spontan auf sein Essen verzichtet: Es gibt alles, was ihm gehört. Die Kirche braucht den Enthusiasmus und die Verrücktheit der Jugend. Wir brauchen die Neuheit des Gerstenbrotes, das im Frühjahr als erstes Getreide Früchte trägt. Der Platz, den Jesus ausgesucht hat, ist schön in der Landschaft, er ist bequem auf dem Gras, wo all diese Menschen sitzen können. Nach Johannes ist es Jesus selbst, der das Brot nach dem Dankgebet austeilt, dem Gebet, das der Eucharistie ihren Namen gibt. Vielleicht helfen ihm die Jünger: Es sind fünftausend Männer, Frauen und Kinder nicht mitgezählt. Aber es ist gut zu sehen, dass es Jesus selbst ist, der uns das Brot gibt. Sicherlich sammeln die Zwölf die Reste: jeder einen Korb. So spüren sie, wie viel sie wiegt; so prägt sich ihnen für immer ein, dass Gottes Großzügigkeit überreichlich ist, dass die Eucharistie unerschöpflich ist.

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